Auf nach Frankfurt: Wie Menschen Züge verpassen und wie gut mir Apfelwein trotz Schwangerschaft mundet

Wie Menschen Züge verpassen

Am Freitag machte ich mich frühzeitig  nach Frankfurt auf. Mit dem Zug ging es ganz gemütlich in meine hessische Lieblingsstadt, denn dort fand das 2. Treffen der dm-marken academy statt.

Mit leichtem Koffer stieg ich in den Zug ein. Auf meinem reservierten Sitzplatz saß ein älterer Herr und rutschte dann zum Fenster durch. Ein junger männlicherer Zugreisender hob mir meinen Koffer ins Gepäcknetz und happy ließ ich mich auf meinen Sitzplatz fallen, da noch weitere Fahrgäste zu ihren Sitzen wollten. Da sprach mich der Herr neben mir freundlich an: “Entschuldigen sie, aber ich glaube, Sie sind mir zu groß, ich würde mir dann gleich einen anderen Platz suchen.”

Ich musste lachen und meinte zu ihm, dass er mich dann erstmal in 4 Monaten sehen müsste und streichelte dabei über meinen Bauch. “Ach sind Sie schwanger?”, fragte mich dann die junge Frau gegenüber vom Tisch. “Jepp, mit Zwillingen”, erwiderte ich, woraufhin der Herr neben mir, mir gratulierte und schon befanden wir uns zu dritt in einem Gespräch über Schwangerschaft, Kinder und Familie allgemein. Von diesen Themen wechselten wir zur Politik, Wirtschaft und endeten sogar bei den Ansichten der heutigen Jugend. Dabei erfuhr ich, dass der Herr, welcher das Sich-Umsetzen wohl komplett vergessen hatte, über 80 Jahre alt war und auf dem Weg zum 50jährigen Klassentreffen war. Die Dame mir gegenüber kauft nur im Bio-Supermarkt und  freute sich darauf eine Freundin zu besuchen. Es war ein sehr interessantes Gespräch mit teils sehr unterschiedlichen Ansichten. Irgendwann meinte die Dame, dass ja nun bald Kassel käme, wo sie rausmüsste, woraufhin ich erwiderte, dass wir bereits vor 20 Minuten in Kassel gehalten hatten. Daraufhin wurde auch der Herr etwas bleich um die Nase, denn auch er wollte in Kassel aussteigen um nach Fulda weiterzufahren. Es blieb den Beiden nur übrig bis Frankfurt weiterzufahren. Auch der Nachbartisch war mittlerweile aufmerksam geworden und nahm Anteil an der ungeplanten Fahrtverlängerung.

Irgendwann kam der Kontrolleur vorbei und wir sprachen ihn an und die Herrschaften schilderten ihm ihr Missgeschick. Mit einem Lachen verlängerte er die Fahrscheine der Beiden so, dass sie von Frankfurt aus ohne Extrakosten zu ihren Zielen zurückfahren konnten und suchte ihnen auch direkt eine passende Verbindung heraus, die er ihnen auch auf den Fahrschein notierte. Dies ist eine reine Kulanzleistung und liegt im Ermessen des Personals. Ich fand das sehr freundlich und somit ist für den Herren und die Dame auch alles gut gegangen. Da die Dame nach Hanau wollte, war es für sie nicht mal ein großer Zeitverlust.

Wir unterhielten uns noch bis Frankfurt weiter und lachten über den Vorfall. Es war eine wirklich nette Fahrt und gegen deren Ende reichte mir der Herr vom Nachbartisch auch meinen Koffer wieder herunter, wofür ich mich lieb bedankte. :)

Mein Tag in Frankfurt

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Am Bahnhof wurde ich von einem lieben Freund abgeholt. Wir gingen zum gebuchten Hotel und er trug mir meinen Koffer hoch. Der Fahrstuhl wurde gerade gewartet, sodass ich dann auch statt der 3. Etage eine Umbuchung auf die 1. Etage bekam. Das wäre wirklich nicht drin gewesen. Ich bin dank meiner Babys echt schwerfällig bei Treppen geworden. Die Kurzatmigkeit macht mir bei Treppen doch sehr zu schaffen.

