Basti und seine Kopforthese – Alles über seine Helmtherapie

Basti war im Mutterleib immer in gleicher Position. Sein Brüderchen nahm ihm wohl ein wenig den Platz weg. Im Krankenhaus schien es nicht aufgefallen zu sein, dass er nur in eine Richtung schaute. Viel später sichtete ich alle gemachten Fotos und tatsächlich, Basti lag immer mit dem Kopf nach rechts. Erst bei der U3 ist es aufgefallen und ab da bekamen wir Krankengymnastik für ihn verordnet. Wer sich nun fragt, wieso es mir nicht auffiel: Die Kinder und ich waren 3 Wochen im Krankenhaus, ich konnte sie nur 1 bis 3 Mal am Tag für ein Stündchen auf der Intensivstation besuchen. Wie soll ich es da merken? Nun denn, ich schaffte mehrere Lagerungskissen an und diese wurden stetig, ohne Ausnahme, verwendet. Die minmal längliche Hinterkopfform nahm ab, doch sein Gesicht war bereits stark verschoben. Die Krankengymnastik brachte nur sehr langsam einen Erfolg in seiner Bewegungsfähigkeit. Bei einem Orthopäden vorstellig, hieß es, er habe keine schmerzhaften Blockaden. Stimmt, schmerzhaft waren sie nicht, aber eine andere Ärztin stellte fest, dass er durchaus Blockaden hatte und teils noch hat. Da dies jedoch alles nur langsam voran ging, hatte sich bereits eine starke Gesichtsskoliose gebildet. Seine ganze rechte Gesichtshälfte war nach vorn gerutscht. Der Kopf an sich von oben gesehen, war windschief. Wir bekamen eine Überweisung ins Annastift, wo sein Kopf im Dezember vermessen wurde.

Es hilft nur noch eine Helmtherapie

Im Annastift wurde dann ein Ohrenunterschied von 1,6cm festgestellt. Dieses ist ein sehr hoher Wert. Die Asymmetrie war mit 1,1cm nicht wirklich schlimm, jedoch durch die Windschiefe mit starker Gesichtsskoliose und den Ohrenunterschied war eine Helmorthese angeraten.

Umgehend beantragte ich die Kostenübernahme bei der BIG direkt. Anfang Januar kam dann die Ablehnung mit der Begründung, dass es sich hierbei um eine neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode handelt und diese vom Gemeinsamen Bundesausschuss nicht positiv bewertet wurde. Die Wirksamkeit sei nicht erwiesen. Auch sei ein schiefer Kopf keine Erkrankung und herkömmliche Behandlungsmethoden wie wechselartige Lagerung und Krankengymnastik würden ausreichen. Die Ärztin aus dem Annastift hatte in ihrem Gutachten über Sebastian jedoch deutlich schon hinein geschrieben, dass in seinem Fall bei herkömmlichen Behandlungsmethoden keine Besserung zu erwarten sei. Ich hätte meinen Sohn über Wochen auf die linke Seite festzurren müssen, um sein Gesicht auch nur annähernd gerade zu bekommen.

Ich legte umgehend Widerspruch ein und schickte auch die Ergebnisse der neuen Untersuchung vom 5. Januar mit. Hier zeigte sich, dass die Asymmetrie sich nicht verändert hatte, die Gesichtsskoliose jedoch sich verstärkte und der Ohrenunterschied mit 1,5cm weiterhin dramatisch blieb.

Wir zahlen erstmal selbst

Was bleibt einem als Eltern übrig? Wir wollten nicht, dass Basti mit einem schiefen Gesicht rumrennt. Vor allem kann dies auf Dauer starke Schmerzen verursachen. Die Kiefergelenke können durch die Schiefe Probleme verursachen. Es kann zu chronischen Verspannungen kommen. Viele Behandlungen wären von Nöten. Ein Leben mit Schmerzen – das kenn ich selbst – ist nichts, was ich für meinen Sohn will. Wir beauftragten also den Helm. Ich recherchierte im Internet, tauschte mich mit anderen betroffenen Eltern aus. Die Kassen handhaben es sehr unterschiedlich. Dank einer sehr schwammigen Studie aus Holland, wird die Helmtherapie in Deutschland weiterhin abgelehnt. Die Kassen denken hier nicht unternehmerisch. Statt bei schweren und eindeutigen Fällen lieber einmalig 1819 Euro für einen Helm zu bezahlen, nehmen sie das Risiko in Kauf Beträge in 5stelliger Höhe und mehr an Behandlungen bezahlen zu müssen. Hier wird sich stur an Gesetze gehalten, statt die Kinder zu sehen.

