Conny räumt auf und ein kleiner Rückblick in mein Leben

Jawohl das habe ich die letzten 2 Tage getan. Ich habe mich am Samstag aufgerafft und habe mich in die Dachbodenwohnung begeben.

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Hier einmal im Jahre 1993 frisch renoviert. 3 Jahre bevor ich einzog.

Diese Wohnung war 6 Jahre lang mein “Kinderzimmer”. Im Alter von 16 Jahren verließ ich die elterliche Mietwohnung und zog eine halbe Etage höher in 2,5 Zimmer ohne Bad. Genaugenommen sind es Schlaf- und Wohnzimmer mit Schräge, Flur, Küche und Abstell-Kabuff mit Schräge. Die Toilette war 1 Etage tiefer vom Treppenhaus zu erreichen. Meine Küche hatte einen 2 Plattenkocher und einen Kaltwasseranschluss. 2 Jahre lang gab  es nicht mal eine Spüle, ich behalf mir mit einem Abwassereimer. Erst dann baute ich mit tatkräftiger Hilfe eine Spüle in einen Schrank und konnte alles anschließen. Ich lebte zwar immer noch mit kaltem Wasser aber dank Wasserkocher konnte man sich ja da helfen wenn es ums Abwaschen ging. Ich musste ja auch nur eine halbe Etage runter und hatte ein Badezimmer. Das benutzte ich natürlich auch weiterhin. Auch aß ich bis zum 18 Lebensjahr auch noch regelmäßig bei meinen Eltern.

Dennoch gaben mir die 25qm Wohnfläche mit eigener Wohnungstür eine gewisse Freiheit und ich begann früh selbstständig zu werden. Mit 18 kaufte ich mein Essen selbst ein, kochte für mich und versuchte mein Leben selbst zu organisieren. Sicher, meine Ma rief mich oben an und sagte oft “Ich hab hier noch Reste vom Mittagessen, willst Du die haben?” oder mein Dad rief an “Conny, wir essen jetzt, es gibt XY, komm runter.” Aber ich machte auch viel allein. Meine Bude war bei meinen Freunden damals auch sehr beliebt weil man bei mir rauchen konnte. Dazu war man von den Blicken der Eltern geschützt und man konnte unter der Woche gut “abhängen”. Am Wochenende waren wir ja immer auf dem Campingplatz Ich hatte also die Bude oft voll. Es war eine schöne Zeit. Aber genug in den Erinnerungen geschwelgt.

Nachdem ich zu meinem Mann zog, bezog mein Bruder die Dachwohnung und verlebte sie. Jungs schaffen einfach alles kaputt zu machen oder? Ok der Zahn der Zeit nagte auch an der Wohnung, ich will ja mal nicht unfair sein. Was bei mir noch ordentlich war, wurde von ihm jedoch auseinander genommen und umgestaltet – leider nicht immer zum Vorteil. Nach ebenfalls 6 Jahren zog auch mein Bruder aus der Wohnung direkt zur damaligen Verlobten und seitdem dient die Wohnung nur noch als Abstellkammer. Sie bedarf eigentlich dringend einer Renovierung aber wer renoviert schon eine Abstellkammer oder?

Meine Ma und ich teilen uns diese Dachbodenwohnung nun. Sie überwintert ihre Canna-Pflanzen dort oben und lager dort einen Großteil meiner Bücher. Sowohl die, die ich bei Amazon verkaufe als auch die, die ich behalte.

IMG_4134Durch Umsortieren und Umlagern hat sich da oben ein regelrechtes Chaos entwickelt gehabt, welches ich nun in Angriff nahm. Kisten über Kisten stapelten sich. Mit der Zeit waren einige schon eher auseinanderfallend als noch brauchbar. Ich wollte auch Bücher los werden, also packte ich es an. Ich schaute alle 4 Regale durch und sortierte die Bücher aus, welche ich nicht mehr haben wollte. Da kam ganz schön was zusammen sag ich Euch. Andere Bücher, die von unserer Wohnung nach oben zum Behalten gewandert waren, sortierte ich ordentlich in die Regale ein. Nun schaute ich alle Bücher bei Amazon durch und stellte die zum Verkauf ein, die sich lohnten. Bücher für 1 Cent biete ich gar nicht erst an. Es blieben 3 Kisten übrig für den Müll. Mein Mann trug sie runter und ich besprach mich mit meinem Schwiegervater was er davon gern hätte. So packte ich eine Kiste, die mein Mann heute zu seinen Eltern schickt. Den Rest bot ich bei Facebook und Twitter zum Abholen gratis an, wollte aber niemand haben. Gut, dann wandert es morgen raus auf die Straße zum Papiermüll. Wir werden die Kisten offen lassen so dass Spaziergänger sich dran bedienen können. Das was übrig bleibt, nimmt dann die Müllabfuhr mit.

IMG_4143 Nun fragen sich Einige bestimmt, wieso ich die Bücher nicht in den Bücherschrank stelle. Simpel: Ich bekomme es da nicht hin transportiert. Sonst würde ich das tun. Aber ich kann die Bücher da nicht hinschleppen. Das übersteigt meine Möglichkeiten. Der Weg zum Bücherschrank – auch ohne Bücher im Gepäck – ist für mich schon eine echte Strapaze. Und mein Mann hat echt heftige Arbeitszeiten, so dass ich ihn damit sicherlich nicht belasten will.

Es reichte schon dass wir gemeinsam dann heute noch die Verkaufskisten umstapelten und umstrukturierten. Wir nahmen teils neue leere Kisten und entsorgten die defekten. Wir schauten die Ebay-Verkaufskisten durch und eine ganze Kiste wanderte in den Müll. Das lohnte sich nicht noch länger zu versuchen zu verkaufen. Dabei kramten wir auch 4 Bücherkisten hervor, welche ich früher bei Ebay anbat bis Ebay das mit dem kostenlosen Einstellen abschaffte und mittlerweile auf 100 Auktionen je Monat begrenzte. Diese werde ich in den nächsten Tagen auch noch durchsehen und aussortieren und dann weggeben oder aber wegwerfen. Das wird auch noch einiges an Zeit fressen. Danach werde ich einmal aktuellere Fotos meiner Bücherregale zeigen :)

Aber es hat sich gelohnt. Endlich wurde es ordentlich da oben und man findet endlich auch das wieder was man sucht. Das ist da oben neben dem Lagerplatz für meine Amazonverkäufe auch meine kleine externe Bibliothek. In meiner Wohnung lagern auch noch sehr sehr viele Bücher aber ich kann und will mir ein Leben ohne Bücher – ohne Lesen – nicht vorstellen. :) Ich liebe Bücher und genieße die Zeit in welcher ich in die Geschichten, Erfahrungen, das Wissen abtauche. Ich habe schon sehr viel aus Büchern gelernt. Lesen ist neben dem PC mein größtes Hobby.

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