Die erste Woche daheim

Conny2

Letzte Woche Montag holten wir die Kinder aus dem Krankenhaus ab. Wir mussten noch 4 Stunden warten, da bei Basti noch ein Herzultraschall vorgenommen wurde. Beide Jungs hatten wohl ein auffälliges Herzgeräusch, was sich jedoch bei keinem von Beiden als relevant herausstellte. Jedoch ist die Verbindung im Blutkreislauf zwischen Herz und Lunge bei Basti noch nicht geschlossen. Normalerweise schließt sich diese 3 Tage nach der Geburt, doch bei Frühchen kann sich dies verzögern. Es bedeutet erst mal noch nichts, außer dass ich in ca. 3 Wochen zu einem Kinder-Kardiologen muss und er dort Basti nochmal kontrolliert.

Auf geht es nach Hause

Die Heimfahrt mit den Jungs gestaltete sich humorvoll. Wir hatten im Auto die Babysitze eingebaut und ein paar Babyschalen zum Tragen mitgenommen. Die Jungs sahen in diesen Schalen aus wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Und mit den Mützen hatten sie etwas aus einem Mix von Soldaten in Tarnkleidung und Gangster-Rappern. *kicher* Wir kamen bei kühlem stürmischen Wetter dann abends um 19:15 Uhr zum Auto und stellten dort fest, dass wir zwar 1A die Sitze eingebaut hatten, diese aber noch auf mittlere Kindergröße eingestellt waren…. Da es uns zu kühl für lange Umbauaktionen war, bauten wir schnell die Sitze aus und stattdessen die Kinderschalen ein. Die Fahrt ging dann auch gut los, doch auf halber Strecke mussten wir einmal anhalten, weil Alex ausgiebig spuckte. Er mochte wohl Papas sanften Fahrstil nicht.;-)  Danach waren die Kids so ruhig, dass wir uns schon fragten, ob alles ok sei. War es aber. :) Der Papa fuhr vor’s Haus und trug die Kleinen hinauf. Dort legten wir sie in unseren Zwillings-Stuben-Laufstall-Wagen. Als wir uns später aufs Sofa setzten, schnupperten die Hunde interessiert an den Hintern der Kinder und waren danach friedlich. Sie zeigten kaum noch Interesse an den kleinen Wesen, schauten höchstens Mal was das ist, wenn es komische Geräusche von sich gab. ;)

Daheim las ich in aller Ruhe die Entlassungsbriefe und war irritiert. Wie kann es sein, dass bei Alex angeblich die Lungenreife unvollständig war, bei Basti jedoch einmal durchgeführt wäre. Damit ist meine Lungenreifespritze gemeint…. ich hab ja wohl kaum in der Schwangerschaft ein Kind mal eben extern ausgelagert…. Der Brief wird korrigiert. Was mich jedoch auch wunderte: Es hieß darin, ich hätte 3 Stunden vor der Geburt einen Blasensprung gehabt. Das ist mir mal was ganz Neues. Ich jedenfalls weiß davon nichts….

Auch bin ich über Bastis Blutgruppe verwundert. Auf der Frühchenstation hieß es, dass beide Jungs A negativ hätten. So wurde es mir gesagt, aber Basti hat laut allen Schreiben 0 negativ. Ich werde dies vorsorglich mal mit der Kinderärztin besprechen und gegenprüfen lassen. Es sind mir eindeutig zu viele Fehler passiert, als dass ich das nun unkontrolliert lassen würde.

Kinderzimmer-Updates

Da fällt mir ein, ich habe Euch noch gar nicht die Kinderzimmer-Updates gezeigt. Wir haben den Abend bevor wir die Kinder holten, nämlich noch ein wenig verschönert. :) Es machte doch gleich 5 mal soviel Freude, zusammen mit dem Ehemann, die Wandaufkleber anzubringen für Kinder, die bereits auf der Welt sind. Irgendwie war das einfach noch schöner, in Vorfreude auf den nächsten Tag :)

