Das Jahr ging bei uns sehr ruhig zuende. Wir blieben, wie auch schon die letzten Jahre, unter uns. Die Jungs und auch wir Eltern genießen die gemeinsame Zeit – ohne große Party, ohne großen Trubel. Einfach nur zusammen sein und sich den Tag, den Abend und die Nacht schön machen.

Am Vormittag bereiteten mein Mann und ich noch ein paar Dinge vor. In der Zeit machte noch jeder, was er eben so tut. Die Jungs hockten im Wohnzimmer und vertrieben sich die Zeit. Sie können derzeit nicht im Kinderzimmer spielen und auch nicht dort schlafen, da wir seit Ende November einen Wasserschaden mit Schimmelbildung haben. Leider ist seitdem noch nichts weiter passiert. Vermieter ist kontaktiert, es wurde der Gebäudeversicherung gemeldet, aber niemand vereinbart einen Termin mit uns und keiner kommt vorbei um es zu richten. Es ist unschön – vor allem für unsere Kids – dass ihre Kinderzimmer komplett nicht nutzbar sind, aber was sollen wir machen? Es muss ja jemand von der Gebäudeversicherung vorbei kommen und das Ganze aufnehmen und begutachten. Von meiner eigenen Haftpflichtversicherung war ein Schadenregulierer nach nur wenigen Tagen noch Anfang Dezember bei uns und nahm den Fall auf. Aber die Wohngebäudeversicherung meldet sich bislang nicht bei uns. Aber davon ließen wir uns den Jahreswechsel nicht vermiesen.

Ich kochte Mittagessen und danach begaben wir uns auf die Straße vor dem Haus und zündelten ein wenig mit dem Kinderfeuerwerk. Es war regnerisch und windig, doch wir hatten unseren Spaß. Ein paar Knallerbsen und Teppichknaller, eine Handvoll kleine Fontänen und dann waren wir auch schon so an den Händen durchgefroren, dass wir uns wieder in die gemütliche, warme Wohnung begaben. Nach einer Tasse warmen Kakao und einem Krapfen für jeden, beschlossen wir gemeinsam eine Runde Lego Party zu spielen. Was ein tolles Game! Es hat mir tatsächlich besser als Mario Party gefallen.

Im Anschluss begab ich mich erneut in die Küche und begann das Raclette vorzubereiten. Mein Mann baute es auf und ich belud die Schüsselchen. Einen Film hatten wir nachmittags bereits rausgesucht, den wir dann gemeinsam mit den Jungs guckten. Ein Fantasie-Movie, der vom optischen wirklich toll war, aber von der Story und den Talenten der Schauspieler doch eher mäßig bis schlecht war. Den Jungs gefiel er, aber mir nicht wirklich… Mancher Gag war ok, aber ansonsten doch eher keine Freude anzusehen.

Ich hatte zur Freude der Jungs Leuchtstäbe besorgt, die auch nochmal 30 Minuten Spaß machten bis es dann endlich Mitternacht war. Wir wünschten uns ein frohes, neues Jahr und begaben uns an unseren Stammplatz am Fenster auf dem Dachboden. Von dort hat man den besten Blick auf das Feuerwerk. Schon als ich klein war, fand ich es dort toll! Nur eines betrübte mich. Es war seltsam nicht direkt Tata anzurufen, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Dass sie nicht nicht mehr da ist, war in dem Moment sehr greifbar. Ganz oft denke ich: „Jetzt könnte ich eigentlich Tata anrufen.“ – doch das geht ja nicht mehr. Aber um 0 Uhr am 1.1. – ihrem Geburtstag – ist es nochmal deutlich spürbarer, dass es eben nicht mehr geht.

Als das Feuerwerk nachließ, begaben wir uns zurück in die Wohnung, wo die Jungs noch ein wenig „Nicht nachmachen“ guckten. Das scheint immer an Silvester zu laufen, denn ich entsinne mich, dass sie es auch im Jahr davor guckten. Es ging dann sehr spät ins Bett. Es war ein toller Jahreswechsel und meine beiden Jungs waren richtig happy.