Brauchen Blogger Visitenkarten?

Durch das Internet haben sich viele Berufe gebildet, die vorher kein Mensch kannte. Blogger, Youtuber und Influencer sind schon lange aus der Nische “Hobbytätigkeit” herausgesprungen und wurden zu lukrativen Jobs – zumindest für einige. Noch immer ist der Großteil eher im Bereich der finanziellen Resterampe zu finden und es verbleibt beim Hobby, doch wer davon leben will, der kann es erreichen – mit viel Schweiß und Müh.

Wer ein ernstzunehmender Blogger sein will, der muss gegenüber Unternehmen professionell auftreten. Das sollte sowohl der Blog als auch der Mensch an sich widerspiegeln. Damit meine ich nicht, dass man im Businessoutfit herumlaufen muss oder jeden nur noch mit Sie anspricht. Nein, Blogger dürfen urtypisch etwas anders sein. Das gehört zum Bloggervolk dazu. Sie dürfen in Jeans und T-Shirt auf Konferenzen und gern ihre Club Mate trinken statt den Prosecco. Doch wenn es um Planung, Umsetzung und Geschäft geht, dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer tritt mit fundierten Kenntnissen auf, wer weiß wie Netzwerken wirklich geht und wer hält, was er ankündigt?

Wo wir gerade beim Thema Netzwerken sind. Der Blogger trifft sich gern in der Realität und das blieb auch Firmen nicht verborgen. So trifft sich was gern zusammen findet auf Messen, BarCamps und all den netten Webkonferenzen. „Wir bleiben in Kontakt“, ist schnell gesagt, doch wie umgesetzt? Online finden wir uns schon zusammen, doch nach 100 Gesprächen am Abend vergisst man Namen, URL’s und Anliegen schnell.

business-card-2918332_1920© BenediktGeyer / pixabay.de

Mit der Visitenkarte zur Vernetzung

Für mich gehört eine Visitenkarte einfach dazu. Austauschen, Stichwort zum Gesprächspartner im Nachgang dazu notieren und am nächsten Tag weiß ich noch immer worum es ging. Da der Erhalt von Visitenkarten für mich praktisch ist, habe auch ich mir für mich welche erstellt. Man findet mich auf sämtlichen Veranstaltungen nur mit Visitenkarten. Ich werde von Unternehmen und anderen Bloggern mittlerweile regelmäßig auf eine Visitenkarte angesprochen. Wenn ich mich an die Anfänge des Bloggens erinnere, da war das noch nicht so. Da gab es einzig einen bunten Schlüsselanhänger, der versuchte als Visitenkartenersatz zu agieren, leider traf ich nie jemanden, der auch einen solchen hatte. Die Grundidee fand ich damals toll. Nun denn, hängen wir nicht den alten Zeiten nach. Heute gehört die Visitenkarte im Bloggerleben zum Handwerkszeug.

Für mich sind gerade wieder neue fällig. Die verspielte Karte meiner Anfänge muss weichen und ein modernes Design muss her. Ich gestalte meine Karten am liebsten selbst und bin daher mit der Druckvorlage von Cewe-Print gut bedient. Ich lade sie mir herunter, gestalte sie am Grafikprogramm, lade sie hoch und bestelle meine 500 Stück. Ich bestelle irgendwie immer 500 Stück. Eine schöne Zahl und ich komme damit länger aus. In mein Visitenkartenetui passen genau 50 Visitenkarten und gut gefüllt begebe ich mich zu Treffen. Auch im Geldbeutel habe ich grundsätzlich fünf Stück, man weiß nie wo man sie brauchen kann.

business-3365325_1920© geralt / pixabay.de

Welche Daten gehören auf die Visitenkarte?

Bei uns Bloggern gehört neben dem Namen, der Anschrift, Telefonnummer und E-Mail auch die URL auf die Visitenkarte. Ich ergänze gern noch die wichtigsten Social Profile wie Facebook, Instagram und YouTube. Wer mehrere Blogs betreibt, dem kann ich nur empfehlen eine Übersichtspage von sich und seinen Projekten zu erstellen. Diese gehört dann als URL auf die Visitenkarte für den schnellen ersten Eindruck mit dem vielleicht nächsten Kooperationspartner. Wer dann noch direkt dort ein Mediakit zum Download bereit hält, der spielt in der höheren Professionalitätsliga mit. Partner wissen solch Service zu schätzen, denn es erleichtert ihre Arbeit.

Ob ein QR Code sinnvoll auf der Visitenkarte ist, wurde schon 2013 ausführlich diskutiert. Fakt ist, es hat sich bisher nicht wirklich durchgesetzt. Zumindest auf Seite der Blogger habe ich superselten einen QR Code erblicken dürfen.

Ich glaube, dass alles im Leben einmal out werden kann – nur Visitenkarten nicht. Oder wie seht Ihr das?

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