Mein Kurztrip nach Frankreich

Vor fast 20 Jahren war ich Schülerin der Ricarda Huch Schule in Hannover. Ich war in der 10. Klasse und dank meiner Eltern durfte ich mich zum Schüleraustausch mit der Partnerschule in Rouen anmelden. Im Februar kamen die französischen Schüler für 2 Wochen in unsere Stadt. Da mein Zimmer recht klein war, erlaubten meine Eltern, dass Lucile und ich in dieser Zeit die Dachbodenwohnung als Behausung nutzen durften. Nachdem Lucile wieder in ihre Heimat fuhr, schaffte ich es meinen Dad zu beknien mir die Dachbodenwohnung zu überlassen. So kam es, dass ich mit fast 16 Jahren in meine erste eigene Wohnung zog, ohne Küche und ohne Bad und Toilette, nur 2,5 Zimmerchen mit ca. 25qm Fläche aber MEINS. zur Toilette musste ich 2 Treppen im Treppenhaus hinunter. Zum Duschen und Essen natürlich weiterhin in die Wohnung meiner Eltern. Aber es war toll. Mein kleines Reich. Später kaufte ich Kochplatten, baute eine Spüle an, denn einen Kalt-Wasser-Anschluss hatte ich und machte es mir mit den Jahren echt gemütlich da oben.  Der Frankreich-Austausch hatte sich für mich schon da gelohnt. Doch das aufregendste kam noch: Ich fuhr im Mai nach Rouen zu meiner Austauschschülerin.

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In Rouen verblieb ich 2 Wochen. Ich war fern der anderen Mitschüler auf einem Bauernhof untergebracht. Ich hütete Kühe, wurde einmal von einem Stier gejagt und musste jeden Morgen sehr früh aufstehen um pünktlich in Rouen in der Schule zu sein. Es war eine tolle Erfahrung. Mein Französisch war nie besonders gut, doch es reichte um das Meiste zu verstehen. Am Ende träumte ich sogar auf Französisch, nur doof, dass ich nicht wusste, was ich selbst im Traum erzählt hatte…. Spaß beiseite, es war eine schöne Zeit. Ich war damals das erste Mal am Meer, bei regnerischem Wetter am Steinstrand, doch ich fand es wunderschön. Die Weite des Meeres, ich konnte mich nicht satt sehen.

Fast 20 Jahre ist dies nun her.

Und nun nach dieser langen Zeit war ich wieder in Frankreich. Nicht Rouen war mein Reiseziel sondern Marseille.

Mittags stieg ich in Hannover mit einem Lächeln in den Flieger. Ich hatte vor dem Boarding noch ein Brötchen gekauft und beim Essen eine ältere Dame kennengelernt, die auf dem Weg zu ihrer Tochter nach Rom war. Ihre Enkel sollten getauft werden und sie freute sich sehr auf das Wiedersehen. Es war ein sehr nettes und interessantes Gespräch. Ich mag das Fliegen sehr, doch habe ich ehrlich gesagt nicht viel vom Flug mitbekommen. Der heimische durch die Zwillinge verursachte Schlafmangel machte sich bemerkbar und ließ mich kurz nach dem Start ins Traumland entschwinden.

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In München war der Weg zu meinem Gate weit. Mein Nachziehköfferchen aus meiner Zeit als Versicherungskauffrau im Außendienst hatte eine Schraube am Griff locker. Ich merkte beim Nachziehen, wie diese sich mehr und mehr rausschob. Nun stand ich da, lief und lief eine Ewigkeit bis zu meinem Gate und traf auf einen Juwelier. Ich erfragte einen Schraubenzieher und erfuhr, dass die Menschen schon viel verrücktere Dinge bei diesem angefragt hatten. Nun war mein Köfferchen wieder ganz und ich konnte weiter wandern. Bei einer Apotheke schenkte man mir eine Bachblütensalbe, ich weiß bis jetzt nicht wieso, und kam dann nach einer gefühlten Ewigkeit an meinem Gate zum Weiterflug an. Auch im Flieger nach Marseille entschlief ich ins Traumland, sodass ich gut erholt und wach in Frankreich ankam.

