Unser Jahreswechsel

Frohes neues Jahr Euch allen. 🙂 Ich hoffe Ihr seid gut reingerutscht. Wir zumindest sind es. Soviel sei schon einmal vorab verraten. 🙂

Das Silvesterfest war für viele Menschen anders als all die Jahre zuvor. Es gab keine Böller zu kaufen, es durfte keine großen Partys geben und das Ver- und Ansammeln auf der Straße war verboten.

Kinderfeuerwerk – ja oder nein?

Schon bevor das Böllerverbot kam, war ich bei Rossmann und hatte mich mit Kinderfeuerwerk eingedeckt. Und dann kam das Verkaufs- und Böllerverbot. Dürften wir das Kinderfeuerwerk im Hof zünden? Anfangs war alles untersagt und kurz vor Silvester kam dann die Änderung der Verordnung bei der explizit das Böller- und Verkaufsverbot für F2 Feuerwerk erwähnt wurde. Hinzu kam, dass unsere Straße, in der wir wohnen, zur Feuerwerkverbotszone erklärt wurde auf der von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens nicht mal Feuerwerk mitgeführt werden durfte. Die Parallelstraße hingegen – keine 100 m weiter – war komplett frei zum Böllern erlaubt. Leider wurde meine Frage, wie Anwohner unserer Straße dort nachts hinkommen, wenn das Mitführen verboten ist, von der Region Hannover nie beantwortet. War für mich aber eh unerheblich, da wir nur F1 Feuerwerk hatten.

Unser Silvestertag startete traditionell in aller Ruhe. Mein Mann und ich sammelten die Weihnachtsdeko aus der ganzen Wohnung ein und schmückten den Weihnachtsbaum ab. Danach pusteten die Jungs und ich Luftschlangen auf den Baum und quer durch die Wohnung und dekorierten so alles „silvesterlich“.

Kinderfeuerwerk

Wir knallten auf der Straße

Nach einem späten Mittagessen zogen wir uns an und begaben uns auf die Straße vor unserem Haus. Wir hatten es zeitlich so geplant, dass die Läden bereits geschlossen waren und die kleineren Kinder hoffentlich noch im Mittagsschlaf schlummern. Wir wollten um jeden Preis eine Ansammlung wie das Jahr davor beim Knallen verhindern. Spaß ja – aber bitte Coronakonform. Da ich zur Risikogruppe gehöre, sind wir besonders umsichtig was das Thema angeht. Das Knallen mit F1 Feuerwerk in der F2 Verbotszone vom Spielplatz etwas entfernt erschien mir so als beste Lösung. Und wenn es zu einer Ansammlung gekommen wäre, wären wir flott auf unseren Hinterhof entschwunden. Die Verordnung mit dem Passus Feuerwerk nahm ich ausgedruckt vorsichtshalber mit und auch die Inhaltsangabe von unserem Feuerwerk aus dem hervorging, dass es sich um F1 Feuerwerk handelt. Ich wollte lieber auf Nummer sicher gehen. Bei dem ganzen Verordnungswechselspiel kommt ja vielleicht nicht jeder hinterher.

Wir sind also runter und ich stellte meinen Jungs je eine Dose auf die Bank – prall gefüllt mit Knallerbsen. Sie warfen begeistert ihre Knallerbsen auf die Straße. Alex immer nur zwei oder drei auf einmal und Basti griff immer mal wieder mit voller Hand hinein und ließ es lauter knallen. Sie freuten sich. Ich zündete hier und da eine flotte Biene oder einen dicken Brunner und mein Mann war für die Fontänen und Vulkane zuständig.

Die Menschen um uns rum lächelten und gingen brav weiter. Meine Jungs waren bis kurz vor Ende die einzigen Kinder dort. Kurz vor Ende kam eine Mutter mit zwei Kindern in ähnlichem Alter wie meine Jungs vorbei. Vielleicht ein und zwei Jahre jünger. Die Kinder schrien begeistert auf als sie den Vulkan entdeckten und lachten bei den Knallerbsen. „Mama, darf ich auch?“ hörte ich von einem Kind und stellte daraufhin ans Ende der Bank eine der Knallerbsendosen und ließ sie beide einmal kräftig reinfassen. Auch später stellte ich ihnen nochmal je eine kleine Dose mit dicken Knallerbsen hin, worauf sie sich riesig freuten und wieder zu ihrer Ma rannten und dort mitknallten. Wir Mütter achteten dabei auf den Abstand unserer Kinder und es klappte recht gut. Meine Jungs hatten brav ihre Masken auf, genau wie wir, da hier eine Maskenpflicht in der Straße besteht.

Die Polizei fuhr auch einmal an uns vorbei und lachte im Auto als Basti wieder mal gefühlt fünfzig Knallerbsen auf einmal warf und vor Freude hüpfte.

Zuletzt wurden das Knallerbsenfeld nochmal abgelaufen und abgehüpft. Es gibt immer Blindgänger und diese fanden die Jungs auch ziemlich zielsicher.

Spaß daheim

Im Anschluss ging es wieder hinauf in die warme Wohnung. Dort erwartete uns ein halber American Cheesecake mit Blaubeersoße, wobei die Jungs es lieber mit Erdbeersoße verspeisten. Halb war er übrigens nur, weil wir uns tags zuvor nachholenderweise mit meiner Freundin und ihrer Tochter trafen. Ein negativer Corona Test ließ das Treffen dann nämlich zu, was wir am 2. Weihnachtsfeiertag noch ausfielen ließen. War übrigens auch ein toller Tag. Die Kinder hatten viel Spaß und es war schön sich mal wieder von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten und gemeinsam zu essen und Kaffee zu trinken.

