Noch immer im Krankenhaus und noch keinen Koller….

Langsam müsste ich doch an einem Krankenhauskoller leiden….. tu ich aber nicht. Sonst bin ich immer diejenige, die den Ärzten auf den Sack geht und sagt: “Ach Doc, was soll ich denn noch hier, daheim ist doch schöner…” Doch dieses Mal ist alles anders. Ich hab null Drang heimzukommen. Klar, meine Hunde fehlen mich sowas von…. doch meine Kinder sind hier. Nicht direkt bei mir, aber nah. Ich bin 2 mal am Tag für je 2 bis 3 Stunden bei ihnen. Da fehlt irgendwie der Heimdrang.

nurse-159224Doch langsam kommt die Heimat in Sicht.

Man spricht nun langsam von dem Ende der Krankenhausaufenthalte. Langsam…. Jemand von dem Patientenentlassungsmanagement war schon da. Ich brauche nämlich nach meiner Entlassung häusliche Krankenpflege für die Wundversorgung. Darum wird sich derzeit schon mal vom Krankenhaus aus gekümmert. Auch eine Haushaltshilfe nach Entlassung der Zwillinge könnte möglich sein, doch ob ich die nutzen werde, bleibt abzuwarten. Erstmal hat mein Mann 2 Wochen Urlaub und in der Zeit muss man sehen, wie mein Zustand sich weiterentwickelt. Auch bei den Kindern hörte ich bereits Entlassungsgedanken läuten.

Die Kids wurden verlegt

Es wurden 2 Frühchen geboren, die dringend einen Platz auf der Intensivstation brauchten und so hat man die gesündesten Kids der Station verlegt. Das waren meine Beiden. Sie sind nun auf einer normalen Kinderstation. Nur noch die Herzfrequenz und der Sauerstoffgehalt des Blutes wird über ein externes Gerät per Fußsonde gemessen.

Sie haben dort ein normales Kinderbett, welches sie zusammen belegen. Das gefällt mir. Sie liegen schön nebeneinander. Und sind friedlich, wenn ich sie wickel. Sie trinken gut aus dem Fläschchen und die Menge hat sich heute von 50ml auf 70ml erhöht, einfach weil die Kids es so wollten und nicht weil es sein musste. Doch liegen sie dort in einem Zimmer, wo noch 3 weitere Kleinkinder liegen, deren Mamis rund um die Uhr bei ihren kranken Kindern verweilen, die OP’s hinter sich haben. Da komm ich mir doch seltsam vor, denn meine sind gesund und müssen nur noch etwas wachsen. Auch dass ich nicht rund um die Uhr dabei sitze, sondern auch in mein Zimmer gehe bzw. fahre, erscheint mir innerlich wie ein Fevel, aber meine 2 sind noch so klein, dass sie kaum echte Wachphasen haben.

Der Gesundheitszustand meiner Kinder

Meines Erachtens sind beide ziemlich gleich auf. Basti gilt auf Station als der Stärkere, doch oft sehe ich eher in Alex den Stärkeren. Wirklich schwer zu beurteilen. Sie nehmen sich nicht viel, sind halt wirklich nah beieinander von der Entwicklung. Alex trinkt stärker an der Brust, Basti ist eine Schnarchnase, aber trinkt die Flache ratzfatz leer, wenn er sie nicht verpennt…. dafür erscheint Alex oft wacher und lebendiger. Sagen wir so: Ich höre und sehe nur Gutes von meinen Jungs. Sie sind gut drauf. :)

Wenn alles so läuft wie gedacht, werde ich wohl Ende der Woche rauskommen und meine Jungs eine Woche später. Doch da lasse ich mich noch überraschen. Die Kinderärztin wollte heute eigentlich mit mir reden, aber tauchte dann aufgrund eines Notfalls nicht auf. Also weiß ich erst morgen Näheres. :)

Meine Gesundheit

Mein Zustand ist mittlerweile stabil. Mein Entzündungswert ist auf 63 gefallen und normalisiert sich. Die Verhärtungen im Bauch bleiben mir noch lange erhalten. Wie sie sich entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Meine Naht sieht gut aus. Hier und da sind noch Rötungen zu sehen, die mit Retterspitzwickel noch behandelt werden, und an 2 Stellen ist die Naht noch oberflächlich offen. Wann diese zugehen, bleibt weiterhin abzuwarten. Mein Bauch fühlt sich seltsam an. Missempfinden pur. Klar, waren ja auch alle Nervenstränge durchtrennt. Mein Insulin da zu spritzen ist eher unangenehm. Derzeit spritze ich nur morgens und abends zu den Mahlzeiten. Ich bekomme keine Infusionen mehr, sondern wir wechselten zu oraler Medikamenteneinnahme.

Ich habe heute Nachmittag sogar mal eine halbe Stunde auf der Seite gelegen. Angenehm war es nicht, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass in meinem Innern alles rutscht, aber immerhin, ich konnte mich auf die Seite drehen. Für mich ein riesiger Erfolg. :)

Laufen ist jedoch noch immer ein Problem. Ich watschel eher und es brennt tierisch. Weite Strecken sind noch nicht drin, aber mich normal innerhalb meiner Wohnung später bewegen, sollte möglich sein. Auf Spazierfahrten müssen meine Kinder jedoch noch einige Zeit verzichten. Das ist aktuell zumindest nicht drin. Aber das kann der Papa dann ja übernehmen. :)

Ansonsten habe ich dauerhafte Nackenverspannungen und dazu ordentliche Kopfschmerzen. Aber da begrüßt mich meine normale Fibroerkrankung mit. Nachdem die entspannende Wirkung der Schwangerschaftshormone nun wegfallen, muss ich mich wieder der Fibro stellen.

Doch im Großen und Ganzen fühle ich mich wohl. Schon 2 Tage lang hatte ich keinen Fieberschub mehr und ich werde immer selbstständiger. :) Es geht bergauf somit. :)

Fotoquelle: OpenClips / pixabay

2 thoughts on “Noch immer im Krankenhaus und noch keinen Koller….

  1. So, Sternschnuppen beguckt, dein Update gelesen, jetzt kann ich schlafen :D :D
    Klassr, dass es bergauf geht und deine Kids sich so prächtig entwickeln!!!! :)

    Glg

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