Es geht uns doch gut..

Heute zeigte mir mein Facebook einen Eintrag von vor einem Jahr:

Gestern war Jahrgangstreffen und so begab ich mich zum Heim W und probierte dort ein Wiener Schnitzel und unterhielt mich mit meinen früheren Klassenkameraden. War ein netter Abend in geselliger Runde mit leckerem Essen. Besonders nett war die Heimfahrt mit dem Bus. Ich lief zum Hauptbahnhof und nahm dort den 134er. Eine Dame sprach mich an der Haltestelle an und wir kamen ins plauschen bis ich daheim an der Bushaltestelle ausstieg. Ich sag ja immer wieder…. gute Gesprächspartner stehen an jeder Ecke. Wer zuhören kann, findet überall spannende Geschichten und nette Erlebnisse.

Das Klassentreffen vor einem Jahr kommt mir vor wie aus einem anderen Leben. Man fuhr in die Stadt in ein Restaurant, man aß in geselliger Runde von gut 25 Personen. Man plauschte und fuhr irgendwann wieder heim und lernte im Bus noch eine nette wildfremde Dame kennen und unterhielt sich lustig miteinander.

Nur ein Jahr später ist das alles nicht möglich. Einfach mit 25 Haushalten in einem Restaurant ohne Abstandsregeln sitzen und essen während noch locker 200 weitere Haushalte mit auf engstem Raum sind…. undenkbar am heutigen Tag.

Der Flügelschlag eines Schmetterlings – ok ok einer Fledermaus – veränderte das gesamte soziale Leben auf diesem Planeten. Man kommt sich vor wie in einem schlechten RTL 2 Katastrophenfilm.

Und doch…. hat man noch immer sehr viel Normalität, wenn man mal genau hinguckt. Wir haben ein Dach über dem Kopf, die meisten können ihrer Arbeit nachgehen, man kann Dinge tun, die vielleicht früher im Stress zu kurz kamen. Das Leben ist anders, aber wahrlich nicht so mies wie bei der letzten Pandemie. Immerhin haben wir Netflix und Co. 😉

Und eines Tages wird es auch wieder so sein, dass man mit hunderten Haushalten dicht an dicht vor einer Bühne stehen kann und ausgelassen den Sänger vorn bejubeln darf. Ohne Masken. Und man darf auch wieder in übervolle Restaurants, wo man eine Stunde aus sein Essen wartet, weil es einfach so voll ist, dass die Küche nicht hinterher kommt. Und es wird schmecken und gut sein und man wird lachen und Spaß haben.

Dass das geht und so kommen wird, wissen wir schon von der letzten Pandemie. Es wird dauern und seltsam sein bis dahin, aber es wird irgendwann wieder so sein als wäre nichts gewesen… bis dahin beißen wir die Zähne zusammen, die Wirtschaft wird sich erholen, die Staatsverschuldung wird scheiße sein aber auch das wird mit den Jahrzehnten sich regulieren und und und.

Es sind keine Bomben auf uns gefallen. Die Häuser stehen. Es gab keine Auslöschung ganzer Städte. Die LKW’s fahren Aldi und Co. an. Das Klopapier ist wirklich nie leer…..

Es geht uns doch gut. Die Einschränkungen nerven, man darf auch mal fluchen und schimpfen, aber uns geht es doch eigentlich noch gut. Keiner vertreibt uns, wir müssen nicht frieren, wir haben Essen und Netflix. (und Amazon Prime und Sky und Disney+ und TVNow und wie sie nicht alle heißen)

Irgendwann kommt unsere Normalität zurück. Es dauert, aber es lohnt sich drauf zu warten und mit den Einschränkungen zu leben, damit so viele wie möglich von uns die Normalität dann noch erleben dürfen. 🙂

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