Donnerstag, April 26th, 2012 | Author:

582754_3879901076395_1244844081_33854537_2009409675_nAlso Oma bleibt noch mindestens bis zum 2. Mai im Krankenhaus. Sie versuchen sie mobil zu bekommen so dass sie wieder etwas laufen kann und sie versuchen mit den Medikamenten was Anderes zu machen. Was genau weiß ich jetzt noch nicht. Das Krankenhaus scheint wirklich besser zu sein. Wobei auch da nicht alles perfekt ist.

Irgendwer hatte bei Oma am Nachttisch eine Flasche Desinfektionsmittel stehen lassen. Oma hatte Durst und griff zur Flasche. Meine Mutter kam genau in dem Moment rein als Oma ansetzen wollte und konnte es ihr wegnehmen bevor Schlimmes passieren konnte. Natürlich wurde sofort die Schwester informiert und nun wird noch genauer auf Oma geachtet.  Meine Ma besucht Oma so gut wie täglich und auch mein Großtante und mein Onkel schauen bei ihr vorbei. Nur ich kann nicht hingehen, da mich mal wieder eine fette Erkältung im Griff hat. Und da will ich Oma ganz bestimmt nicht anstecken. Sie hat schon genug Erkrankungen, da brauch sie meine nicht auch noch…

574888_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deVorgestern rief mich dann das Krankenhaus mal an. Jemand von der Sozialbetreuung des Krankenhauses oder so. Es war ein wenig verwirrend für mich. Wir hatten alle Angaben gemacht und trotzdem war sie falsch informiert. Sie habe eine Pflegestufe für meine Oma beantragt. Mein verwundertes wieso das denn, Oma hat bereits Pflegestufe 1 und ein Erhöhungsantrag ist auch schon gestellt wurde irritiert aufgenommen. Meine Oma habe gesagt sie habe keine Pflegestufe. Ich konnte nur den Kopf schütteln. Die wissen doch dass Oma dement ist. Wieso glauben sie ihr dann? Auch solle ich eine Schwerschädigung beantragen. Ich kommentierte nur, dass meine Oma bereits 100% schwergeschädigt sei und G, B und R als Kennzeichen habe. Wieder Irritation am anderen Ende. Und dann gab sie mir eine URL wo ich mich über Betreuungsangebote für Oma erkundigen könne, damit auch wir entlastet seien. Auch dies kommentierte ich damit, dass Oma bereits 2 bis 3 Mal die Woche zur Tagespflege geht und 1 Mal im Monat auch schon jemand zur Pflege mal herkam. Der einzig gute Tipp war dass ich mir für Oma vom Psychiater Betreuungspflege aufschreiben lassen kann. Das liefe dann nicht über die Pflege sondern über die Krankenkasse. Das wäre nochmal ein Extra. Das war mal ein guter Tipp. Die Dame war auch nicht im Bilde dass ich bereits die Betreuerin meiner Oma bin. An der Kommunikation untereinander muss da wohl noch ein wenig gearbeitet werden aber an sich finde ich das grundsätzlich sehr gut. Gibt sicherlich genügend nicht informierte Angehörige die in so einem Fall endlich die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Ein klasse Service an sich.

Wir sprachen auch darüber was unsere Wünsche wären. Ob Oma überhaupt wieder heim soll oder erstmal in Kurzzeitpflege oder nicht. Ich sagte, solange sie noch auf gerader Ebene laufen kann, soll sie nach Hause kommen. Treppen steigen wäre auch schön wenn es wieder ginge da die Toilette eine halbe Etage tiefer im Treppenhaus ist. Aber notfalls müssen wir uns halt mit dem Toilettenstuhl arrangieren. Das würde auch noch gehen. Müssen wir den halt immer ausleeren. Kurzzeitpflege wäre ich aktuell nur dafür, wenn es eine Verbesserung bringen würde bezüglich des Laufens. Ansonsten würde ich im Sommer die Kurzzeitpflege lieber in Anspruch nehmen. Aber wir müssen uns langsam wegen der körperlichen Probleme wirklich ernsthaft mit auseinander setzen. Bei uns um die Ecke gibt es ein Pflegeheim, direkt neben dem Krankenhaus. Das wäre sehr nah und laut Auskunft anderer Personen, die schon Verwandte dort hatten, sei da alles in Ordnung und man sei sehr zufrieden gewesen. Das klingt schon mal gut. So könnte man Oma oft besuchen. Vor allem bekomme man da nur ein leeres Zimmer und kann es mit eigenen Möbeln einrichten. So könnte Oma ihre eigenen Möbel mitnehmen. Finde ich prima. Aber noch hoffe ich dass wir es nicht brauchen.

