Weihnachten in Zeiten von Corona – So war es für uns

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Dass dieses Jahr alles anders ist, wissen wir alle. So veränderte die Pandemie auch unser Weihnachtsfest und zwar deutlich. Uns war von Anfang an klar, dass wir uns nicht mit der Familie treffen würden. Alle Normalität für Weihnachten war für uns gestrichen. Ich gehörte zur Risikogruppe und bin daher vorsichtiger als manch Anderer. Wir haben uns daher eine Weihnachtsfest-Familien-Alternative überlegt und umgesetzt.

Familienzeit vor Weihnachten

Das Wochenende vor Weihnachten packten mein Mann und ich die Kinder und eine Tüte mit kleinen Geschenken ins Auto und fuhren los. Wir besuchten zuerst meine Großtante Tata. Wir stellten ihr eine Tüte vor die Tür und nahmen eine rausgestellte Tüte mit Ü-Eiern für die Kinder an uns. Dazu jede Menge gelbe Säcke. Sie sammelt die immer für uns, da wir hier bei uns in der Ecke nur schwer welche bekommen. Wir stellten uns auf den Weg und sie kam vor die Haustür. Mit viel Abstand unterhielten wir uns ein paar Minuten während die wirklich niedliche Katze der Nachbarn unsere Kids begeisterten. Die war wirklich anschmiegsam. Ich hatte Tata seit Juli nicht mehr gesehen und es war wirklich schön dort gewesen zu sein. Wir telefonieren jeden zweiten bis dritten Tag seitdem die Pandemie herrscht, aber es ist doch was Anderes auch mal einander – wenn auch mit Abstand – sich in die Augen zu sehen.

Danach begaben wir uns zu meinem Opa, wo auch meine Ma derzeit ist. Mit Abstand unterhielten wir uns auch dort und ich überreichte eine Tüte mit Präsenten und erhielt für die Kinder und uns eine Kiste mit Überraschungen. Ich konnte meinen Hund streicheln und knuddeln, der auch derzeit mehr bei meiner Ma ist als bei mir. Uns war immer wichtig, dass die Hunde zusammen sind. Und meinem Blacky tut es gut sein Schwesterchen Susi um sich zu haben.

Zuletzt fuhren wir noch zu meinem Onkel und meiner Tante und ich überreichte selbstgemachtes Marzipan. Eine Familientradition. Wir unterhielten uns vorm Haus – auch wieder mit Abstand. Die Kinder waren dann langsam „durch“ und wir machten uns auf dem Heimweg. Die Straße, wo mein Onkel und meine Tante wohnen, war schön erleuchtet und geschmückt. Das gefiel meinen Kids.

Die Rundfahrt war schön und es tat gut alle mal zu sehen. Doch danach war ich fix und alle. Und auch die Kids waren müde. Wir alle gingen dann zeitig ins Bettchen.

Heiligabend zu viert

Der größte Unterschied zu allen Heiligabenden vorher waren die fehlenden Krapfen. Die habe ich schlicht vergessen zu besorgen. Am Vormittag machten mein Mann und ich ein wenig den Haushalt und die Kinder spielten und blieben bis mittags im Schlafanzug. Es war gemütlich. Nach dem relativ späten Mittagessen machte ich die Kids schick und schoss ein paar Fotos von ihnen. Dabei merkte ich, wie ihre Laune sehr empfindlich war. Ich begab mich mit ihnen ins Kinderzimmer, um auf den Weihnachtsmann zu warten. Ich las zwei Weihnachtsgeschichten vor und merkte, dass das Ganze nicht gut ausgehen würde, wenn die Jungs nicht sofort einen Mittagsschlaf machen. Es war kein Wunder, dass sie innerhalb von wenigen Minuten alle beide in den schönsten Weihnachtsklamotten in ihren Betten schliefen… um 15.30 Uhr…..

