Kopfhörer der Überklasse – P5 von Bowers & Wilkins

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Langsam müsst Ihr Euch sicher fragen: “Was ist denn hier bei Conny los. Wird sie noch zum Technik und Games-Blogger?” Lasst Euch sagen: Ich bin doch eh schon immer ein Allround-Blogger gewesen. :) Im Gegensatz zum eigentlichen Frauenbild, welches Männer gern mal per Klischee über Frauen haben, bin ich doch recht technikaffine.

Ich brauche weder Bedienungsanleitungen um einen Videorekorder (ja so Dinger existieren noch) zu programmieren noch benötige ich Hilfe bei dem Plattmachen eines PC’s und dem Neuaufsetzen. Wobei ich letzteres dennoch gern meinem Mann überlasse, es macht ihm halt Spaß und ich habe genug mit den Installationen und der Einrichtung danach zu tun. ;) Auch eine Stereoanlage aufzubauen und zu verkabeln ist für mich keine Herausforderung. Und ich schau auch gern einmal nach neusten technischen Entwicklungen.

Im Bereich Hi-Fi und Co. habe ich das jedoch schon viele Jahre ziemlich vernachlässigt. Aus Platzgründen steht z.b. unsere Anlage nur auf dem Dachboden. Man wirft CD’s heute eher mal in den DVD Player und hört nebenbei über die Sourround-Anlage oder den Fernseher. Ich zumindest….

Doch versaubeutelt man sich damit eigentlich jeglichen Klangerlebnis. Und da ich Omas Fernseher von nebenan noch dazu in einer Dauerbeschallung bei mir höre, tja da war es an der Zeit sich mal mit Kopfhörern zu befassen.

Zum Testen landete bei mir der P5 von Bowers & Wilkins. Früher nur auf dem Lautsprechermarkt vertreten, stellt Bowers & Wilkins seit Mitte 2011 auch Kopfhörer her.

Der Kopfhörer kommt in stabiler Umverpackung. Die gesamte Aufmachung ist edel von der Tasche bis hin zum Kopfhörer selbst. Eine luxuriöse Aufmachung aus Schafsleder und Metall.

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Es handelt sich um einen geschlossenem Kopfhörer mit besonders natürlichem Klang. Für diejenigen, die ihn an einem iPod oder iPhone benutzen, hat er auch noch ein Mikrofon integriert.

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Geliefert wird der Kopfhörer mit einer Aufbewahrungstasche, welche mir auch schon sehr gut gefällt. Gerade als Frau, die im Chaos ihrer XXL Handtasche manches Mal nichts wiederfindet, ist so ein Detail wichtig.

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Neben der Tasche finden sich noch eine Anleitung sowie ein MFi-Anschlusskabel mit Fernbedienung und Mikrofon und ein Klinkenadapter.

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Technische Daten:

Chassis 2 x 40 mm
Impedanz 26 Ohm
Frequenzumfang 10 Hz bis 20 kHz
Ausgangsleistung (Verstärker) 50 mW
Verzerrung Unter 1 %
Empfindlichkeit 115 dB/V bei 1 kHz
Eingänge Kopfhörer: 2,5-mm-Minibuchse
3,5-mm-Stereo-Klinkenstecker
Höhe 180 mm
Breite 150 mm
Tiefe Flach liegend 35 mm, beim Tragen 60 mm
Gewicht 195 g

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Besonders ansprechend finde ich dass die Ohrmuscheln austauschbar sind. Sie sind nur magnetisch gehalten aber das ist kein Minuspunkt, denn sie halten stabil. Im Innern ist es ebenfalls ein Leichtes die Kabel bei Bedarf auszutauschen. Da ich es normalerweise grundsätzlich schaffe irgendwann einen Kabelbruch zu verursachen, ist dies für mich besonders wichtig. Ein Kabelaustausch ist somit einfach und schnell vorzunehmen.

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Der Kopfhörer hat eine spezielle Konstruktion zur Minimierung der Nebengeräusche. Durch die ohraufliegende geschlossene Konstruktion war ich von vornherein für den P5 eingenommen. In-Ears sind nicht so mein Fall, da ich diese nie wirklich lange angenehm tragen kann. Den P5 jedoch kann ich ohne Begrenzung auf dem Kopf belassen. Die weichen Polster machen das Hörvergnügen auch körperlich angenehm und der verstellbare Kopfbügel sorgt für einen idealen Halt auf dem Kopf. Egal wie ich den Kopfhörer verwendete, es war nie unangenehm ihn zu tragen. Ob unterwegs, daheim auf der Couch, es gab nie ein Druckgefühl auf den Ohren oder sonstige Probleme. Für mich schon mal ein sehr wichtiges Kriterium.