Wie funktioniert der Helm

Der Kopf des Kindes wird vermessen und der Helm danach angefertigt. Der Helm liegt an den Stellen eng an, wo der Kopf nicht weiterwachsen soll und lässt da Platz, wo der Kopf “rein” wachsen soll. Bei Kontrollen wird der Helm teils weiter ausgefräst, damit der Kopf in die Richtungen wächst, wohin man ihn haben will. Damit wird der Kopf begradigt.

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Basti bekam seinen Helm

Viele Eltern haben Angst vor dem Helm, weil er 23 Stunden am Tag getragen werden muss. Doch die Angst ist aus meiner Sicht heraus unbegründet. Sicherlich, es kann immer Komplikationen geben, doch bei Basti habe ich bisher großes Glück. Er akzeptiere den Helm sofort. Kein Weinen, kein Geschrei. Weder beim Auf- noch Abziehen. Ich finde er sieht sogar sehr süß mit dem Helm aus. Einzig der Helm und Bastis Kopf stinken ganz ordentlich, wenn die helmfreie Stunde losgeht. Der Helm wird vorsichtig mit einem leicht feuchten und in babydream Shampoo getränkten Lappen gesäubert und dann nochmal feucht nachgewischt. Auch Bastis Kopf wird danach sofort mit dem Shampoo gewaschen. Das Shampoo vom Rossmann ist übrigens das bisher Beste, welches den Geruch eindämmt. Eigentlich nimmt man zur Helmreinigung Alkohol, doch da ich sehr viel davon las, dass die Haut der Babys damit reagiert, habe ich das gleich sein lassen. Ansonsten ist der Helm für Basti einfach etwas ganz natürliches. Als Mama muss ich nur immer aufpassen, dass er mir keine Helmkopfnuss verpasst oder gar seinen Bruder mit dem Helm erwischt.

Der Helm wurde aufgeppt

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Die Aufkleber sind lustig. Sie sehen zwar etwas “bekifft” aus, aber irgendwie sind sie auch niedlich. :) Man bekommt sie übrigens bei Helm-Aufkleber.de.

Der Widerspruch wurde ebenfalls abgelehnt

Am 5.2.2015 hat die Big direkt nun auch den Widerspruch abgelehnt. Sie berufen sich erneut darauf, dass sie die Leistung nicht übernehmen dürfen. Nun geht mein Widerspruch am 24.02.2015 vor den Widerspruchsschuss, doch man macht mir keine Hoffnung, dass er dort positiv bewilligt würde. Somit sei es nun schon fest, dass die Big direkt nicht bezahlt.

Der Helm funktioniert

Ich bin froh, dass wir für Basti den sicheren Weg gegangen sind. Der Helm funktioniert. Nach 5 Wochen war die erste Kontrolluntersuchung und dabei wurde festgestellt, dass die Asymmetrie auf 0,6 gefallen ist und der Ohrenunterschied auf 1,3cm. Das wäre schon ein sehr guter Erfolg. An den Vorher-Nachher-Bildern sieht man deutlich, dass es nun in die richtige Richtung geht. Die nächste Untersuchung ist Mitte April, auf welche ich besonders gespannt bin.

