Wir haben eine zweite Tierarztmeinung eingeholt. Sicher ist sicher. Vor allem nachdem wir erfuhren dass es bei besagter Ärztin wohl schon mehrfach vorkam dass gesunden Tieren Zähne gezogen werden sollten oder sonstige heftige Diagnosen gestellt wurden.
Wir schnappten alle unsere 3 Wuffels und ab ging es zu unserem normalen Tierarzt wo wir vorher immer waren. Meine Ma war eigentlich nur mal zu der anderen Tierärztin gegangen weil die näher und günstiger sein sollte…. im Endeffekt mussten wir das nun teuer bezahlen.
Laut unserem Tierarzt hat Shira KEINEN auffälligen Herzton. Wir haben die 2 nochmals röntgen lassen. Die Bilder waren leicht zu machen und sauber. Alles war deutlich zu sehen. Die Bilder der anderen Ärztin waren verwackelt und verwischt und eigentlich ist es unverantwortlich aus diesen echte Diagnosen zu stellen. So jedenfalls meine Meinung! Shira hat eine Absplitterung des Brustbeins im unteren Bereich. Dieser “Bruch” zeigt jedoch nach außen und es droht keinerlei Gefahr davon. Das kann durchaus mal im Welpenalter passiert sein. Auch kein Picksen in Leber oder Niere ist davon zu befürchten.
Nach gestern waren wir alle geschockt. Nach dem Röntgen von Shira wurde uns folgendes mitgeteilt:
Das Herz sei extrem vergrößert und schwach. Sie dürfe nicht mehr lange Gassi gehen und darf nicht mehr Bällchen holen und toben. Wir müssen sie schonen.
Sie habe das Brustbein am Ende gebrochen und geteilt wodurch ein Teil in die Leber (oder wars Niere?) drückt. Sie darf nicht mehr einfach so hochgehoben und umfasst werden. Nur auf bestimmte Art ginge es noch. Das Brustgeschirr darf sie auch nicht tragen, nur noch Halsband.
Sie hat einen Tumor in der Lunge oder in Lungennähe und da seien auch Metastasen wobei das auch Kalkablagerungen sein könnten. Das wisse man nur durch eine OP, die jedoch aufgrund ihres Herzens und der Lage des Tumors nicht empfehlenswert sei.
Dazu habe sie Wasser in Bauch und Lunge weil das Herz halt zu schwach sei. Die Lebenserwartung von Shira sei in keinster Weise abzuschätzen.
Großer Schock für uns alle. Nun sitzen wir hier mit Medikamenten und den Diagnosen und können es nicht fassen. Shira wirkt total normal wenn sie hier rumläuft. Sie will spielen und wirkt fröhlich, ist munter und frisst und knabbert.
Shira ist eine elendige Sabberschnute. Aber ehrlich. Da denkt man nix Böses und schon ist man in einem harten Kampf gegen die nasse Sabberzunge verwickelt.
Aber süß ist sie dennoch. Heute hat sie um 16 Uhr ihren Tierarzttermin, da wird dann geröntgten und Blut abgenommen. Schauen wir mal was beim Röntgen rauskommt.
Heute sollte bei Shira der Zahnstein entfernt werden. Jedoch kam es dazu nicht.
Bei der Voruntersuchung vor der Narkose wurde auch das Herz abgehört. Shiras Herztöne lassen auf eine Herzinsuffizienz schließen.
Nun müssen auch bei ihr sämtliche Untersuchungen in Höhe von ca. 500 Euro gemacht werden. Sicher ist sicher. Und erst danach wird entschieden wie die Narkose zum Zahnstein entfernen durchgeführt wird.
Das darf doch alles nicht mehr wahr sein oder? Wenn das Leben einem in die Schnauze haut dann doch wohl richtig oder?
Wenn Shira irgendwas passiert, dann dreht mir Oma total ab. Das wird sie sicherlich nicht so leicht verkraften. Geschweige denn von mir….
Jedoch soll eine Herzinsuffizienz leichter zu behandeln sein als Blackys Verdacht auf Aortenverengung.
Das Leben ist doch absolut unfair.
Aber was nun tun? Das Finanzielle macht mir jetzt bei Shira weniger Sorgen als wie bei Blacky aber was mir Sorgen macht ist: Oma.
Sagen wir es ihr oder warten wir bis es wirklich komplett bestätigt ist oder sagen wir gar nichts um sie nicht zu beunruhigen? Ich weiß es nicht. Ich werde rumtelefonieren was der Arzt sagt und ich frage auch mal beim Alzheimer-Telefon. Ich will da keinen Fehler machen und sie eventuell in eine Depression schicken oder so. Das muss nicht sein.
Oma war früher immer sehr stark. Der Tod von 5 Geschwistern, ihrer Eltern, ihres Mannes und ihres Sohnes hat sie verkraftet, aber ob sie den Tod ihres Hundes eines Tages verkraften würde – das weiß ich ehrlich gesagt nicht. So makaber es klingt. Gerade in Omas Alter und ihrem Zustand steht einem ein Tier doch deutlich näher als jeder Mensch. Aber mir macht allein schon die Sorge um einen möglichen Tod Shiras irgendwann bei Oma Sorgen.