Einzig mein Mann beschwerte sich dass er zu überdimensioniert für seinen Kopf wäre und er etwas doof damit aussehen würde, wenn er mit dem Kopfhörer draußen rumlaufe. Bei ihm hätte vermutlich die weiße Ausführung stylischer ausgesehen. Hingegen bei mir fügt sich der Kopfhörer perfekt in die Haarfarbe mit ein so dass er nicht so prägnant hervorsticht wie bei meinem Mann. Bei diesem Punkt kommt es aber sehr individuell auf die Kopfform des Nutzer an. Kopfhörer sind schon lange ein stylisches Accessoire geworden so dass sie ruhig auch hervorstechen dürfen. Doch wer wirklich Ahnung hat, dem ist es am Ende doch wichtiger wie er klingt.

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Das Klangerlebnis

Kommen wir zum wichtigsten Punkt eines Kopfhörers: der Klang.

Im P5 sind ultralineare Neodym-Magnete und optimierte Mylar-Membranen integriert worden, welche für einen vollen, klaren und unglaublich detailgetreuen Klang ohne künstliche Effekte sorgen sollen. Lasst mich Euch sagen: Das tun sie wirklich. Ich war nie ein Fan von “fetten Bässen” so dass ich mir hier beim Klangerlebnis voll abgeholt fühle. Ich war erstaunt über die klaren vollkommenden Klang. Sauber und weich. So manche Musik entdeckte ich für mich vollkommen neu.

Ich bin nun keine Fachfrau auf dem Gebiet der Kopfhörer, so dass ich mir für eine Beurteilung fachkundige Personen zu Rate zog. Als erstes natürlich meinen Mann. Nachdem ich ihm den Kopfhörer überreichte und er mit seinem Mp3 Player ein wenig hören durfte, konnte er mir nach einiger Zeit –  nachdem er es endlich schaffte den Mund vor Staunen wieder zu zubekommen – auch seine Meinung mitteilen. “Faszinierend geiler Klang” war das erste was seinem Mund entfleuchte. Danach begann er an sämtlichen Geräten unseres Haushaltes, die irgendein Geräusch von sich geben, den Kopfhörer auszutesten. Von Fernseher – wobei ich das wirklich übertrieben fand – bis hin zu PC, Discman, Walkman (ja sowas haben wir auch noch…..), Handy und Co. Wenn unsere Kaffeemaschine eine Kopfhörerbuchse gehabt hätte, er hätte ihn auch daran ausprobiert. Er war begeistert und begeistert. Muss ich erwähnen dass ich seitdem wirklich Schwierigkeiten hatte die Kopfhörer noch für mich selbst in die Finger zu bekommen????

So band ich meinen Mann als Tester mit ein und schickte ihn zur Arbeit, auf welche er den Kopfhörer mitnahm. Dort sollte er noch fachkundigerem Personal die Kopfhörer vorführen. In einem Elektronikfachmarkt finden sich so einige Hi-Fi Spezialisten mit Ahnung von Klang und Tonqualität. Das Ergebnis war mehr als eindeutig. Allesamt empfanden Tragekomfort und Hörerlebnis als außergewöhnlich gut und waren teils mehr als nur beeindruckt.

Das Hörerlebnis wird nur noch von MP3 getrübt.

MP3’s sind immer abgespeckte Versionen. Eigentlich ist es eine Schande MP3’s mit diesem Kopfhörer zu hören, denn sie sind seiner nicht würdig. Lieber sollte man auf eine echte CD zurück greifen. Diese Aussage wurde von einem wirklichen Fachmann auf dem Gebiet der Kopfhörer getroffen und ehrlich gesagt überzeugte mich diese Aussage am Ende vollkommen dass dieser Kopfhörer ein wahres Hörerlebnis-Schmuckstück ist.

Nutzung am Handy

Ganz aktuell habe ich die Klangqualität auch einmal am Handy mit dem neusten Facebook Messenger ausprobiert. Nun kann man mit diesem Sprachnachrichten am Handy aufnehmen und versenden und natürlich auch empfangen. Die Tonqualität der Nachrichten ist dank des Kopfhörers – auch im Vergleich zu meinen früheren Standardhorchmuscheln – sowas von glasklar, deutlich und verständlich dass das Hören der Stimmen einfach nur perfekt ist und mir die Nutzung dieser Sprachnachrichtenfunktion erst jetzt mit dem Kopfhörer Spaß macht. Man bekommt im Vergleich zum Hören pur am Handy einfach einen Lauscherheliumkompott bei dem Klang und der Deutlichkeit.

Fazit

Der Preis von etwa 270 Euro wird dem Otto-Normal-Hörer vermutlich als beträchtlich hoch erscheinen doch muss ich nach dieser Testerfahrung sagen dass der Kopfhörer jeden Cent wert ist. Hier stimmt einfach alles: Verarbeitung, Qualität, Design und Klang.

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