Glück im Unglück

Um den Helm zu bezahlen, mussten wir tief in die Tasche greifen. 1819 Euro – das tat uns durchaus weh. Zwillinge sind nicht günstig, das fraß bereits vor der Geburt unsere Rücklagen, doch ich halte mir immer vor Augen: Der Helm hätte uns auch doppelt treffen können. Alex jedoch hat eine ganz normale Kopfform. Womit meines Erachtens auch bewiesen ist, dass Bastis Kopfform keine Frage eines Lagerungsfehlers unserseits ist. Die Krankenkasse hat abgelehnt und wir bleiben auf den Kosten sitzen. Andere Krankenkassen wie die AOK Niedersachsen zahlen den Helm durchaus. Auch die IKK hat schon mehrfach, jedoch wohl teils auch durch medialen Druck, die Kopforthese übernommen. Hierbei handelt es sich jedoch immer um Einzelfallentscheidungen. Man hat aber bei sowas nicht monatelang Zeit, um von Krankenkasse zu Krankenkasse zu hüpfen und es immer wieder neu zu probieren, denn gerade in den ersten Lebensmonaten wächst der Kopf sehr schnell und dies will man natürlich ausnutzen, damit die Kinder so kurz wie nur möglich den Helm tragen müssen. Glück hatten wir auch beim Annastift. Die Betreuung dort ist sehr gut und es ist so ziemlich die beste Anlaufstelle für Kopforthesen im Norden. Ich traf sogar schon Eltern aus Ostfriesland, die nur für den Helm immer wieder nach Hannover kommen.

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Was wir tun werden

Wir warten nun das Urteil des Widerspruchausschusses ab. Ab da bleibt uns eine kurze Zeitspanne in der wir überlegen können, ob wir eine Klage beim Sozialgericht einreichen. Die Chancen stehen jedoch meiner Recherche nach nicht besonders gut. Durchaus gab es Fälle in denen die Kassen den Helm als Hilfsmittel übernehmen mussten, doch kann man sich darauf eben nicht verlassen. Wir sind zwar rechtschutzversichert und könnten das Risiko eingehen, die Frage ist nur, wollen wir das? Ich habe einmal in meinem Leben gegen eine Krankenkasse vor dem Sozialgericht geklagt. Ich habe zwar gewonnen, aber es dauerte 3 Jahre und war viel Papierkram. Natürlich könnten wir auch versuchen die Medien und die Presse zu mobilisieren, doch ich will mein Kind nicht wegen Geld vor eine Kamera zerren. Ich finde es nicht gut, dass die Kopforthesen nicht von allen Kassen übernommen werden, weswegen ich auch darüber schreibe und noch weiter schreiben werde, aber einen auf Bettler wie unfair das sei, will ich nicht machen. Ich will, dass Kinder, und natürlich auch mein Sohn, das bekommen, was ihnen hilft. Da wo herkömmliche Therapien nicht helfen können, nachweislich, da soll meiner Meinung nach der Helm bezahlt werden. Er gehört unter gewissen Bedingungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.

Ich kann heute noch nicht sagen, was wir dann tun werden, wenn auch die letzte Ablehnung seitens der Krankenkasse kommt. Ob wir klagen werden oder nicht. Ich will es eigentlich nicht, ich hoffe wohl noch auf ein Wunder.
Was würdet Ihr tun?

14 thoughts on “Basti und seine Kopforthese – Alles über seine Helmtherapie

  1. Ich würde klagen! Es ist eine Frechheit, das notwendige Hilfsmittel von manchen Krankenkassen anstandslos bezahlt werden und von manchen nicht! Gerade wenns um Kinder geht, sollte so mancher Sachbearbeiter einmal gründlich nachdenken, ob es nicht doch eine Ausnahmeregelung gibt! Ich arbeite selber bei einer Berufsgenossenschaft als Reha Managerin, bin gelernte Sozialversicherungsfachangestellte und weiß, dass es IMMER Spielräume gibt! Und ich würde mich nicht auf Aussagen der Mitarbeiter verlassen, dass der Widerspruchsausschuss negativ bescheidet. So kann man nämlich auch die Zahl der Widersprüche gering halten – manche Versicherten verzichten dann direkt auf den Widerspruch. Auch wenn ein Klageverfahren langwierig sein kann – ich würde es durchziehen. Der bisher verzeichnete Erfolg gibt der Therapie doch jede Daseinsberechtigung!