Laut meiner Mutti soll Oma heute schon etwas besser gelaufen sein. Das lässt uns hoffen. Die Tage war Oma im Krankenhaus gestürzt aber keiner weiß wieso und weshalb. Oma selbst kann sich nicht erinnern. Laut Arzt kann Oma halt auch nur sehr bedingt mitteilen wie wo was weh tut. Teils sagt sie es tut weh an Stellen wo es unmöglich wohl weh tun könne. Nun denn, warten wir mal ab. Sind ja noch ein paar Tage. Da kann viel Gutes passieren. :)

<SAMSUNG DIGITAL CAMERA>Gestern bekam ich übrigens ein Schreiben bzw. Oma bekam ein Schreiben. Da ich befugt bin ihre Post aufzumachen, hab ich das auch getan. Sie habe ein Tens Gerät erhalten und im September müsse sie es dann zurück schicken. Oma hatte aber gar keines bekommen in der letzten Klinik. Wir hatten den Koffer ausgepackt und da war keines drin. Ich da angerufen und nachgefragt. Nein sie habe das bekommen. Man wolle das klären und mich zurück rufen. Tat man auch und zwar heute. Nein sie habe es erhalten, da sie die Unterschrift von Oma drauf. Oma darf aber gar nicht da unterschreiben, nur wenn ich unterschreibe ist es rechtsgültig. Das könnten die ja nicht wissen, tja aber mein Problem ist das aber auch nicht. Mittlerweile bin ich da schmerzbefreit. Ich rief in der orthopädischen Praxis an und beschwerte mich auch gleich mal über die Zustände im ersten Krankenhaus so dass das mal weitergegeben wird. Auch von dort erhielt ich einen Rückruf. Oma hat tatsächlich kein Tens Gerät erhalten. Sie hatten eines ausgestellt und vom Sanitätsladen kam einer ins Krankenhaus zu Oma um es ihr zu bringen. Sie weigerte sich aber partout das Teil anzunehmen. Tja wenn ein fremder Mann Oma was aufschwatzen will dann hat er ein Problem. Laut Arztpraxis war das ein chaotisches hin und her. Tja selbst Schuld…. Sie würden das mit der Firma des Gerätes klären. Na geht doch….

Womit ich mich so rumschlagen muss…..

Dabei würde ich viel lieber im Bettchen liegen und meine Erkältung auskurieren. Aber nein, wir müssen Omas Wohnung auf Vordermann bringen. Wir versuchen den Schrott wegzuschaffen und Unnützes zu entsorgen so dass wir Platz kriegen und die Taschen und Kisten, welche einfach so im Weg rumstehen, endlich verstauen zu können. Oma soll sich dann ja frei bewegen können ohne dauernd über Dinge fast zu stolpern. Was ein Aufwand. Mutti und ich sortieren aus und räumen um während mein Mann dann den Müll runterschleppen darf. Wir fanden natürlich wieder 3 Schachteln Schmerztabletten. Die hat sie sich wohl heimlich mal gekauft gehabt. Man kämpft halt gegen Windmühlen. Wir sind vorsichtig mit den Dingen, die wir entsorgen. Wir versuchen nur Sachen zu entfernen, welche sie nicht braucht und ihr Herz nicht dran hängt oder die gefährlich für sie sind. Teils gar nicht so leicht es zu entscheiden. Lauter Schächtelchen mit Schrauben und Ösen und kaputten Ketten und altem Schrott. Plastikgedöns und leere Glasflaschen und Behältnisse. Viel viel Schrott. Sehr viel Schrott. So fanden wir ca. 20 Videokassetten in einer Tüte. Standen hinter einem Schrank. Darin ein Zettel: “Viel Spaß damit. Einfach mitnehmen.” Hat sie von der Straße aufgelesen. Alles Filme, die sie eh niemals guckt. Sie kann Filmen schon lange nicht mehr wirklich folgen. Daher ab in Müll damit. Ihre eigenen Kassetten lassen wir wo sie sind. Die sind voll mit alten Filmen, die Opa noch aus dem TV aufgezeichnet hat. Schwarzweiß und so. Die schaut sie bestimmt später noch mal gern an. Aber Terminator und Co. – das ist nix für sie. Mochte sie nie.

Wenn man sich dann so hinsetzt und das aussortiert, da denkt man wirklich drüber nach ob es SInn macht all den Kram den man selbst besitzt zu besitzen.

Apropos weniger besitzen – was ein Übergang – unsere Wuffels waren beim Frisör. Sie sind nun wieder kurzgeschnitten und besitzen somit weit weniger Fell.

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Ach und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass meine zweite Oma aktuell auch im Krankenhaus liegt? Ihre Herzklappe scheint nicht richtig zu schließen. Was genau ist und wie vorgegangen wird, das wird sich noch rausstellen.

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4 Responses
  1. Phemania sagt:

    Liebe Conny,
    ich finde es echt erstaunlich wie taff du mit dieser Situation umgehst und wünsche dir ganz viel Kraft damit sich alles weider ein wenig zum Guten wendet.

    Meine Großmutter hat auch Demenz und ist in ein Pflegeheim gekommen, da sie nicht mehr von uns Kindern zu betreuen war. Wichtig war es damals, dass wir ihre Möbel in ihr Zimmer stellen konnten. Nur so konnte sie, nach und nach, ihre neue Heimat akzeptieren.

  2. Conny sagt:

    Mit Oma haben wir bisher nicht über ein Heim gesprochen. Sie würde sicherlich dagegen sein. Deswegen werden wir sehen wie wir es noch hier organisieren können.

  3. Verena sagt:

    Kümmere mich zusammen mit dem Pflegedienst um meine Omi. Sie ist nicht dement, hat aber diverse Krebserkrankungen hinter sich. Das neben meinem Beruf und der Freund darf auch nicht zu kurz kommen. Habe jetzt die Quittung bekommen. Bluthochdruck und Akutes Überlastunssyndrom.

  4. Conny sagt:

    Oh das ist aber nicht gut. Du musst auf Dich acht geben.

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