Einrichtungstrends im Jahr 2019

Eine Gesellschaft befindet sich für gewöhnlich ständig im Wandel. Das führt dazu, dass die Art und Weise, mit der wir unser Zuhaue einrichten, sich dieser Entwicklung anpasst. Dieser Tage ist es keine Seltenheit, dass viele von uns sich dazu entscheiden, sich bezüglich ihrer Einrichtung auf etwas Neues einzulassen, um eben mit der Zeit zu gehen. Marie Kondo sei Dank mistet ganz Deutschland derzeit aus und räumt um. So auch ich, nicht ganz Marie Kondo konform, aber ich mache derzeit viel in unseren vier Wänden und dementsprechend habe ich mich zwecks Umgestaltung mal mit den aktuellen Trends beschäftigt und mir die Frage gestellt, was davon zu mir passt.

Umweltfreundlich und nachhaltig

Immer mehr Leute entwickeln ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und eine umweltfreundlichere Lebensweise. Dadurch findet man in vielen Haushalten vermehrt nachhaltig produzierte Sachen. Von Möbeln über Klamotten und Einrichtungsgegenständen – Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen. Das verbessert generell nicht nur die eigene Selbstwahrnehmung, sondern hat oft auch den positiven Effekt, dass Produzenten für ihre tägliche Arbeit belohnt werden, die nachhaltig ist und dem Planeten nicht nur nicht schadet, sondern durch effiziente Wiederverwertungs- und Recycling-Prozeduren oftmals sogar dabei hilft, die Umweltverschmutzung zu verringern.

Für mich ist es derzeit keine Option alles geerbte und gekaufte zu entsorgen, um es durch neue – nachhaltigere – Produkte zu ersetzen. Das wäre ein Widerspruch in sich. Aber ich verbrauche und verwerte. Ich Upcycle so manches Erbstück und beim Neukauf gebe ich mittlerweile gern hier und da ein paar Euro mehr aus, weil ich es mir wert bin. Gute Qualität hält einfach länger, macht länger Freude und schont die Umwelt. Andererseits kaufe ich aber auch gern gebraucht, was ebenfalls Ressourcen und Geld spart.

Moderne Einrichtungsmöglichkeiten

Dadurch, dass die Lebenskosten tendenziell steigen und die Wohnflächen vor allem in den größeren Städten immer teurer werden, mehrt sich die Anzahl der Umzüge und so versuchen viele Menschen sich dieser Entwicklung durch eine modernere sowie platzsparende Einrichtung anzupassen. In Bereichen wie Wohnen & Interieur äußert sich das oft in der Anschaffung von multifunktionellen Möbeln oder modernen Elektrogeräten, die oftmals neue Funktionen mit sich bringen. Das ist auch nötig, denn der Trend geht weg von vielen kleinen Räumen hin zu wenigen Räumen mit offenem Konzept. Damit hat man weniger Wände und somit weniger Stellfläche, was die Möbel auffangen müssen. Beim Umzug selbst kann man mit dem Handy zum Beispiel die Umzugskosten online berechnen. Das Smartphone ist mittlerweile eh der größte Haushaltshelfer geworden. Sei es als Fernbedienung für die smarten Haushaltsgeräte als auch der Sicherheitsgeber beim Onlinebanking. Putzplan-Apps und Einkaufslisten-App sind ständige Begleiter. Ich habe beispielsweise vor kurzem angefangen mein Gefriergut mit Einfrierdatum und Ablaufdatum in einer App zu erfassen. Das erleichtert mir das Leben ungemein.

© STAANGHERLIN / pixabay

Minimalismus ist angesagt

Dass skandinavisches Design sich weltweit einer durchaus großen Beliebtheit erfreut ist hinlänglich bekannt. In Deutschland schmücken sich viele Haushalte mit nordisch-inspirierten Möbeln, die für ihre ausgefallen, jedoch stets schlicht gehaltenen Designs und die gleichzeitig hochwertige Verarbeitung bekannt sind. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Das Gute daran ist, dass man für solche schönen Produkte oftmals gar nicht sehr viel mehr bezahlen muss, als bei herkömmlichen Produkten. Ich finde den Stil sehr schön anzusehen, doch heimisch fühle ich mich darin nicht. Gemütlichkeit fehlt mir da gänzlich, vermutlich weil ich die alten Möbel meiner Oma so mag, ich mein es gibt ja sogar noch einen Fliesentisch bei mir…. Für mich muss es bunt sein und nicht farblich 100% aufeinander abgestimmt. Da werde ich mich dem Trend wohl nie beugen.

Durchaus ist Minimalismus an sich schick und vor allem Zeitsparend. Man muss weniger abstauben, weniger putzen und wer wenig besitzt, kann auch wenig unordentlich machen. Es bleibt mehr Zeit zum leben. Diesen Trend verstehe ich vollkommen, doch werde ich mich diesem vermutlich nie anschließen. Dafür liebe ich beispielsweise meine Büchersammlung viel zu sehr. Ich wuchs in einer Familie auf in der immer alles irgendwo rumflog, Kaffeemaschine kaputt gegangen? Frag mal Oma, die hat garantiert noch zwei auf dem Dachboden – und ja hatte sie tatsächlich. Als sie ins Heim zog, habe ich insgesamt 5 Kaffeemaschinen vom Dachboden verkauft. So übertreiben wie meine Oma will ich es nicht halten, aber es ist ein gutes Gefühl vorbereitet zu sein. Ich muss keine Reservekaffeemaschine auf dem Dachboden haben, aber zwei Maschinen in der Wohnung besitze ich. Eine richtige und eine Senseo. Der Kaffee geht mir also nicht aus, wenn eine defekt ist. 😉

Minimalistisch möchte ich nicht leben, aber es hat sich über die Jahre zu viel angehäuft. Ich reduziere zum Teil drastisch und das braucht Zeit. Erst letzte Woche sortierte ich 4 Kuchenplatten, 7 Schalen, eine Feuerzangenbowle (ich trink eh so gut wie nie Alkohol also wozu aufheben…) und eine Teemaschine aus. 50 CD’s, 24 DVD’s und 40 Bücher durften diese Woche schon weiterziehen. Die VHS Kassetten wurden halbiert und ich bin noch lange nicht am Ende meines Ausmistens angelangt. Mein Kleiderschrank hat sich auch schon minimiert und bald wird mein Make-Up schrumpfen.

Seid Ihr auch schon im Aufräum und Entrümplungswahn und fragt Euch, ob jeder Gegenstand Euch joy sparkelt?

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