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Als Familie daheim

Von Anfang an lief alles sehr friedlich und entspannt hier daheim. Mein Mann ist ein wahrer Goldschatz. Er reißt sich regelrecht darum die Kinder zu versorgen. Wir sitzen mal abwechselnd, mal zusammen auf dem Sofa und füttern. Oder es läuft Hand in Hand, während ich wickele, macht er die Fläschchen oder umgekehrt. Ohne große Worte, ohne Stress oder Hektik. Die Hebamme war die Woche 3 Mal da und wog die Kleinen. Sie zeigte 2 oder 3 Dinge und beantwortete ein paar wenige Fragen. Im Großen und Ganzen gab es gar nicht viel, was ich mit ihr zu besprechen hatte. Es läuft einfach alles gut und viele Dinge, weiß man auch schon vom Lesen oder aus Instinkt. Aber auf der Frühchenstation hatte ich auch schon einiges an Erfahrungen sammeln können, was den Umgang daheim einfacher machte. Für mich war es überraschend, wie natürlich und selbstverständlich sich alles in Bezug auf die Kids anfühlte. Die Hibbeligkeit von davor und die Angst vor dem “daheim mit 2 Babys” war wie weggeblasen. Das Tragen, das Versorgen, das Kuscheln…. alles war so selbstverständlich und fühlte sich einfach richtig an.

Mein Mann war stolz, wie schnell Basti sein Fläschchen leerte…. tja nur war leider die Flasche undicht und am Ende mehr auf Bastis Body als in Basti xD

Gesundheitlich noch nicht ganz wiederhergestellt

10585523_826266920740780_1758790277_nDass mein Mann derzeit 2 Wochen Urlaub hat, ist dazu ein Segen. Da ich körperlich noch nicht wirklich voll da bin, ist er mir eine große Hilfe. Ich leide noch unter Eisenmangel, da man im Krankenhaus selbigen einfach 3 Wochen nicht behandelt hat. Ist wohl “untergangen”. Aufgrund des Mangelzustandes, fühlte ich mich schnell müde und dazu ist meine Haut trocken wie die Wüste. Aber dank der Eisentabletten wird es langsam….  2 mal täglich kommt jemand von der häuslichen Krankenpflege vorbei und versorgt meine Wunde. Diese hatte bei Entlassung aus dem Krankenhaus noch 3 offene Stellen, die sich daheim nun endlich geschlossen haben. Doch die Verhärtungen sind weiterhin hart, der Bauch halb taub und der ganze Bereich irgendwie “seltsam”. Im Innern zieht und brennt es immer noch und je länger ich auf den Beinen bin, umso mehr sammelt sich Wasser dort an und die Schmerzen verstärken sich. Langes Laufen funktioniert noch nicht, aber wird besser und besser. Ich schleiche wie eine Schnecke und watschel zeitgleich wie eine Ente, aber ich komme ans Ziel. :-D Innerhalb der Wohnung komme ich aber sehr gut klar. :)

Mein Zucker ist momentan recht gut im Griff. Ich spritze nur sehr wenig und mittags teils gar kein Insulin und gönne mir sogar wieder ohne Sorgen Obst und Obst und Obst. Ich hab seitdem Milcheinschuss ewig Hunger auf frisches Obst. Einfach lecker. :) Und meine Diabetes macht es zur Mittagszeit auch gut mit. Nur morgens und abends muss ich aufpassen, dass ich extra spritze, damit mir der Blutzucker nicht gen 200 explodiert.

Einzig mein Schmerzpegel der Fibromyalgie nervt mich ein wenig. Diese schlägt noch immer sehr stark momentan zu. Aber da weiß ich, wie ich es hinbekomme, damit umzugehen. Das wird mit der Zeit auch wieder besser. :)

Wo kann ich Beantragen meinen Mann nochmal zu heiraten?
Nachts um 5 …. Babys muckeln und haben Hunger…..
„Schatz… bleib liegen. Du musst doch früh raus zum Doc und so. Ich mach schon.“

