Oma und die Nähmaschine

IMG_8764 Puh den ganzen Tag gab es nur Stress. Oma drehte am laufendem Band durch. Ich bekam heute früh raus dass sie eine Nähmaschine verkaufen will. An sich keine große Sache. Es ist abgesprochen, dass sie Dinge, die sie verkaufen will, mir gibt und ich die dann entweder entsorge oder verkaufe. Je nachdem was es ist. Manchmal will sie für Schrott noch richtig Kohle sehen. Unmöglich. Ein uralter defekter Vogelkäfig, dessen Wert noch nicht mal 5 Euro war, wollte sie für 50 Euro verticken. Geht gar  nicht.

Nun erfuhr ich dass sie eine Kleinanzeige beim heißen Draht aufgegeben hatte. Sie sagte heute morgen, es war aber wohl doch schon gestern. Nun denn versuchte ich 2 Stunden lang jemanden beim heißen Draht zu erreichen. Irgendwann klappte es dann auch. Aber nur dank meines Einfallsreichtums… Ich wählte irgendwelche Nummern am Ende damit irgendwann jemand dran ging und mich weiterverband. Klappte auch. Da hieß es Oma habe keine Anzeige aufgegeben.

Nun schau ich eben ins Internet. Doch hat sie wohl….

2 Sorgen hatte ich dabei.

1. Wenn jemand sie anruft und mitbekommt dass sie eine ältere Frau ist, dann zieht sowas Kriminelle auf den Plan. Nähmaschinen vor allem alte werden gern mal von älteren Herrschaften verkauft. Oma versteht eh nicht was die Leute ihr am Telefon erzählen….

2. Oma könnte eine falsche Telefonnummer angegeben haben, da sie ihre eigene Nummer dauern vergisst oder durcheinander wirft. Schreibt man sie ihr auf, erkennt sie nicht dass es ihre ist.

Sorge 2 hat sich bestätigt. Die Telefonnummer ist fehlerhaft. Somit werden die möglichen Interessenten halt nicht anrufen können. Ist mir aber das liebere Übel….

(Prompt wo ich das hier schreibe, ruft Oma um 0 Uhr nachts schon wieder bei mir an….. sie hat irgendeinen Wecker mal wieder auf klingeln gestellt und dann ruft sie bei mir an weil ihr Wauwau nicht da ist. Dieser ist gerade noch Gassi und dann geh ich rüber und such den Wecker, der schon nicht mehr klingelt und hatte nun eine 20minütige Diskussion über fehlende Türen, wie scheiße ich sei und das das so alles nicht ginge….es endete mich ah mein Wauwau und knuddel und Gute Nacht)

So nahm ich die Schreibmaschine also an mich worauf Oma mal wieder durch drehte. Das Ding ist schwer und absoluter Horror für ihre Knochen… Oma will laut eigener Aussage 150 Euro für das uralte Teil. Sie habe 500 Euro damals dafür bezahlt. DM sind wohl realistischer. Ich weiß nicht mal ob das Monster noch geht. Meine Internetsuche ergab dass man froh sein kann wenn jemand sie für 15 bis 30 Euro haben möchte. Und dann muss sie gehen bei dem Preis!

Da lohnt sich das Verkaufen nicht mal wirklich. Dennoch werde ich die alte Automatiknähmaschine Anker Phönix von Anno Tucken mal versuchen zu verkaufen.…

Und was war den ganzen Tag so stressig? Oma kam dauernd zu mir wegen dem Verkaufen, dann wegen irgendwelcher fehlenden Schokolade, dann wegen 5 Euro die weg seien, dann wegen fehlendem Kuchen ach ich hab keine Ahnung. Ich konnte sie jedes Mal beruhigen wenn es auch oft starke Nerven gekostet hat….

One thought on “Oma und die Nähmaschine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.