Mutterqualitäten?

Na ja anscheinend hab ich welche. Mein Neffe ist heute bei meiner Ma in Obhut und er schrie von 17 Uhr an durchgängig….. Um 20 Uhr rief sie an ob ich nicht mal hochkommen kann, sie will mal eine rauchen. Ich nach oben und meinen Neffen auf den Arm genommen und im Flur auf und ab gelatscht und ihn vollgebrabbelt. :) Nach ca. 17 Minuten hatte ich ihn von einem Schreihals zu einem ruhigem Baby verwandelt. Weitere 20 Minuten später lag er auf dem Boden auf einer Decke und grinste und strahlte mich an weil ich dauernd mit Spielzeug quietschte und rasselte und ihn kitzelte. Leider war um 21:20 Uhr die Ruhe und Fröhlichkeit vorbei. Das Geschrei ging wieder los. Dieses Mal durfte meine Ma ran bis er nach 30 Minuten friedlich einschlief. Nun schläft und träumt er. Und ich konnte wieder in meine Wohnung und die 2 Hunde bestürmten mich und wollten ebenfalls geknuddelt werden. Nun knabbern auch diese nach einer Spieleinlage wieder friedlich im Wohnzimmer.

Und worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja, nun weiß ich es wieder. Die ganze Zeit wo mein 5 Monate alter Neffe quängelte und schrie kam ich nicht aus der Ruhe. Ich hatte vor sowas eigentlich immer ein bißchen Sorgen ob ich dann nicht hilflos wäre oder so, aber anscheinend nicht. Im Gegenteil ich fühlte mich recht sicher bei dem was ich tat. Und es schreckte mich auch nicht vor einem eigenem Kind ab, bin wohl doch im richtigen Alter Mutter zu werden.

3 thoughts on “Mutterqualitäten?

  1. Ich denke schon, dass es ein entscheidender Unterschied ist, ob es das EIGENE Baby ist, das man beruhigt oder eben nicht. Das „fremde“ kann man ja wieder zurückgeben, auch wenn mans nich beruhigt gekriegt hat. Man wird nicht den Rest der Nacht oder des Tages darüber grübeln, ob das Kind Bauchweh, Zahnweh, irgendein anderes Weh hat, sich einen Kopf darum machen, ob man das eigene Kind stillen kann oder nicht, sich einen Kopf darum machen, ob man wenn man ganz alleine mit dem kleinen Wurm daheim ist, es immer wieder beruhigen kann, und zwar nicht nur heute, sondern auch morgen oder übermorgen und so weiter.

    Allerdings hat du da ja einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Frauen, wo die Mütter und Geschwister nicht nur nicht im selben Haus, sondern noch nicht einmal in der selben Stadt oder dem selben Bundesland wohnen…

  2. Logisch ist das ein Unterschied. Das steht ja außer Frage. Und klar diese Gedanken werde ich mir dann beim eigenen Kind genauso machen.

    Bevor mein Neffe auf die Welt kam, hatte ich immer ein bißchen Sorge, dass ich ein Kind überhaupt nicht beruhigen kann. Ich hatte ein wenig Berührungsängste weil ich Babys so klein fand und so zerbrechlich und man ist auch hypervorsichtig. Aber nun wo ich etwas älter bin habe ich eben im Kontakt mit meinem Neffen gemerkt, dass sich das bei mir gewandelt hat. Dass ich keine Bedenken mehr habe ein Baby auf den Arm zu nehmen. Dass ich eben nicht ratlos dastehe wenn ein Baby weint und es gleich seiner Mutter zurück in den Arm geben muss weil ich nicht weiß was tun.

    Klar habe ich den Vorteil meine Familie im Haus zu haben, wobei viele Menschen das als Nachteil sehen. Wobei im Zeitalter von Telefon und Webcams würde ich mir da auch wenig Gedanken machen wenn ich weit von der Familie weg wohne. Hatte ich ja auch schon gemacht. Es ist schn wenn man die Familie in der Nähe hat um mal Fragen zu können und auch wenn man sich gegenseitig hilft. Das ist halt so wie in früheren Zeiten in Dorfgemeinschaften.

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