Das Leiden des Blacky

2013-05-31 18.37.41Wie Ihr wisst, ging es Blacky ganz und gar nicht gut. Am Dienstag hatte endlich unser Tierarzt auf und wir konnten mit Blacky zu unserem Tierarzt. Es tat mir die ganzen Tage im Herzen weh, sehen zu müssen wie er vor sich hinhumpelte und wie seine Hinterbeine lahmten. Er konnte sich kaum irgendwie im Stand halten. Der arme Kleine.

Unser Tierarzt eröffnete uns dann, dass es nicht nur eine Entzündung sei sondern er auf die Bandscheibe oder einen eingeklemmten Nerv tippe. Er müsse so schnell es geht in die Tierärztliche Hochschule und operiert werden, sonst würde es eine dauerhafte Lähmung werden. Der Schock saß tief. Sofort fuhr meine Ma mit Blacky in die Tierärztliche Hochschule, dort wurde innerhalb der Notfallsprechstunde untersucht. Termine sind natürlich nur Wochen im voraus zu bekommen…. somit zahlt man dann eine Extragebühr für Notfallsprechstunde, egal was soll’s. Nachdem wir erfuhren, dass wir mit ungefähr 3000 bis 4000 Euro nur für die OP rechnen müssen, war alles egal…. Er wurde untersucht und geröntgt, mit Ultraschall durchleuchtet und landete am Ende zum CT im Kernspintomograph und danach direkt auf dem OP Tisch. Es war ein Bandscheibenvorfall. Die halbe Bandscheibe wurde entfernt und das Rückenmark dadurch wieder entlastet.

2013-05-31 18.42.33Die OP verlief gut. Ich wurde dann einmal täglich angerufen und über seinen Zustand informiert, denn besuchen durften wir ihn nicht. Er solle sich nicht aufregen und nicht trauern wenn wir wieder gingen. Er bekam dort direkt am 2. Tag Krankengymnastik. Überhaupt geht es ihm nach der OP deutlich besser als von der Ärztin erwartet. Er konnte schon aufstehen und die Beine bewegen, versuchte sogar ein Bein zu heben und setzte selbst Urin ab. Bei vielen Hunden würde nach so einer OP erstmal gar nichts gehen. Im Vorfeld hieß es dass er zwischen 2 und 4 Wochen dort bleiben müsste. Doch schon nach 3 Tagen bekam ich den Anruf, dass ich ihn nun heute abholen dürfte. Somit war ich nur 4 Tage von ihm getrennt. Das freut mich natürlich, dass mein Kleiner so ein Kämpfer ist und so toll gesund wird. Um 16 Uhr holten wir ihn also ab. Er ist noch immer etwas schwach und braucht noch Hilfe beim Laufen aber es soll noch besser werden. Vor allem sein rechtes Hinterbein will nicht so wie er will. Er kann es oft nicht beugen. Er freute sich wie irre mich zu sehen. War mega aufgeregt und wollte hüpfen und auf mir rumklettern, aber genau das darf er ja nicht. War gar nicht so leicht ihn zu beruhigen.

Danach ging es nach Hause. Viel Laufen kann er noch nicht. Er ist wie ein Fähnchen im Orkan – so wackelig mit dem Hinterteil am hin und herschleudern. Aber er scheint soweit ok zu sein. Leider hat er Rötungen am Bauch, der Seite und einer Pfote bekommen. Diese müssen wir mit Wundheilsalbe behandeln und bis Montag beobachten. Nächsten Freitag sollen die Fäden auf dem Rücken gezogen werden.

Nun muss ich nur aufpassen, dass er nirgends hochspringt und nirgends runterspringt. Dabei liebte er es doch so im Fenster zu liegen und bei mir im Bett. Aber das ist zur Zeit alles noch verboten. Ob er überhaupt noch rumhüpfen darf, gut ist es eher nicht. Für 2 Monate hat er Hüpf und Fallverbot. Also werde ich ihn die erste Zeit in einem Laufstall in der Wohnung halten bzw. in der Küche mit einem Brett vor der Tür, so dass er mich sieht, aber eben nicht raus kommt. Das richte ich ihm dann schön her. Wird nicht einfach die erste Zeit aber noch muss es sein. Für wen das nun seltsam klingt mit dem Laufstall, genau das hat aber die Ärztin empfohlen. Vor allem nachts muss er drin bleiben. Tagsüber kann ich ihn, auch so rauslassen und aufpassen. Das geht auch. Nur Spielen mit den anderen Wuffels darf er nicht.

3 oder mehrfach täglich soll ich nun auch Krankengymnastik mit ihm machen. Auch mit einer Wärmedecke soll ich ihn behandeln. Das wird interessant werden, da ich noch nicht weiß, wie er darauf reagiert.

Ich bin einfach nur froh, dass mein Kleiner wieder daheim ist. Und für jeden der sich fragt, was die OP und alles drumherum bisher wirklich gekostet hat: Fast 3000 Euro. Die OP selbst mit Aufenthalt und Voruntersuchungen lag bei “nur” 2100 Euro, eben weil er so schnell wieder heim durfte. Aber das ist noch nicht das Ende der Kosten. Er braucht nun Krankengymnastik. Anfangs 3 Mal die Woche. Jede Behandlung kostet 25 Euro. Nach einem Monat nur noch 2 Mal die Woche und gegen Ende nur noch 1 Mal die Woche. Mindestens 6 Monate lang soll er die Krankengymnastik kriegen. Rechnet es Euch selbst aus, mir wird schlecht beim Gedanken dran……

One thought on “Das Leiden des Blacky

  1. Ist schon echt krass, was so eine OP kostet, aber ich hätte es auch gemacht! Ich sterbe auch immer halb, wenn es einem meiner Hunde nicht gut geht. Ich verstehe dich daher gut!

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