Mein erster Besuch auf der Infa

Die Infa   ist die Hausfrauenmesse schlechthin. Ich erinnere mich seit eh und je daran, wie meine Oma jedes Jahr ihre Schwester einsammelte und ab gingen die Geschwister zur Einkaufsmesse. “Hausfrauenmesse – das ist nur was für alte Leute.”, dachte ich immer und muss nun eingestehen, dass ich wohl alt bin. Nein, die Infa ist nicht nur für alte Leute, wahrlich nicht. Ich war dieses Jahr zum allerersten Mal auf der Infa. Wanderte von Themenhalle zu Themenhalle. Manches interessierte mich, vieles gar nicht. Bauen und Wohnen, Strickwelten – nein damit ködert man mich nicht. Handarbeiten sind nicht mein Gebiet und Bauen und Wohnen ist irgendwie über meinem Geldbeutel. Oder sagen wir so: Es steht kein Bettenkauf an, ich brauch kein neues Wohnzimmer oder eine neue Küche. Daher war das für mich unspannend.

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In der Weihnachtshöllehalle blieb ich fern all der Leckerei Angebote. Marzipankuchen hier, Marzipaneis dort. Eine halbe Fresshalle, wie mir schien. Ein paar Weihnachtsbäume und verdammt knuddelige Schildkröten bei denen es mir schwer fiel keine zu kaufen. Ich habe nämlich schon einige dieser Viehcher und finde sie sehr süß. Aber ich blieb stark.

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Ansonsten bot die Weihnachtshalle durchaus nette Dinge zum Ansehen, aber ich brauche davon einfach nichts.

Dann gab es noch die Beauty & Style Halle, wo ich jedoch mehr Style als Beauty sah. Wenn es Beauty war, dann eher Wellness und Möchtegern-Heilzeug. Ich entdeckte nicht wirklich spannendes. Auch der Balance Bereich war nix für mich.

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Die absolut typische Hausfrauen Halle ist ja wohl die Markthalle. Kaum das ich das bunte Treiben erblickte, erschien vor meinem geistigen Auge meine Oma vor mir. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie sie mit ihrer Schwester hier entlang flitzte. Die große Tasche an ihren Körper gepresst immer leicht nach vorn gebeugt von Stand zu Stand laufend, stehen bleibend und dann um Proben und Gratiskram feilschend . Danach von ihrer Schwester am Arm gegriffen und weggezogen, schimpfend weitergehend. Oma war ein Kandidat für jegliche “Angebote”. Beim Wandeln durch die Gänge dachte ich mehr als einmal “Nepper, Schlepper, Bauernfänger”. Als ich voller Stolz dem Salamistand trotzte erlag mein Widerstand zum Einkauf dann beim Käsestand. Ich bin ein absoluter Käsefän und da konnte ich nicht vorbeigehen…. 2 Sorten schmeckten köstlich und so durften knapp 300g mit heimkommen…. da war man schon über 20 Euro los….

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Der Basar der Nationen war auch eine sehr spannende Sache, wenn man denn Hunger hatte und sich durchmampfen wollte. Hatte ich nicht, aber die Gerüche waren toll. Auch gab es einige schöne Kindersachen, die mir jedoch aufgrund des hohen Preises einfach nicht zusagten. 

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Ein nettes Extra waren die Oldtimer, welche es draußen zu bestaunen gab.

Es war auf jeden Fall ein Erlebnis die Infa besucht zu haben. Am genialsten war jedoch die Hinfahrt. Schon am Bahnhof am Bahnsteig der Straßenbahn war ich erstaunt, dass ich fast nur Frauen sah. Und das an einem Sonntag. Die Bahn kam und füllte sich sofort vollständig. Die Parfumwolke in der Bahn raubte einem den Atem und das Geschnattere der Weibsen war ohrenbetäubend. Ich schmunzelte die ganze Zeit vor mich hin, denn es wirkte so surreal auf mich. Eine absolute Frauen-Klischeefahrt.

Werde ich nochmal zur Infa gehen? Ja, auf jeden Fall. Ich möchte mir die infalino nochmal in Ruhe ansehen und freue mich schon darauf.

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