  2. Puh das ist heftig, ich bin froh das bei uns das lagern geholfen hat, aber da war es eher ein Problem mit den Nacken, das auch ich als Baby hatte, eine zu kurze Seite so das man leicht schief schaut.
    Ich frag mich gerade wie Menschen mit wenige verdienst sich so ein Helm leisten sollen. Denken da die Krankenkassen nicht nach? Lieber das Kind entstellen statt helfen?
    ICH hätte keine 2000€ gehabt. Ich hätte es auch nicht leihen können. Das ist echt krass…

    Hätte ein Kassenwechsel nichts gebracht?

  3. Ein Kassenwechsel hätte zu lange gedauert und den Behandlungsbeginn verzögert. Da hätte neu eingereicht werden müssen und vor der Ablehnung hätte ich nicht starten dürfen.
    Die Anbieter des Helms bieten notfalls Ratenzahlungen an und sind da auch sehr entgegenkommend.

  4. Hallo! Wir stehen auch gerade vor der Frage helmTherapie ja oder nein! Ich würde mich über einen persönliche Austausch sehr freuen!

  5. Hallo, ich würde auf jeden Fall bei der Krankenkasse kündigen!!!! Wir sind übrigens auch mit unserem Sohn in Hannover und kommen aus Ostfriesland :-) ALLES GUTE!!!!
    Inka Koch

  6. Hallo.
    Wir haben auch eine Ablehnung bekommen trotz Wiederspruch. Haben uns dazu entschlossen Klage einzureichen und haben einen Termin bei einem Anwalt. Mal schauen wie es weiter geht. In München gab es ein positives Urteil warum nicht auch in Hamburg.
    Nach der Klage werde ich auf jeden Fall die Kasse wechseln.
    Ich spiele auch mit dem Gedanken an die Medien zu gehen, denn es kann nicht sein das die Kassen Überschüsse haben ohne Ende aber einem Kind nicht helfen wollen. Allerdings möchte ich nicht das mein Sohn darunter leidet wenn es an die Öffentlichkeit geht.

    Mfg Sven P.

  7. Hi Conny, wir sind gerade in der gleichen Situation, allerdings benötigen bei uns beide Zwillinge einen Helm. Die Kosten sind ein Schock, aber man hat keine Wahl – es geht um die gesundheitliche Zukunft der Kinder!

    Unsere KK hat leider auch abgelehnt, ich werde jetzt mal einen Anwalt fragen, ob es Aussichten hat, hiergegen vorzugehen. Es scheint ja abhängig von der KK immer wieder positive Bescheide gegeben zu haben.

    Super, dass ihr den Helm aufgehübscht habt, das werden wir auch noch machen, das weiß ist ja sehr klinisch… Wir haben die Helme vom gleichen Hersteller wie ihr, geht das mit den Aufklebern gut?

    Eine Frage wegen der Kopf- und Helmreinigung: Du nimmst Shampoo? Uns hat man ausdrücklich gesagt, dass nur der reine Alkohol verwendet werden darf und der Helm darf nicht innen nass werden, da man das nicht aus dem Styropor rauskriegt. Wie gehst Du also bei der Reinigung vor? Würde mich über Tipps freuen, da der Geruch doch sehr unangenehm ist… Momentan reiben wir die Helme zu Beginn der „helmfreien Stunde“ mit dem Alkohol und einem Tuch aus und reiben den Kiddys den Kopf mit etwas Wasser ab.

    Liebe Grüße! Chris.

  8. Hallo, oha für beide direkt, das ist übel was die Kosten anbelangt. Könnt Ihr vielleicht noch die Kasse kurzfristig wechseln?

    Die Aufkleber gehen recht gut. Halten nicht ewig. Ich hab schon mehrfach neu beklebt. Aber immer besser als das rein Weiße.