Mein Gewicht

10637929_826266870740785_1003875140_nIn der Schwangerschaft hatte ich über 20 Kilo zugenommen. Zuletzt wog ich 160 Kilo. Das waren somit 22 Kilo Zunahme. Ein starkes Paket, was ich da an Gewicht mit mir rumtragen musste. Ich merkte es deutlich. Als ich wenige Tage nach der Geburt auf die Waage stiegt, war es niederschmetternd…. 4,5 Kilo nur verloren. Die Waage zeigte fiese 155,5 kg an. Ich war frustriert…. die Kinder wogen bei Geburt knapp 4 Kilo…. die 2 Placenta, das Fruchtwasser…. das war doch nun auch weg…. wie konnte die Waage nur so wenig Verlust anzeigen? Ja, ich wusste, dass ich noch Wasser im Körper hatte, doch wie viel konnte das gewichtstechnisch schon sein? Die Waage betrat ich von da an im Krankenhaus nicht mehr. Es fragte mich sowieso kein Arzt nach meinem Gewicht, daher blendete ich das einfach mal aus. Nach der Stillzeit, sagte ich zu mir, da kann ich mich dann drum kümmern.

Nun war ich am Freitag zur Kontrolle beim Frauenarzt und ging dort von mir aus erneut auf der Waage. Die stand da gerade neben mir… Und dieses Mal bekam ich ein Hochgefühl. 146 Kilo zeigte sie mir an. Ich war echt erstaunt und überrascht. Dass ich Wasser verloren hatte, hatte ich schon an dem Tag bemerkt, als wir die Kinder aus dem Krankenhaus holten. Es gab dort einen Stuhl, in welchem ich direkt einen Tag nach der Entbindung mich setzte und mich eingezwängt fühlte. Meine Oberschenkel waren sehr eng an die Lehnen gequetscht. Es war nicht angenehm. Und am Tag der Abholung, setzte ich mich genau in diesen Stuhl und hatte Luft zwischen Lehnen und meinen Oberschenkeln. Da ahnte ich bereits, dass sich was getan hat. Doch bei Weitem hatte ich nicht mit 10 Kilo weniger gerechnet.

Somit sind es derzeit “nur” 8 Kilo mehr als vor der Schwangerschaft. Das freut mich ungemein, denn noch immer kämpfe ich mit Wassereinlagerungen in den Beinen und im Bauch gegen die ich ab nächster Woche 2 mal die Woche Lymphdrainagen daheim bekommen werde. Ich hatte zu Beginn der Schwangerschaft schon arg mir Sorgen gemacht, wie viele Kilos mir wohl erhalten bleiben und nach dem ersten Wiegen sah ich mich schon bestätigt, doch nun freue ich mich, dass es nicht so schlimm ist, wie ich erwartet hatte. Erwarte das Schlimmste und freue Dich, wenn es ganz anders kommt. :) An dieser Stelle absolut zutreffend.

Muss ich meinen 4 Wochen alten Söhnen echt schon Anatomie beibringen?
Papa hat keine Milchbar…. da muss man nix „suchen“.
xD

Der erste Blick in den Spiegel

3 Wochen im Krankenhaus fragte ich mich, wie wohl mein Bauch nun aussieht. Wie schlimm hat die Schwangerschaft meine Figur ruiniert? Wer nun sagt, als Dicke hat man doch eh schon eine ruinierte Figur, dem sei seine Meinung gelassen. ;) Ich war einfach neugierig, was die Schwangerschaft für Auswirkungen auf meinen Körper hatte, mit denen ich weiterhin dann leben muss. Im Krankenhaus gab es nirgends einen Ganzkörper-Spiegel und ich war einfach tierisch neugierig. Daheim ging es somit direkt mal vor meine Schlafzimmerspiegel. Dass mein Bauch etwas absackte, war mir vorher klar und das ist auch passiert, doch nicht so schlimm, wie ich vermutet hatte. Dies kann aber auch noch an den Verhärtungen liegen. Es sieht derzeit aus, als wenn ich 2 Kugeln in meinem Unterleib habe, wie diese sich entwickeln, bleibt abzuwarten. Im besten Fall wird mein Körper diese einfach abtragen. Aber im Großen und Ganzen ist die Figurveränderung im Rahmen und ich muss mich nicht heulend von einer Klippe stürzen.  ;) Und nicht ein einziger neuer Schwangerschaftsstreifen ist dazu gekommen. Mhh, hatten wohl einfach keinen Platz mehr, weil da schon so viele waren. xD

Aufwachen und hören: Schatz, schlaf weiter, Kinder sind schon gewickelt und gefüttert….

