Der erste Zoobesuch

Seitdem meine Jungs ihre schwierige Phase mit Eckzähne kriegen, Fieber und Erkältung hinter sich gelassen haben, ist auch das Wetter schöner geworden. Da sie nun auch schon Treppen laufen können, natürlich nur mit Hilfestellung bei unseren krumm und schiefen Stufen im Treppenhaus, ist es für mich deutlich einfacher mit ihnen auch mal allein rauszugehen. Ich schnall mir einen auf den Rücken und einen trage ich runter. Dabei habe ich noch die Wickeltasche über der Schulter. Unten geht es dann in den Kinderwagen. Perfekt. Hoch ist immer etwas chaotisch, wobei ich auch da mir einen in die Manduca auf den Rücken schnallen kann und den Zweiten lass ich selbst die Treppe hochlaufen. Immer schön abwechselnd die Kinder hochlaufen lassen, dann geht es. Auf jeden Fall ist es nun viel leichter als mit zwei gar nicht selbstlaufenden Babys.

Daher entschied ich: Es wird Zeit für die Zookarte. Ich kaufte sie online und nach einem Anruf lag sie dann schon eine Stunde später für mich an der Info bereit. Perfekt. Super Service. Ich hatte nach dem Kauf erst entschieden noch am selben Tag hinzugehen. Ein Blick auf den Üstra Fahrplan ergab, dass ein Bus genau von kurz vor meiner Haustür bis zum Zoo fährt.

Eine Tageskarte zu kaufen, wenn man mit Doppeldecker Kinderwagen unterwegs ist, ist im Bus auch nicht einfach. Ich wartete auf eine rote Ampel und lief schnell nach vorn. Da fuhr der Bus aber schon wieder an und schwubs machte sich der Kinderwagen selbstständig, trotz einseitiger Bremse. In dem Moment sprangen gleich 3 Mitfahrer zum Kinderwagen und hielten ihn fest. Da sag nochmal einer, die Mitmenschen würden nicht aufeinander achten. Ich bedankte mich und konnte so den Fahrschein kaufen. Der Fahrer meinte zu mir, ich solle doch am Lister Platz direkt vorher am Automaten die Karte kaufen. Ergo ich solle mit dem Fahrstuhl in die U-Bahn fahren, die Karte lösen und dann wieder hochfahren und auf den Bus warten. Aha. Klappt auch super, wenn der Bus gerade hält, wenn man dort ankommt und nicht nochmal 15 Minuten auf den nächsten warten möchte.

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Rückwärts im Bus fahren ist für mich nun wahrlich nichts. Mit leicht üblem Gefühl im Magen kam ich am Zoo an. Die Sonne schien, das Wetter war toll. Einzig ein bißle kühl und windig war es, was uns aber dank richtig gewählter Kleidung nicht störte. Erstmal am Infoschalter meine Karte abgeholt, begab ich mich in den Zoo. Es war ein halbes Leben her, dass ich zuletzt im Zoo war. Wohin mich wenden? Ach, ich folgte einfach mal dem Rundpfad. Dank Jahreskarte hat man null Druck alles auf einmal sehen zu müssen, daher wanderte ich entspannt mit dem Kinderwagen umher. Wir hielten mal hier und mal dort. Ich versuchte die Kinder so gut es ging vom Wagen aus was sehen zu lassen. Oft machte die Sonne einen Strich durch die Rechnung, denn die mochten meine Söhne null. Klar, wer will schon gern geblendet werden? Basti zog ganze 5 Minuten lang die Mütze komplett übers Gesicht. *kicher* Leider sind die Absperrungen und Begrenzungen fast immer in Kinderwagenhöhe, was das Gucken für meine Kids ebenso erschwerte. Und bei jedem Gehege beide Kinder rausheben, war keine Option. Mal abgesehen davon, dass die Jungs darauf keinen Bock hatten. Ich ging einfach teils ein Stück weiter weg oder nahm halt ein anderes Gehege. Das ging schon irgendwie und vor allem bei den großen Tieren war es eh egal.

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Alex taute bei der Schneeeule auf und beobachtete diese recht fasziniert. Basti hingegen war vom Elefanten sehr angetan. Auch die Affen fand Basti spannend. Alex hingegen verguckte sich in ein Pferd und beide standen total auf die Hühner. Bei den Schweinen kamen wir kurz nach deren Fütterung an, wodurch ich interessante Dinge vom Pfleger über diese erfuhr.

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Ein Highlight ist derzeit auch das Gorilla Baby. Wobei ich gestehen muss, dass ich den schlafenden Papa mit dem Hinterteil zur Besucherscheibe gerichtet irgendwie viel cooler fand. :-D

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Ich machte den Fehler einen Souvenirschob zu besuchen, was mich um die 50 Euro ärmer machte…. Alex entdeckte nämlich “sein” Pferd wieder. Als wir beim Bilderbuch Sonntag der Bücherei waren, da klaute er sich aus der Leseecke ein Stoff-Pferd und lief eine Stunde damit rum. Tja und genau das Pferd gabs da zu kaufen. Ich hatte als Mama verloren…. Basti wollte natürlich auch eines…. und dann bestand Basti darauf ein Wimmelbuch zu bekommen. Vom Erlebnis-Zoo Hannover gibt es nämlich ein eigenes Wimmelbuch und das musste dann mit. Basti guckte seelig jede Seite an, während Alex sein Pferd nicht mehr losließ.

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Als der Zoo schloss, machten wir uns auf den Heimweg. Daheim angekommen, wechselte die Kinderstimmung in Gemecker. Ich wickelte sie, zog sie um, machte eine Abendflasche und steckte sie umgehend ins Bett. So schnell ich konnte…. und sie schliefen sofort ein. Das richtige Abendessen musste somit ausfallen, wobei sie gerade vorher noch eine Banane und je ein halbes Brötchen auf dem Weg gemümmelt hatten. Das war demnach wohl ausreichend als Abendessen.

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Es war ein richtig schöner Ausflug und ich freue mich noch viele Male mit den Jungs in den Zoo zu gehen. Und so ein 2 bis 3 Stunden Besuch ist auch vollkommen ausreichend und macht mich nicht zu fertig. Den nächsten Tag hatte ich eine Art Ganzkörpermuskelkater, aber das war es wert. :)

Hier findet Ihr Fotos von unserem Zoobesuch >>>

Fotos mit Erlaubnis des Erlebnis-Zoo Hannover verwendet.

One thought on “Der erste Zoobesuch

  1. Hallo, Conny.
    Da kommen jetzt wirklich 2-3 schöne Jahre auf dich zu. Mullewapp oder auch der erste Spielplatz mit den langen Rutschen werden Begeisterung bei den beiden auslösen. Du kannst dich gemütlich unten irgendwo auf eine Bank setzen und ab und an mal mit was zu essen oder zu trinken winken.
    Tiere gucken war bei meinem Sohn die letzten Monate eher nicht mehr drin. :-)
    Gruß, Max

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