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Vom Flughafen ging es direkt zum Hotel Intercontinental, wo ich ein wirklich schönes Zimmer bezog. Im Intercontinental gibt es übrigens auch sehr gute Hotelkosmetik, die ich bereits einmal getestet habe. Ich machte mich frisch und begab mich nach unten. Mit einem Shuttle ging es zum gemeinsamen Abendessen.

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Das Restaurant lag direkt am Meer mit einem wahnsinnig tollen Ausblick auf die untergehende Sonne. Es war wunderschön.

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Das Essen war ebenfalls sehr interessant. Als absoluter Käsefan war mir der Salat und die Käseplatte ein absoluter Gaumenschmaus. Auf der Hotelterrasse klang der Abend bei einem letzten Glas Cola aus.

Am nächsten Morgen startete ich nach 4 Stunden Schlaf (dank Babys bin ich auf Kurzschlaf programmiert) mit einem leckeren Frühstück in den Tag.

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Es ging zuerst zum Chateau Pont-Royal. Wunderschön gelegen war ich von dem Inneren sofort begeistert. Doch ich verblieb nicht lange, denn ich wollte mit dem neuen VW Caddy die Gegend erkunden und vor allem den Caddy selbst erkunden.

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Ich fuhr zunächst zur Seifenfabrik BleuJaune. Dort angekommen war ich im Kosmetikhimmel. Die Dolmetscherin waren noch nicht da und die Eigentümerin der Seifenfabrik sprach nur Französisch. Also kramte ich in den verstaubten Erinnerungen meiner Schulzeit und fand darin noch genügend Wissen, um sowohl die Erläuterungen der Herstellung von Duftkerzen und Seife zu folgen als auch um Nachfragen zu stellen und mich für den gereichten Kaffee zu bedanken. :) Auch im späteren eher privaten Gespräch verstand ich immerhin noch 80%, was mich persönlich sehr überraschte. Meine Schulzeit ist halt schon sehr lange her und ich war nie ein Sprachtalent. Mir gefiel die Seifenfabrik unheimlich gut und es war ein wundervoller Zwischenstop.

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Doch ich wollte wieder hinaus auf die Straße. Also fuhr ich los. Kreuz und quer durch die Umgebung. Ich genoss das wundervolle Wetter, es war warm und die Sonne schien. Das Fahren mit dem Caddy machte mir zudem wirklich Laune.

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Alle schönen Ausflüge enden irgendwann und so fand ich mich am frühen Nachmittag wieder in Marseille am Flughafen ein. Die Heimreise stand an und was soll ich sagen: Ich schlief erneut ein. In Frankfurt musste ich wieder ewig weit zum nächsten Gate laufen und das sogar unter Zeitdruck. Ich war fix und alle als ich beim Gate ankam, dabei hatte ich sogar noch 10 Minuten übrig. Wenn es um wichtige Termine geht, wie eben Abflüge, bin ich gern mehr als überpünktlich.

Gegen 23 Uhr war ich wieder daheim und kuschelte mich recht schnell in die Federn. Um 2 Uhr früh durfte ich dann Klein Alex in den Arm nehmen und Hallo sagen. Um 5 Uhr früh begrüßte mich dann auch schon Klein Basti. Auch wenn Frankreich wunderschön war, nirgends ist es doch schöner als zuhause. Auch um 2 und 5 Uhr morgens mit Babygeschrei und verdammt wenig Schlaf. ;)

Hier gibt es weitere Fotos meines Aufenthaltes: Seifenfabrik, VW Caddy und Impressionen

Hier findet Ihr die Videos, die ich zum VW Caddy gedreht habe >>>

Hier ist der Bericht über die Seifenfabrik >>>

Und so hat mir der VW Caddy im Hinblick auf seine Familientauglichkeit gefallen >>>

Und hier sind Fotos von meinem Tag am Meer im Jahre 1996  >>> (für die ganz Neugierigen unter Euch)

2 thoughts on “Mein Kurztrip nach Frankreich

  1. Schön, dass es dir in Marseille gefallen hat. Nur fände ich es persönlich toll, wenn du Übersetzerinnen mit Dolmetscherinnen austauschen könntest. Sind zwei verschiedene Berufsgruppen, ich studiere gerade beides und krieg jedes Mal nen Koller, wenn jemand sagt, dass Übersetzer sprachlich übersetzen. Das machen die Dolmetscher ;D

    Liebe Grüße

    Magali

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