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Nachdem ich den Koffer abgestellt hatte, ging es auch schon ab nach Sachsenhausen. Wir wollten etwas essen und quatschen und das einfach tolle sonnige Wetter genießen. In einer gemütlichen Äppelwoi-Kneipe fanden wir uns ein und bestellten uns etwas Leckeres. Ich freute mich schon die ganzen Tage auf mein Schnitzel mit grüner Soße und Bratkartoffeln. Aber als Vorspeise gab es noch Handkäs mit Musik. Wahre Köstlichkeiten für meine norddeutsche Zunge. Ich liebe dieses Essen einfach.

“Willst keinen Ebbler dazu trinken?”, fragte mich meine Begleitung.
”Das geht doch nicht. Menno. Weißt Du doch.”, erwiderte ich mit einem Schmollmund.
“Klar geht das. Die haben Alkoholfreien!”, tönte es vom Nachbartisch.

Ich drehte mich um und sah eine Frau im ca. 8 Monat mit großem Bauch. Ich grinste und dankte Ihr für den Tipp, woraufhin ich mir sofort einen sauer-gespritzen alkoholfrei bestellte.

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Ich stellte das Foto vom Apfelwein direkt mal auf Instagram und Facebook und harrte der Kommentare, die da kommen. Es dauerte doch glatt 2 Stunden bis man anfing zu meckern, wie ich denn als Schwangere sowas trinken könnte. :))))) Natürlich klärte ich später auf. ;)

Zum Abendessen mit dm

Nach vielen tollen Stunden mit Quatschen, ging es für mich wieder zurück zum Hotel. Ich machte mich frisch, zog mich um und schon traf ich in der Lobby auf das dm team und die anderen Mädels. Auf ging es Essen ins Mongo’s.

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Was hatte ich für Sorgen, dass ich das Essen nicht vertrage….. nach meinen Erfahrungen mit dem China-Essen….. oh weh. Aber ich ließ mir von der Kellnerin die Allergiker-Liste geben, auf welcher ich sofort sehen konnte, wo Glutamat drin ist und wo nicht. Auch sah ich die Zutatenliste der Soßen und pickte mir dann einfach eine heraus, wo ich am ehesten vermutete, dass sie mir bekommt.

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Und es war so eine verdammt gute Wahl…. ich habe das Essen echt gemocht. Das war so verdammt lecker. Alles. Durch die Bank weg. Himmel, wie lecker. Köstlich.

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Es war ein echt netter Abend. Wir quatschten gut und ich fiel richtig müde und vollgefuttert ins Bettchen und freute mich schon auf den nächsten Tag. :)

Hier gibts noch weitere Fotos vom Event >>>

3 thoughts on “Auf nach Frankfurt: Wie Menschen Züge verpassen und wie gut mir Apfelwein trotz Schwangerschaft mundet

  1. Ich muss echt soooo lachen, sorry. Das ist so richtig typisch. Immer nur von den eigenen Erfahrungen auf Andere schließen. Enge Weltsicht lässt keinen Freiraum für Eventualitäten. Da wird nicht gefragt, ob man überhaupt aufgegessen hat. Und man denkt auch nicht darüber nach, ob die Nachspeisenplatte eigentlich für 1, 2 oder gar 3 Personen gedacht war. Und darüber zu sinnieren, in welchem Größenverhältnis eigentlich die Fotoaufnahme zur realistischen Größe der Schale oder des Tellers, kommt erst gar nicht in Frage.

  2. :D
    Nicht ‚auch wenn‘, sondern ‚obwohl‘ Du schwanger bist… Das ist doch das eigentliche Problem ;)
    Und selbst wenn Du die fünf weiteren Male zum Büffet nicht gezeigt hättest… solange es geschmeckt hat :)

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