Die Geschichte der Fehde zwischen Maxxer und RehaugeW

aus der Sicht von RehaugeW

Es war ein sonniger Tag. Ich war frisch nach Konlir gezogen und begab mich vor die Tore Konlirs um ein wenig mein neues Zuhause kennenzulernen. Ich wanderte tagelang ziellos umher. So manche Nacht verbrachte ich einsam und frierend nur bedeckt mit einem Silberfuchsfell im Freien. Doch was war ich fasziniert von der wunderbaren Vielfalt der Flora und Fauna der Freewar Welt. Doch auch immer wieder kreuzten wilde Tiere meinen Weg. Was meint denn Ihr wie ich an mein Silberfuchsfell kam?

Doch auch viele neue Menschen lernte ich kennen. Ich wusste gar nicht dass es ausser den Menschen auch liebeswerte Onlos gab. Was ich zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht wusste, war dass es auch nicht so friedfertige Lebewesen in der Freewar-Welt gibt.

Auf meinen Reisen durchquerte ich Reikan welches sehr trostlos auf mich wirkte. Ich genoss es regelrecht in die Wüste Mentorans zu gelangen. Zwar quälte mich der Durst, aber die Oasen beglückten mich, mit ihrer Schönheit. Dort traf ich zum ersten Mal in meinem Leben auf ein Volk, welches mir anscheinend nicht wohl gesonnen war. Es war kurz vor der nächsten Oase als ich auf Maxxer traf. Er gehört zum Volk der Tauruner. Erst traute ich meinen Augen nicht wie sich aus dem Sand plötzlich ein Wesen vor mir bildete. Ich rieb mir die Augen und bevor ich mich versah, wurde ich von ihm niedergestreckt.

Ich erwachte vollkommen verstört in meinem Haus in Konlir. Wie ich erfuhr, fanden mich kleine freundliche Wüstenmäuse und trugen mich mit Hilfe eines Sandhundes heim. Was wäre nur ohne diese lieben Wesen aus mir geworden…

Ich erholte mich langsam von diesem Angriff. Schwer lastete die Angst auf meinem Herzen. Was habe ich diesem Wesen nur getan? Selbstzweifel trieben mich in den Wahnsinn. Es dauerte sehr lange bis ich mich traute mein Haus wieder zu verlassen. Mit Hilfe einen Vertrauenszaubers eines bekannten Zauberers bekam ich genug Mut zusammen und mich erneut auf die Reise zu machen in andere Länder. Ich hatte gehört dass es in Loranien Arbeit für mich gäbe und nahm nur das nötigste mit. Ich sollte dort den Tauchern helfen rote Zauberkugeln im See zu finden. Frohen Mutes begab ich mich auf den Weg. Je länger meine Reise dauerte umso fröhlicher und zuversichtlicher wurde ich. Lag doch Mentoran im Süden und ich konnte durch einen Umweg über Anatubien dies Land umgehen. Man riet mir bevor ich Anatubien durchqueren würde, sollte ich die Nacht im Wirtshaus zum einsamen Baum einkehren und mich ausruhen. Der Weg wäre beschwerlich und ich solle mit frischen Kräften losgehen. So tat ich wie mir geheißen und kehrte im Wirtshaus ein. Was ich jedoch nicht wusste war das dort illegales Blackjack Spiel betrieben wird und sich sehr zwielichtiges Gesindel dort rumtrieb. Ich ging direkt in das mir zugewiesene Zimmer und schlief die Nacht durch. Am nächsten Morgen brachte man mir das Essen sogar aufs Zimmer und nachdem ich mich angekleidet hatte, begab ich mich hinaus in Richtung der Bank aller Wesen. Ich wollte meine Ersparnisse noch schnell überprüfen. Ich wurde jedoch beobachtet wie ich das Wirtshaus verliess. Maxxer hatte im Keller beim Kartenspielen all seine Goldmünzen verspielt und kaum dass er mich erkannte, ging er auch schon auf mich los. Ich erschien ihm wohl als reiches Opfer. Ich trug zwar nur 200 Goldmünzen am Leib, aber für Maxxer war dies wohl ein Vermögen.

Völlig desorientiert erwachte ich erneut in meinem Haus in Konlir. Ein paar befeundete Onlos fanden mich und brachten mich heim, wo ich von ihnen aufgepäppelt wurde. Noch heute bin ich ihnen zu großem Dank verpflichtet.

Ich ging zu einem großen Zauberer in meinem Clan und bat ihn für mich das große Orakel zu befragen. Was hatte ich diesem Tauruner nur getan? Was machte ihn so böse auf mich, dass er mich immer versuchte mich zu töten? Was sollte ich nur tun? Das Orakel war meine letzte Chance. Völlig verstört kam der Zauberer zu mir und teilte mir die Antwort des Orakels mit: Erst wenn Du lernt Deine Feinde zu schätzen wirst du die liebliche Farbe Rot sehen.

