Kinderautositze – Eine schwere Entscheidung

Es gibt eine magische Zahl der Veränderung bei Kleinkindern. Es ist die Zahl 15. Sobald Kleinkinder die Zahl 15 auf der Waage erreichen, ist es meist aus mit dem Kinderwagen oder dem Hochstuhl. Auch ist es die magische Grenzzahl zum Wechsel des Kindersitzes. Meine Jungs wiegen derzeit etwas über 13 Kilogramm. Sie haben noch ein bisschen Luft nach oben bis es zu den dramatischen Änderungen kommt. Wobei manche sind schon jetzt vollzogen und über manche mache ich mir bereits ernsthafte Gedanken.

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Adieu Hochstühle

Die geliebten Hochstühle sind bei uns bereits ausgezogen. Und wie ich diese Hochstühle liebte. Sie waren wirklich toll. Doch nun sind die Holz-Hochstühle für uns ausreichend. Sie nehmen weniger Platz weg und die Plastikstühle sind eh nur bis 15 Kilo zugelassen. Die Holzstühle sind auch toll und meine Jungs sitzen nun direkt mit am Tisch, was auch etwas Schönes ist. Der Zeitpunkt für den Wechsel war perfekt.

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Große Sorge vor dem Verlust des Kinderwagens

Mein Zwillingswagen ist klobig und groß und sperrig und nervt auch mal, aber ich liebe ihn. Wenn wir zum Sonnenspielplatz wandern, dann schlafen sie auf dem Rückweg gern im Wagen. Sie brauchen die Pause nach 1,5 Kilometern Fußweg. Bei Tagesausflügen machen sie ihren Mittagsschlaf in dem Wagen und ich kann unser Gepäck immer wunderbar im Korb unten verstauen. Und für mich bietet er einen entscheiden Vorteil: Ich kann mit ihm deutlich besser und länger laufen. Wenn ich den Kinderwagen schiebe, laufe ich anscheinend anders und meine Schmerzen bleiben in einem erträglichen Rahmen. 3,5 Kilometer Läufe würde ich ohne den Wagen nie schaffen. Niemals. Da wird es ab einem Kilometer schon ungemütlich. Der Bollerwagen zum Schieben ist zwar schön, aber für unebenes Gelände nicht so toll und darin schlafen tun die Jungs auch nicht. Mir fehlt eine Gepäckablage und ich laufe nicht so gut mit ihm, wie mit dem Kinderwagen. Was ich mache, wenn die magische 15 erreicht ist – Ich weiß es ehrlich nicht. Für einen Rollator fühle ich mich zu jung, aber er wäre wohl die einzige Alternative für lange Waldspaziergänge. Ich nutze den Kinderwagen so lange es geht. Nicht nur für meine Jungs oder aus Bequemlichkeit, sondern um lange mit ihnen unterwegs sein zu können, um es körperlich zu schaffen.

Neue Kindersitze fürs Auto

Das ist der Punkt, der mir die meisten Sorgen bereitet. Welche Kindersitze werden wir kaufen? Da sowohl mein Mann als auch ich ein Auto haben und wir nicht ständig die Sitze hin und her bauen wollen geschweige denn können, bedarf es gleich vier Exemplare. Mein absoluter Wunschsitz ist nach bisherigen Recherchen der BRITAX RÖMER KIDFIX II XP SICT. Dabei war für mich das XP-Pad ausschlaggebend, was die Hüfte von Kindern bei Frontalunfällen um 30% weniger belastet als bei anderen Modellen. Doch kostet dieser Sitz mal eben zwischen 230 und 250 Euro. Das wäre knapp nen Tausender. Viel Geld. Verdammt viel Geld. Die Version des Sitzes ohne das XP-Pad liegt gerade mal bei um die 150 Euro. Das wären nur knapp 600 Euro für vier Sitze. Und sind es denn auch wirklich gute? Ich habe mich natürlich durch den ADAC Test gelesen. Und ich habe mich bei Anderen nach Erfahrungen erkundigt und ich denke meine Wahl auf diese zwei Sitze ist schon gut gefallen, doch wie bezahlen? So weit ist die magische 15 nicht weg…. Moment… man hat bei Kindersitzen eine Art Galgenfrist. Da lautet die zwingend magische Zahl nämlich 18 Kilo. Die aktuellen Sitze der Gruppe 2 gehen von 9 bis 18 Kilo. Ich habe somit noch ein wenig Schonfrist. Klar könnte ich ab 15 Kilo auch eine einfache Sitzerhöhung nehmen und gut, aber mir ist die Sicherheit im Auto wichtig und ganz klar ist: Sitzerhöhungen sind nicht die sicherste Variante!

Fakt ist: Wir haben noch ein wenig Schonfrist, doch ich habe bereits mit dem Sparen für die Kindersitze begonnen. Klar kann ich ein wenig Geld mit dem Verkauf der alten Sitze wieder reinholen, doch muss man erst die neuen Sitze haben, damit man die alten Sitze verkaufen kann. Ein wenig Zeit bleibt uns noch. Doch die Qual der Wahl ist gemein. Denn wenn man dem Geldbeutel den Vorzug gibt, bezahlt man mit der Sicherheit seiner Kinder und ggf. mit dem Leben. Als Versicherungskauffrau kenne ich die Wahrscheinlichkeiten von Unfällen und kenne die Folgen von Unfällen nur zu gut. Und immer wieder hörte ich von Betroffenen die Aussage: „Wer hätte denn damit gerechnet, dass es ausgerechnet uns erwischt?“. Die Aussage lässt bei mir die Ohren klingeln, genauso wie die Aussage meiner Kunden einst: „Ich brauche das nicht, mir passiert schon nichts“….. Und genau das ist das Tückische…. wir sind alle keine Hellseher…. und niemand will im Fall der Fälle sagen:„Hätte ich doch bloß…“

Wie entscheidet Ihr beim Kindersitz, welchen Ihr nehmt?

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