Der Vorteil war, dass ich nun in aller Seelenruhe das Wohnzimmer vorbereiten konnte. Der Gabentisch quoll über vor Geschenken – was jedoch vor allem den XXL Kisten von Playmobil zu verdanken war. Damit sah direkt alles viel wuchtiger aus als es war.

Die Kinder erwachten nach etwas über einer Stunde und die Bescherung konnte beginnen. Sie kamen ins Wohnzimmer und staunten über ihre Geschenke. Sie nahmen auf dem Sofa Platz und das fröhliche Auspacken begann. Ich bin schon vor Längerem dazu übergegangen die Geschenke zuzuteilen und so packten sie mal gleichzeitig und mal abwechselnd auf.

Die Freude war groß. Das beste Geschenk für Alex war ein großer Karton mit Luftpolsterfolie darin. Ich hatte mehrere Meter hineingestopft und er strahlte vor Freude und rief voller Begeisterung aus, wie toll der Weihnachtsmann wäre.

Im Anschluss folgten die Geschenke der Verwandten. Ich hatte sie hinter dem Sofa versteckt und filmte die Kinder beim Auspacken. Die Videos sendete ich dann den Verwandten, so waren sie dabei auch wenn nicht vor Ort.

Die Kinder freuten sich sehr über alle ihre Geschenke. Sie hatten so eine Freude. Es war wirklich eine schöne Bescherung.

Im Anschluss bauten sie als erstes ihre Lego Sachen im Kinderzimmer zusammen während ich den Braten in den Ofen schob und die Kartoffeln aufsetzte. Beim Abendessen wurde spontan beschlossen die Holzstühle der Kinder rauszuwerfen und nun sitzen sie wie die Großen auf den normalen Stühlen am Tisch. Dank der Sitzkissen haben sie die normale Sitzhöhe. Unser Esszimmer hat dadurch sofort an Platz gewonnen. Diese Holzdinger hin und her zuschieben war stets sehr nervig, wenn man mal durch wollte.

Vor unserer Tür fanden wir ein Geschenk von einer unserer Nachbarinnen und unserem Nachbarn unten ebenfalls. Da freuten wir uns sehr. Das war wirklich sehr nett. Natürlich hatten auch wie vor den Nachbarstüren etwas abgestellt 🙂

Die Kinder fielen übrigens gegen 21 Uhr totmüde und glücklich ins Bett.

Der erste Weihnachtsfeiertag

Gemütlich starteten wir in den Tag. Ich war wieder sehr früh wach, viel zu früh…. aber so konnte ich aus dem Puter noch die Innereien rausbekommen und er taute zum Glück bis 9 Uhr komplett auf. Um 10 Uhr schob ich ihn in den Ofen und hatte mich zeitlich wieder mal verrechnet. Als er gar war, waren die Kartoffeln noch roh. Aber ich ließ ihn einfach bei niedriger Temperatur im Ofen und er schmeckte ganz vorzüglich.

Wir verzichteten auf eine festliche Decke im Esszimmer – ich kenne uns und vor allem mich. Prompt hatte ich gleich zweimal gekleckert. Deswegen ist beim Mittagessen bei uns auch keine festliche Kleidung angesagt. Lebenslange Erfahrung! Es landet immer Currysoße auf den Klamotten. Immer…. Und wenn nicht dort, dann irgendwo auf dem Tisch…. prompt fiel einem Sohn auch ein Glas um. Glücklicherweise nur das Wasserglas und nicht der Eistee. Ja an Weihnachten dürfen sie auch ein Glas Eistee zum Essen trinken. Ich hingegen bevorzuge ein Glas Rotwein.

Wir verbrachten den Weihnachtstag mit Playmobil aufbauen, die Kinder spielten mehrere Stunden mit den neuen Lego und Playmobil Sachen und zockten dann noch ihr neues Konsolenspiel. Wir kuschelten auf dem Sofa und hatten einfach eine entspannte Zeit.

