Der erste Kinobesuch mit den Kindern

Gestern war für meine Jungs ein ganz besonderer Tag. Es war der Tag ihres ersten Kinobesuchs. Wir hatten ihnen am Abend vorher davon erzählt und sie waren voller Vorfreude. Für einen ganzen Film würde derzeit die Geduld noch nicht reichen, doch das Disney Junior Mitmachkino erschien uns als eine gute Idee. Es geht nur 60 Minuten und da es ein reines Kinderkino ab 3 Jahren ist, muss man seine Kinder auch nicht ständig ein PSSSSST zu zischen. Es darf getanzt, gerufen und sich bewegt werden. Mitmachkino eben.

Der Morgen startete gemütlich und wir verließen um 10 Uhr das Haus. Um 11 Uhr sollte der Film anfangen und da wir das erste Mal U-Bahn ohne Kinderwagen fuhren, rechneten wir lieber etwas mehr Zeit ein. In der Bahn trafen wir direkt auf unsere Freundin Steffi mit ihrer Tochter. So trifft man sich eben in der Bahn statt vor’m Kino. Die Jungs fuhren ebenfalls das erste Mal Rolltreppe ohne Kinderwagen. Basti hatte ein bisschen Bammel, aber hat sich schnell überwunden.

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Das Kino war für die Jungs aufregend. Die großen Pandabären Figuren wurden bestaunt und es wurde sich umgesehen. Sie blieben die meiste Zeit lieb an der Hand, was mich sehr erfreute. Wer meine früheren Artikel kennt, weiß was für ein Wegläufer – vor allem Alex – stets war. ;)

Beim Film hatten sie auf die Mitmachlieder wenig Lust. Ich fand die selbst auch recht doof gemacht. Die Puzzle und Rätsel hingegen machten sie aktiv mit und die Folge von Vampirella und die Flinken Flitzer fanden sie gut und schauten aufmerksam zu. Leider schlug bei Alex der Hunger durch und so musste ich immer wieder einen Keks verteilen. Alex konnte nicht lange still sitzen und so saß er immer im Wechsel auf seinem Platz und meinem Schoss oder lief einfach mal vor unseren Sitzen rum.

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Nach dem Film gingen wir quer durch den Bahnhof zu McDonalds. Auf dem Weg dorthin machte sich die Müdigkeit bei Basti bemerkbar. Er wollte lieber Fahrstuhl fahren als Essen gehen. Als wir dann bei McDonalds ankamen, legte Alex eine filmreife Wein-Szene an der Kasse hin. Er wolle nicht essen, nein nein nein. Zwischen “ich gebe meine Bestellung auf” und “ich begleite mein Kind” hin und hergezerrt, rettete mich das Spielzeug aus der Juniortüte. Damit war er gut abgelenkt, weil er sich eines aussuchen musste. Auslöser für seinen Wut-Wein-Anfall war ein Mix aus Hunger und Angst vor dem Osterhasen, der da rumlief. Es war eine Ecke abgesperrt für eine Oster-Mal-Aktion, bei der auch eine Dame im Hasenkostüm rumlief. Mit dem beruhigten Alex und dem Essen ging ich zum Tisch, wo die Anderen schon auf uns warteten.

Statt mich an diesen XXL Tisch mitzusetzen, wählte ich mit Alex einen kleinen Tisch daneben. Das wirkte auf meinen Mann und meine Freundin sicherlich erstmal befremdlich. Der große Tisch bot Platz für uns alle, aber es sind nur kleine Lederhocker dran und ich weiß von früher, dass ich dort Probleme mit meinen Beinen bekomme. Abgesehen davon, hätte ich da nicht beide Kids wirklich unter Kontrolle und der Tisch war schlicht zu breit. Bei dem kleinen Tisch saß ich an der Ecke und hatte Basti neben mir und Alex mir gegenüber. In der Mitte baute ich eine Ess-Station aus Pommes und Nuggets auf und häufte Majo und Ketchup an. Beide Jungs kamen an ihr Essen ran. Dass Basti außer ein paar Pommes, seiner Capri-Sonne (mir egal, dass die nun Capri-Sun sich nennen….) und einem Quetschie nix wollte, konnte ich vorher nicht ahnen. Alex hingegen, der an der Kasse noch “Ich hab keinen Hunger Mama” schrie, haute hingegen gut rein und verputzte einige Nuggets, Pommes, ein Quetschie und einen halben Cheeseburger. Von meinem Erdbeer Shake sah ich so gut wie nix. Der verschwand irgendwie in meinen Kids…. Die Kids wurden auf jeden Fall wieder entspannter und das tat auch uns Eltern gut.

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Nach dem Essen mussten wir wieder an der Bastelecke vorbei und da die Häsin gerade Pause hatte, gingen wir hinein. Die Jungs stempelten Motive auf Styropor-Eier und klebten bunte Aufkleber drauf. Und dann war die Hasenpause zu ende und sie versteckten sich hinter uns. Nicht mal ein Schoko-Osterhase als Bestechung ließ sie näher an die Häsin rangehen. Alex verlor seine Angst als die Häsin ihren Hasenkopf anhob und ihr Gesicht zeigte und er verstand, dass es nur ein Kostüm war. Auch Basti, der deutlich ängstlicher war, machte große Augen als die Häsin für ihn den Kopf hochschob. Am Ende wurde die Dame im Kostüm von meinen Jungs zum Abschied umarmt. 

Auf dem Heimweg gingen wir noch für zwei Minuten auf einen Bahnsteig, damit die Jungs kurz einen Zug ansehen konnten und dann fuhren wir mit der Stadtbahn heim, wo die Jungs für zwei Stunden in den verspäteten Mittagsschlaf fielen.

Ich fand es einen gelungenen Ausflug und wenn ich den Worten meiner Jungs am Nachmittag Glauben schenken darf, dann war es für sie ganz toll. Basti sagte mehrfach, dass er bald wieder ins Kino will. :) Spätestens im Juli – nach ihrem Geburtstag – werden wir auf jeden Fall wieder gehen.

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