24. SSW – Bluthochdruck und die ersten spürbaren Tritte nach außen

Ich bin mittlerweile in der 24. SSW. Wie die Zeit doch rennt. Es kommt mir noch wie gestern vor, dass ich den Schwangerschaftstest in der Hand hielt und dachte “WTF echt?”. Und nun sitze ich hier, rücke ein Stück vom Schreibtisch ab, weil mein Bauch schon so gewachsen ist, dass ich nimmer ganz dran sitzen kann.

Die nächste Hürde

Mit dem Erreichen der 24. SSW hat man laut Schwangerschaftskalender wieder eine große Hürde im Verlauf der Schwangerschaft genommen. Ab jetzt gelten die Babys nämlich als lebensfähig. Der Stand der heutigen Medizin räumt den Babys bei der jetzigen Entwicklung eine echte Chance ein, sollte es zu einer Frühgeburt kommen. Das beruhigt das Mamaherz dann doch irgendwie ein wenig, auch wenn ich mir darüber ehrlich gesagt nie echte Gedanken gemacht habe. Wieso, kann ich noch immer nicht erklären oder begründen. Ist einfach so. :)

Bluthochdruck

Ich musste vor ca. 2 Wochen eine 24-Stunden Blutdruckmessung machen. Die Ergebnisse lagen schnell vor. Grenzwertig. Mein Hausarzt wollte hier noch nicht mit Tabletten eingreifen und gab die Werte an meine Frauenärztin zur Behandlungsentscheidung weiter. Diese entschied am Donnerstag: 3 x täglich Presinol 125mg. Die weiteren Kontrollen und die Einstellung der Tablettendosis auf Dauer soll dann jedoch mein Hausarzt übernehmen.  Da ich dieses Wochenende noch meinen Geburtsvorbereitungskurs habe, beginne ich mit den Tabletten erst am Montag. Ich weiß noch von früher, wie heftig die Blutdruckachterbahn und die Müdigkeit bei Beginn sein kann, das will ich mir nicht während des Kurses antun und da mein Hausarzt es nur als grenzwertig einordnete, sehe ich bei 3 Tagen Aufschub auch kein Problem. Vor allem weil mein Blutdruckmessgerät daheim mir recht gute Werte eigentlich anzeigt.

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Der wachsende Bauch

Immer mehr wächst mein Bauch. Ich merke den veränderten Gang – den Watschelgang der Schwangeren. Freunde haben sich schon köstlich amüsiert und mich imitiert. #fies :-D Ich merke immer wieder Behinderungen durch den Bauch. Bücken fällt mir schwer. Mir wird beim Beugen schnell übel und die Atemluft wird knapp. Das Anziehen der Kompressionsstrümpfe ist ein wahrer Horror, das Ausziehen nicht minder schwierig. Seit ca. 2 Tagen ist nun auch die Linea nigra bei mir auf dem Bauch sichtbar. Bei dieser handelt es sich um einen braunen Strich (eine Bindegewebsnaht) vom Bauchnabel bis zum Schambein.

Sonstige Wehwehchen

Das Leiden ansonsten ist ziemlich “normal”. Meine Fibro beginnt zuzuschlagen. Muskelschmerzen behindern meine Bewegungsfähigkeiten zusätzlich. Auch muss ich dauernd aufpassen, dass ich nicht unterzuckere. Unterzucker kann eine Fehlgeburt auslösen bzw. in meinem Fall nur noch eine Frühgeburt, was aber niemand haben will. Verständlicherweise. Daher messe ich momentan noch mehr als vorher und achte noch mehr darauf, dass alles im Rahmen ist. Da mein Eisenwert grenzwertig wurde, muss ich nun 3 x täglich Kräuterblut zu mir nehmen. Ist sogar recht lecker. Nachts quälen mich immer mal wieder Nackenverspannungen, die zu Kopfschmerzen reifen, sowie einschlafende Arme und brennende Oberschenkel. Dazu natürlich das stetige nächtliche Aufstehen für den Toilettengang…. Schlaf ist ein hohes Gut. Ich klaube mir selbigen regelrecht Stückchenweise zusammen…..

Die ersten spürbaren Tritte nach außen

Seit nun 3 Tagen kann man die ersten Tritte auch von außen spüren. Gestern war ein sehr aktiver “Ich trete die Mama wie ich lustig bin”-Tag. Immer wenn ich meinen Mann rief, dass er mal fühlen kommen soll….Schweigen im Babybauchwalde…. Die Kids wollten ihn partout nicht treten. Erst am Abend im Geburtsvorbereitungskurs bekam mein Mann seine ersten Tritte ab. Am ersten Tag fühlte es sich fast an wie Muskelkrämpfe, wenn ein Tritt mich traf, doch gestern wackelte dann schon kräftig der Bauch, wenn ein Fuß von innen gegen haute. Kräftige Burschen scheinen in mir zu sein. :)

Vom Geburtsvorbereitungskurs berichte ich Euch nochmals gesondert, sobald er rum ist. :)

© Foto PublicDomainPictures / pixabay

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