Nun denn zurück zu Silvester…. wir mampften den Kuchen restlos auf. Wir zündeten ein wenig Tischfeuerwerk, was ich zum Teil ein wenig vom Inhalt aufgepeppt hatte. Schön wenn man übers Jahr so Kleinkram irgendwie sammelt und dann mit rein packen kann. Auch Knaller mit Luftschlangen knallten wir in der Wohnung, die Jungs spielten mit Knicklichtern und zündeten zuletzt ein paar lange Wunderkerzen im dunklem Treppenhaus – wie auch ich in ihrem Alter damals mit meinen Eltern. Manche Tradition bewahre ich dann doch gern. Nur mit Knallerbsen lasse ich sie nicht im Treppenhaus knallen – so wie ich sie einst lachend meiner Oma vor die Füße eine Etage unter mir warf. Heute weiß ich nämlich wie viel danach zu fegen wäre 😉

Brandblasen sind doof

Basti hatte sich übrigens auf der Straße an kleineren Wunderkerzen verbrannt. Ich weiß nicht, was ihn geritten hat, die nach dem Abbrennen einmal oben anzufassen. Ich habe es nicht mal mitbekommen. Er sagte nämlich nichts. Null. Kein Ton des Schmerzes und ich hatte ihn eigentlich die ganze Zeit im Auge. Auch beim kurzen Spielen auf dem Hof nach dem Kinderfeuerwerk kam kein Ton über seine Lippen wegen seiner beiden Finger. Erst oben in der Wohnung sagte er mir, dass er Aua an den Fingern habe und da entdeckte ich die zwei kleinen Brandblasen. Ich gab ihm ein Kühlpack im Waschlappen eingepackt und das linderte den Schmerz schnell. Beim Abbrennen der Wunderkerzen am Abend war er sehr vorsichtig. Aber ich werde keine kleinen Wunderkerzen mehr an die Kinder geben. Ich hatte auf der Straße das auch schnell eingestellt, weil mir erschien die Haltelänge des Stiels im Vergleich zu den XXL Dingern doch sehr kurz.

Unser Silvesterabend

Am Abend gab es ein ungewöhnliches Silvestermahl. Wir hatten weder Lust auf traditionelles Raclette noch Fondue. Also beschlossen wir die zwei Zupfbrote aus der Cool Box zu machen. Da mir das als Essen zu wenig war, briet ich noch ein paar Bratwürstchen und stellte Salat und Rohkost dazu. Und damit lag ich genau richtig. Das Zupfbrot allerdings war beim Backen eine Herausforderung, 26 Minuten bei 150 Grad im Umluftofen – so stand es auf der Verpackung. Aber da kam mehr Teig als Brot aus dem Ofen nach der Zeit. Also stellte ich die Gradzahl auf 180 und schob es weitere 15 Minuten in den Ofen. Dann war es auch gut und schmeckte auch. Wieso das eine in der Silikonform allerdings in Butter schwamm, die ich dann abkippte und das andere Zupfbrot in beschichteter, fester Kastenform nicht – konnte ich mir nicht erklären. Ich habe beide absolut identisch zubereitet.

Nun denn wir ließen es uns schmecken und danach ging es für die Jungs gegen 20.30 Uhr auch schon ins Bettchen. Da kein großes Feuerwerk in der Nacht zu erwarten war, gab es keinen Grund für langes Aufbleiben (sie waren eh schon total müde) und wir vereinbarten, dass wir sie nicht wecken würden. Sie schliefen prompt bis 7.12 Uhr morgens durch – was an ein Wunder grenzt…

Mein Mann und ich machten es uns auf der Couch bequem und zappten über eine Stunde durch alle Streaminganbieter…. wir fanden keinen Film, der unser beider Interesse weckte…. am Ende landeten wir im Normal-TV und schauten die xte Musiksendung über vergangene Jahrzehnte.

Um Mitternacht schaute ich kurz aus dem Fenster, aber das Feuerwerk war wirklich wenig zu sehen. Einmal alle Verwandten durchtelefoniert und schon gings in die Heia.

Es muss nicht viel sein, um ein toller Tag zu werden. Obwohl es keine große Feier war, kein riesen Feuerwerk – wir hatten einen schönen Jahreswechsel. Auch die Kinder waren happy.

Das Jahr 2020 wollte mich nochmal nerven

Wir haben nachdem die Kinder schliefen nochmal eine Maschine Wäsche angemacht. Als sie fertig war, zogen wir den roten Pullover heraus, der dauerhafte piepte und blinkte. Statt einem Weihnachtslied zu spielen, piept er nur noch und das auch am 2. Januar noch immer… wir haben ihn unter einen Stapel Tischdecken verbuddelt im hintersten Zimmer, damit wir überhaupt schlafen konnten…..

Der Neujahrstag

Den Neujahrstag haben wir ebenfalls gemütlich verbracht. Nach eienm späten Mittagessen machten wir uns auf den Weg zu meiner Großtante Tata. Sie hatte am 1.1. Geburtstag und wurde 83 Jahre alt. Wir stellten ihr Geschenke und gemalte Bilder von den Kindern vor die Tür, klingelten und entfernten uns ein Stück. Sie war total überrascht und freute sich sehr. Die Jungs rannten vor dem Haus ein wenig herum und wir unterhielten uns mit viel Abstand bis wir wieder nach Hause fuhren.

Wie war Euer Jahreswechsel?

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