Die ersten Besuche und Geschenke

IMG_5722Meine Tante Tata war die Tage mit Kuchen vorbei gekommen. Sie hat den Lütten je ein Paar Söckchen gestrickt. Von einem meiner Onkel und Tanten bekamen unsere Jungs 2 Schnuffeltuchtiere. Einen Drachen und einen Bären. Total süß. Meine Großeltern schenkten etwas für das Sparschweinchen. Helene und ihre Tochter Vanessa waren auch die Tage hier und überreichten uns das erste Essbesteck für die Jungs. Darauf sind Dschungelmotive. Sieht cool aus und wird den Jungs später garantiert gefallen.

In der nächsten Woche kommen meine Schwiegereltern uns besuchen und können dann endlich auch ihre Enkel kennenlernen. Da freuen wir uns besonders drauf, da sie viele Kilometer von uns entfernt wohnen. Und ab dem 1. September bin ich dann allein mit den Jungs daheim. Die nächste Hürde, die zu meistern gilt. Da die Zwerge derzeit mit Blähungen kämpfen und auch beide an den selben Stellen etwas wund sind, habe ich schon einen guten Vorgeschmack darauf, wie es sich anfühlt, sich 4 Hände mehr zu wünschen :) Aber bisher klappt alles, mit viel Geduld, Ruhe und Übung. ;)

4 thoughts on “Die erste Woche daheim

  1. Huhu,

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinen beiden Jungs. Wie es sich anhört, macht ihr das ganz ganz prima und souverän.
    Dein Geburtsbericht, der Kaiserschnitt…. das klingt alles sehr nach dem was ich durchgemacht habe. Lass dich beruhigen, die Narbe am Bauch wird verheilen, meine Narbe sieht mittlerweile super aus, auch wenn ca. 8 Wochen zwei offene Stellen hatte. Das war echt übel, gerade wenn man die Narbe mal nicht so eben belüften kann wegen dem Überhang…
    Anfangs tat wirklich jeder Schritt weh, ich bin rumgeschlichen wie ne alte Dame.. aber je länger man geht, desto besser ging es.

    Lass dir Zeit und genieß das Mamasein in vollen Zügen – die Kleinen werden so schnell groß. Meine Kleine wird bald schon ein Jahr alt.

    Liebe Grüße

    Ivonne

  2. Auch dass Väter sich um ihre Kinder kümmern, sollte selbstverständlich sein und nicht als „Hilfe“ gelten..

  3. Hallo Conny,
    Toll, dass es mit euren 2 Jungs so gut klappt und dass es ihnen so gut geht. Ich freue mich immer, wenn ich einen neuen Blogeintrag bei dir entdecke! 1 Monat noch, dann hab ich auch meinen Kleinen hier. Solange darf er noch ein bisschen in Mamas Bauch zulegen.
    LG

  4. Danke Ivonne :)
    Meine Narbe sieht schon gut aus. Da gibbet nichts zu meckern. :) Das Rumschleichen wie eine Oma – jepp hatte ich auch. Nun ist es besser aber ich bleibe noch langsam :-D

    Charlotte – sicher sollte es das gesellschaftlich sein, doch sollte niemals Hilfe jeglicher Art als selbstverständlich empfunden werden ohne dankbar dafür zu sein. Selbstverständlichkeit hin oder her. Danke zu sagen, Dankbarkeit zu zeigen, da bricht einem kein Zacken aus der Krone. Selbst zu den Krankenschwestern sagte ich immer wieder danke für ihre Hilfe beim Ankleiden oder wenn sie mir das Essen brachten, weil ich es nicht konnte. Es ist sogar ihr Job das zu tun, aber ich bin dennoch dankbar dafür und kann es auch zeigen :) Das Leben ist viel schöner, für einen selbst und für die Anderen, wenn man einfach mal danke sagt.

    Miou, hab eine tolle Restkugelzeit :)

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