    Manche Kinder reagieren auf den Alkohol. Ich nehm einen Lappen und schäume ihn mit Babyshampoo ein. Dann wringe ich ihn sehr sehr stark aus und reibe damit im Innern den Helm aus. Danach greife ich zu einem anderen Tuch, was ich nur mit Wasser nass machte und wringe es ebenfalls sehr stark aus. Danach gehe ich damit nochmal durch den Helm.

    Der Helm hats bisher gut überstanden.

    Tja der Geruch – gewöhnt Euch lieber dran. Wir haben Basti dann immer wieder mit dem Rossmann Babyshampoo den Kopf gewaschen, wenn es zu schlimm war.

  9. Hallo, oha für beide direkt, das ist übel was die Kosten anbelangt. Könnt Ihr vielleicht noch die Kasse kurzfristig wechseln?

    Die Aufkleber gehen recht gut. Halten nicht ewig. Ich hab schon mehrfach neu beklebt. Aber immer besser als das rein Weiße.

    Manche Kinder reagieren auf den Alkohol. Ich nehm einen Lappen und schäume ihn mit Babyshampoo ein. Dann wringe ich ihn sehr sehr stark aus und reibe damit im Innern den Helm aus. Danach greife ich zu einem anderen Tuch, was ich nur mit Wasser nass machte und wringe es ebenfalls sehr stark aus. Danach gehe ich damit nochmal durch den Helm.

    Der Helm hats bisher gut überstanden.

    Tja der Geruch – gewöhnt Euch lieber dran. Wir haben Basti dann immer wieder mit dem Rossmann Babyshampoo den Kopf gewaschen, wenn es zu schlimm war.

  10. Hallo zusammen, kämpfe auch seit Mai mit der Krankenkasse, bei mir werden die Kosten auch immer wieder abgelehnt.Habe aber etwas im Internet gefunden und die KK angeschrieben.Nun warte ich auf Antwort.:Krankenkasse muss Kopforthese zahlen

    Sozialrecht

      (30 Bewertungen)

    Das Sozialgericht München hat die Krankenkasse verpflichtet, die Kosten für eine Kopforthese zu übernehmen. Hierzu führte das Gericht aus: „Im vorliegenden Rechtsstreit geht es um ein ca. 1-jähriges Kind. Es ist deshalb verständlich und von der Entwicklung von Kindern her geboten, dass den Kindern die bestmögliche medizinische Versorgung zugutekommt, die wir in Deutschland haben.“

    Das Kind hatte eine massive Verformung des Kopfes. Die Mutter beantragte daher bei der Krankenkasse eine Kopforthese (einen speziell angepassten Kopfhelm), um möglichst frühzeitig und rasch eine normale Kopfform wieder herzustellen und damit massive Spätschäden zu vermeiden. Trotz ordnungsgemäßem Antrag auf Hilfsmittelversorgung und Ausstellung eines entsprechenden Verordnungsbelegs durch einen Vertragsarzt, lehnte die Krankenkasse die Kostenübernahme ab.

    In der Begründung führte sie aus, bei der Kopforthesentherapie würde es sich um eine neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode handeln, deren Nutzen wissenschaftlich nicht belegt und daher nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen vorgesehen sei.

    Dem konnte wirksam entgegengehalten werden, dass es sich nicht um eine neue Behandlungsmethode iS von § 135 SGB V handelt, sondern vielmehr um ein Hilfsmittel iS von § 33 SGB V, welches in der medizinischen Wissenschaft für die Behandlung von Kopfasymmetrien vorgesehen ist.

    Das Gericht führte daher weiter aus: „Die Bescheide entbehren daher der notwendigen Prüfungsschärfe und Begründung und sind allein schon deswegen aufzuheben, da sie rechtswidrig sind.“ (SG München, Az.: S 2 KR 195/13)

  11. Hallo,
    Hattet ihr bei der Big direkt letztendlich doch noch Erfolg?
    Habe ebenfalls Zwillinge und sie betrifft es beide !
    Die. Homepage. 2x 1800 Euro!!!
    Danke

  12. Hallo Anett,

    nein, wir hatten keinen Erfolg und haben selbst bezahlt. Dir bleibt nur ein Kassenwechsel zu einer Kasse, die es übernimmt.

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