Ich konnte mir dieser Weissagung nichts anfangen und auch der große Zauberer wusste sich keinen Rat darauf. Ich grübelte lange darüber nach und ich war der Meinung, dass ich wohl wider meiner Veranlagung als Arbeiter, ich mich wehren müsste.

Ich begab mich zur Bank und nahm alle Goldmünzen die ich besass. In der Markthalle Konlirs wurden Zauber der Starre verkauft, welche ich alle samt aufkaufte. Mein Ersparniss war damit dahin, aber blind vor Rache begann ich meinen Feldzug. Der große Zauberer schüttelte zwar den Kopf über mich, aber dennoch segnete er meine Waffen.

Voller Zorn begann ich suchend durch die gesamte Welt zu streifen. Und ich musste nicht lange suchen. Maxxer war nah und ich schlich mich an ihn heran. Ich bewarf ihn mit einem Starrezauber und genoss den Anblick. Diese Zauber halten immer nur 10 Minuten, aber alle 10 Minuten erfreute ich mich erneut dass die Zauber aus Konlir ihre Wirkung nicht verfehlten. Maxxer jedoch rief die großen Götter an mich afzuhalten, aber mein Zorn war größer als alle Gewalten des Himmels, die Götter selbst trauten sich nicht an mich heran.

Irgendwann waren meine Zauber verbraucht und ich begab mich völlig erschöpft aber glücklich in meine Heimat. Hatte ich doch nicht vergessen, dass in Loranien immernoch der Job auf mich wartete. Eine Woche verweilte ich in Loranien, dann jedoch wurden meine Dienste nicht mehr benötigt. Auf dem Heimweg traf mich jedoch der Zorn Maxxers. Er schlug mich fast tot und wäre nicht das Hasenvolk gewesen, ich würde dies heute nicht Euch erzählen können.

Ich erholte mich noch langsamer von meinen Wunden. Wollte ich doch gerade erst dank des erworbenen Gehaltes in Loranien die Akademie des Lebens besuchen. Was freute ich mich schon auf die Ausbildung dort. Und nun war alles vorbei. Die Meister der Akademie wollten mich nicht mehr annehmen, da mich zu unerfahren wäre. Ich weinte tagelang und konnte es einfach nicht fassen.

Im Traum erschien mir dann eines Nachts das Orakel selbst. Es wiederholte immer wieder die Worte: Erst wenn Du lernt Deine Feinde zu schätzen wirst du die liebliche Farbe Rot sehen.

Ich begab mich gleich am nächsten Tag zum Postamt und schrieb einen Brief an meinen Erzfeind Maxxer indem ich ihn fragte wieso er so stark sei und ich doch gleich alt wie er immer so schwach.

Kurze Zeit später schon erschien Maxxer am Postamt und begann mit mir zu sprechen. Wir unterhielten uns über Waffen, Ausbildunsakademien und unser Leben in Freewar. Maxxer erzählte mir von einer Arena in seiner Heimat Mentoran und ich solle ihn begleiten damit wir herausfinden können woran es liegt, dass ich im Vergleich zu ihm so schwach bin.

Voller Angst folgte ich ihm und war verwundert, dass er wirklich friedlich neben mir lief. Ich betrachte ihn heimlich von der Seite und war verwundert keinen abgrundtief bösen Tauruner neben mir zu sehen. Er wirkte im Gegenteil sehr friedlich. Völlig verstört fand ich mich in der Arena wieder. Ich war beeindruckt von der größe dieses Monuments. Noch nie sah ich so hohe Wände und es schien alles nur aus Sand zu bestehen. Maaxer und ich begannen zu kämpfen und immer wieder fiel ich erschöpft zu Boden. Doch jedes Mal reichte er mir seine Hand und half mir auf die Beine. Er trainierte mich und half mir meine Waffe zu verstärken.

Am Ende des Trainings waren wir fast gleich stark, wobei Maxxer immernoch ein Stück stärker ist als ich. Doch dank ihm kann ich mich nun gegen andere böse Wesen verteidigen. Die Sonne begann unterzugehen und wir sassen zusammen und rauchten die Friedenspfeife. Es war ein wundervoller Tag und ich habe viel gelernt. Und als Maxxer mir zum Abschied eine rote Rose schenkte und sich mit dem Sand Mentorans vereinigte, musste ich lächeln, denn nun endlich verstand ich die Weissagung.

Heute gehe ich ohne Angst hinaus in die Welt, denn ich weiß, irgendwo gibt es viele Sandkörner auf die ich zählen kann.

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