Als die Kinder schliefen, baute ich Playmobil Dinge auf und stellte sie in die Stube. Meine Augen sind wirklich deutlich schlechter geworden. Ich merke die Altersweitsicht mehr als deutlich, was mich langsam etwas nervt.

Der zweite Weihnachtsfeiertag

Dieser Tag hätte besonders werden sollen. Wir hatten meine Freundin und ihre Tochter eingeladen, doch den Tag vorher mussten wir alle Pläne verwerfen. Durch einen Kontakt mit dem Kontakt eines Positivgetesteten war uns allen nicht wohl dabei uns zu treffen. Man kann sich unbewusst und ungewollt jederzeit überall anstecken – das steht außer Frage. Aber bewusst sich zu treffen, obwohl es einen konkreten Fall im Umfeld gibt, ist irgendwie eine andere Hausnummer. Wir beschlossen daher gemeinschaftlich schweren Herzens unser Treffen zu verschieben. Für die Kinder tat es uns allen besonders leid. Auch ich war traurig, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

So saßen wir wieder nur zu viert am Essenstisch. Es gab erneut Puter mit Rotkohl, Kartoffeln, Erbsen und Wurzeln und der Curry-Sahne-Soße. Der Rotkohl war von mir zum ersten Mal selbst eingekocht worden. Geschmacklich habe ich den meiner Ma sehr gut getroffen, denke ich. Ich zumindest schmeckte keinen Unterschied zu dem, den ich all die letzten knapp 40 Jahre gegessen habe.

Nach dem Essen machte ich einen Keksteller fertig und wir setzten uns gemeinsam auf die Couch und schauten den neuen Film Soul. Ein wirklich schöner Film. Sehr tiefsinnig. Den Kindern gefiel er auch.

Die Kinder spielten viel mit dem Playmobil und den Lego Sachen. Auch das Present Pet wurde ausgiebig von Alex bespielt. Zum Leidwesen meiner Ohren.

Und am Abend als die Kinder schliefen…. ja ich baute den restlichen Playmobilkram auf.

Ganz anders als sonst und doch schön

Mein Fazit für dies Weihnachten: Auch wenn wir uns alle nicht treffen konnten, so war es doch ein schönes Weihnachten. Es drehte sich alles um die Kinder und wir hatten viel Zeit füreinander. Doch waren wir die ganzen Tage auch sehr müde, was sicherlich dem eher schlechten Wetter geschuldet ist. Wobei das Aufstehen gegen 5 Uhr früh jeden Tag könnte da auch Anteil dran haben…. Mal abgesehen davon dass meine Jungs gern mal sehr früh auf sind, habe ich schlicht seit einigen Wochen extreme Schmerzen in den Schultern. Dies Wochenende kamen noch Nacken und Kopfschmerzen dazu. Es macht sich halt bemerkbar, dass ich keinerlei Krankengymnastik und Massagen seit Ausbruch der Pandemie mehr hatte. Schmerzmittel helfen da auch schon länger nicht mehr so, wie sie eigentlich sollten.

Das Wichtigste für mich war, dass die Kinder Weihnachten genießen konnten, auch wenn uns niemand besuchen konnte. Und ich denke, das haben mein Mann und ich hinbekommen.

Die Geschenke der Kinder

Da ich es jedes Jahr mache, will ich es auch dieses Jahr nicht ausfallen lassen und liste daher die Geschenke der Kinder auf. Sie bekamen viele Piratensets, da ihre Playmobilkalender ebenfalls zwei unterschiedliche Piratenkalender waren.

Playmobil

Lego

Actionfiguren

TipToi

Weitere Geschenke

Wer sich nun fragt, was ich eigentlich selbst bekommen habe. Ich bekam etwas Geld und habe es in einen Pastamaker investiert und ich liebe ihn. 😀 Selbstgemachte Nudeln gehen damit so leicht und es schmeckt sooo gut.

Tja Corona hat unser Weihnachten entschleunigt und kontaktarm gemacht, aber es nahm uns nicht die Stimmung und die Freude. 🙂

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