Andere Menschen setzen sich ins Auto oder fliegen und lassen die Heimat hinter sich, um sich zu erholen. Da einer meiner Söhne unter extremer Reiseübelkeit leidet, ist das für uns keine Option. Wir verbringen daher unsere freie Zeit daheim und im Umkreis, denn auch in der Heimat kann man sehr viel erleben und viel Spaß haben.
Unsere Aktivitätszeit begann sogar schon vor Ferienstart, als wir die IdeenExpo besuchten. Alle zwei Jahre findet sie in Hannover statt und bietet über eine Woche lang jeden Tag Neues. Wir waren nur einmal da, hatten aber unheimlich viel Spaß. Meine Jungs schauten und probierten aus und ich überredete sie zu lauter Fotoautomaten-Aktionen. Hey, wann denn sonst kommt man als Mutter mal mit den Kids zusammen aufs Bild???? Ihr kennt das … Wer hat immer die Kamera in der Hand und ist auf keinem Foto zu sehen? Jenau – die Mama.
Und kurz danach war dann Ferienbeginn. Nach wirklich sehr guten Zeugnissen ging es am ersten Ferientag direkt in die Stadtbibliothek zu einem Escape Game. Während die Jungs daran teilnahmen, hatte ich Zeit, zwei Comics durchzulesen und die Regale zu durchstöbern. Ich sage nur so viel: Ich durfte einiges heimschleppen …

Ein paar Tage darauf ging es mit dem Fahrrad in die Stadtbibliothek Vahrenwald zu einem Mario-Kart-Turnier. Wieder las ich ein Buch, während die Jungs mal eben Platz 1 und 2 holten.

Unser nächster Ausflug ging ins Sea Life. Es war nicht unser erster Besuch im Aquarium, aber da es schon echt lange her war, war es mal wieder ein Highlight für die Jungs und mich. Auch hier machten wir tolle Erfahrungen mit dem Personal. Ein Herr vom Sea-Life-Team stellte sich einfach an einem Becken zu uns, griff die Fragen der Jungs auf und beantwortete sie freundlich. Er gab sogar noch ein paar Extra-Infos zu den Fischen, die wir gerade betrachteten.
Und erneut verstrichen ein paar Tage und wir fanden uns in der Stadtbibliothek wieder. Dieses Mal zu einem Workshop über MaKey MaKey. Es wurden Minispiele mit selbstgebauten Controllern gespielt. Und erneut stöberte ich durch die Regale und nahm viel zu viele Bücher mit heim … 😀 Comics sind bei den Jungs aktuell hoch im Kurs und ich lese da irgendwie immer mal mit.
Alle drei Angebote, die die Jungs wahrnahmen, waren Bestandteil des Julius-Clubs. Sie hatten letztes Jahr schon teilgenommen, jedoch noch keine der Aktionsangebote wahrgenommen. Dieses Jahr hatten sie viel Lust auf diese Aktionen und waren von jeder einzelnen begeistert. Völlig kostenfrei und ein echt tolles Angebot! Das Team war auch stets freundlich und zugewandt. Lesen und solche besonderen Aktivitäten zu verbinden, ist wahrlich eine tolle Idee.

Danach stand dann erstmal alles im Zeichen des 12. Geburtstags. Doch das könnt Ihr an dieser Stelle lesen >>>

Ab dem Zeitpunkt hatte dann auch mein Mann Urlaub. Wir starteten direkt mit dem Sommerfest im Rasti-Land von Eddis Rudel. Dort trafen wir auf meinen Bruder und seine Frau samt Kindern und verbrachten einige schöne Stunden gemeinsam. Es war angenehmes Wetter und gar nicht so voll. Oder wir waren einfach stets nur da, wo gerade kaum jemand war. 😀

Zwei Tage später ging es am Nachmittag ins Hi-Score, dem Videospielemuseum in Hannover. Drei Stunden und 45 Minuten an Arcade-Automaten, alten Retrocomputern, Flippern und Co. zocken. Wir nahmen die beste Freundin der Jungs mit und verbrachten eine wirklich gute Zeit dort. Ein mega sympathisches Team, lustig und freundlich. Die Automaten machten richtig Spaß und das Retro-Gamerherz schlägt dort definitiv höher. Meine Kids waren absolut begeistert und rechneten sich direkt aus, wie lange sie für den Eintritt sparen müssten, um wieder hinzugehen.

Unsere geplanten Schwimmbadausflüge mussten dann leider aufgrund einer kurzen Erkrankung eines Kindes ausfallen, wodurch wir erst einmal ein paar Tage daheim blieben. Doch dann war alles wieder gut und die Jungs konnten zu ihrer letzten Julius-Club-Aktion: Lasertag. Was hatten sie einen Spaß. Sie strahlten und freuten sich und waren total aufgeregt. Auch da wurde sofort überlegt, wann sie und vor allem mit wem sie unbedingt noch einmal dorthin wollen.

Am nächsten Tag ging es vormittags gemütlich in den Dinopark. Wir waren seit eingen Jahren nicht dort, daher war es mal wieder richtig schön, den Rundgang zu begehen. Wir kauften uns die Quizkarten und lösten die Rätselfragen. Am Ende der Tour konnte man diese vorzeigen und bekam eine kleine Überraschung. Im Anschluss ging es dann zu McDonald’s, was die Jungs natürlich sehr begeisterte. Ein rundum gelungener Ausflugstag. Das Wetter war herrlich warm und der leichte Wind erfrischte uns im schattigen Wald des Dinoparks.

Wir gönnten uns einen Tag Pause und schon begaben wir uns auf den nächsten Ausflug …

Es verschlug uns zum ersten Mal in den Vogelpark Walsrode. Wir haben angenehme sechs Stunden dort verbracht.

Und meine Güte, was kann man da laufen. Wir sind wirklich überall gewesen und haben noch nicht einmal die Flugshow angeguckt. Dennoch waren wir die ganze Zeit beschäftigt.

Teils gab es sehr lustige Vögel. Nein, natürlich ist das kein Vogel. Schafe zum Streicheln waren auch vorhanden, was mein Sohn Basti sehr mochte. Er hat das Schaf zu seinem Lieblingstier erhoben.

Tiere konnte man an verschiedenen Orten füttern.

Also, wer sich viel Zeit nimmt, der kann wahrlich unendlich viele tolle Fotos von faszinierenden Vögeln machen. Es sind so viele unterschiedliche und man ist die ganze Zeit nur am Staunen.

Unser Highlight war dann am Ende die Halle, in der die Vögel mit etwas Glück auf die Hand kamen. Mein Glück ist, dass ich mit einem Graupapagei groß wurde und dementsprechend keine Scheu vor den Tieren hatte. Den Finger unter den Bauch gehalten und zack saß das Federvieh darauf. Das war wirklich ein toller Ausflug, doch unsere Füße taten uns allen am Ende weh.
Den letzten Ferientag nutzten wir für eine gemeinsame Ausfahrt mit den Fahrrädern durch die Eilenriede. Die Jungs hatten neue Räder bekommen und die mussten schließlich probegefahren werden.
Und damit endeten unsere Sommerferien. Allerdings endeten nicht unsere Ausflüge. Am Sonntag nach dem Schulstart fanden wir uns mit meiner Freundin und ihrer Tochter im Schwimmbad wieder und verbrachten auch dort wundervolle sechs Stunden zusammen.
Also, wer sagt, dass man daheim keinen tollen Urlaub haben kann, der hat einfach keine Ahnung. 🙂