16 Kinderbücher gelesen und beurteilt

Wir haben wieder viele Kinderbücher ausgelesen. Es macht sich bemerkbar, dass die Bücherei wieder geöffnet ist, denn wir leihen vermehrt Bilderbücher und kurze Geschichtenbücher aus. 🙂

Herr Eichhorn und der Mond von Sebastian Meschenmoser

Da ist ein Käse von einem Wagen gefallen und landet genau bei Herrn Eichhorn. Der weiß natürlich nicht, was ein Käse ist und denkt der Mond wäre runtergefallen. Und wenn man nun den Mond bei ihm findet, dann denken doch alle er habe ihn gestohlen und er landet im Gefängnis. Also wie wird er ihn los und bekommt ihn wieder in den Himmel? Tja so landet der Käse/Mond auf dem Igel und dann auf dem Geweih des Hirschbocks und allesamt landen in einem Baumstamm und als es zu stinken anfängt, kommen die Mäuse und fressen fast den ganzen Mond auf. Doch am Ende wird alles gut.

Wie immer tolle Bilder und klasse Situationskomik. Einfach ein tolles Bilderbuch mit wenig Text, das einfach schön ist.

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Vielleicht von Kobi Yamada

Wunderschöne Zeichnungen – das vorweg steht außer Frage – nur ergeben sie oft keinen echten Sinn zum Text.

Das Schwein und der Blätterschmuck sollen die Individualität des Kindes herausstellen. Gut gewählt, versteht nur kein Kind…. zu tiefsinnig gedacht für kleine Kinder. Erwachsene, Teenager – ja diese können es verstehen und erkennen. Die erkennen auch, dass man seinem Liebsten Schutz (Kappe) und Flügel geben muss, damit sie hinaus in die Welt fliegen können. (Letzte zwei Bilder….)

Der Inhalt gleicht einer Aneinanderreihung von Kalenderblattsprüchen. Es ist keine Geschichte, es ist eher Prosa, die sich mit wichtiger Botschaft äußert. Die Message des Buches – top. Ohne Frage, doch das Rüberbringen? Für Kinder zu erwachsen, für Erwachsene zu kindisch. Nicht Fisch, nicht Fleisch das Buch. Die Zielgruppe ist für mich nicht wirklich greifbar.

Meine Sechsjährigen fanden es einfach nur langweilig und ließen das Vorlesen eher über sich ergehen. Sie verstanden den Inhalt, doch seien wir ehrlich: Eine Umarmung und ich mag Dich wie Du bist und egal was passiert, vergiss nie, dass Du jemand besonderes bist und einzigartig bist – hat sogar eine höhere Chance beim Kind anzukommen. Die Bilder zum Text erklären sich nicht immer von selbst, sondern lassen ganz viel Tiefsinnigkeit hinein interpretieren, die mich jedoch eher an Pseudoweisheiten denken lassen. Die Grundstimmung ist eher düster, was mir gar nicht gefällt.

Ich würde das Buch vielleicht Kindern zwischen 2 bis 4 Jahren vorlesen als einfachstes aller Bilderbücher. Und wenn der Inhalt wirklich verstanden und Feinheiten erkannt werden sollen, dann würde ich es mit liebevoller Geste Kindern ab 15 und Erwachsenen überreichen, die am Boden liegen und dringend erkennen müssen, dass sie Besonders sind und nicht ans ich zweifeln sollen. Immerhin zu diesen würde die düstere Grundstimmung passen.

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Hatten Dinosaurier Ohren? 60 schlaue Fragen zu Dinosauriern

Wir lieben die Klappenbücher aus dem Usborne Verlag. Die Zeichnungen sind lustig und die Texte sind kurz gehalten, aber sie bieten eine erste Grundlage für Wissen zu den Dinos. Sie bieten Fakten und Spannendes und das hier und da mit einer Prise Humor. Konnten die Dinos eigentlich schwimmen? Und was machten Dinos den ganzen Tag? Wie klein war der kleinste Dinosaurier? Und wieso hatten manche so lange Schwänze? Diese und viele weitere Fragen werden in den Klappen beantwortet. Sogar ich lernte da noch was 😀 Und gerade weil es das Wissen so in kleinen mundgerechten Happen im Buch gibt, bleiben meine Kids dabei und versuchen teils die Fragen schon vor Öffnen der Klappe zu beantworten.

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Lotti & Otti – Eine Geschichte über <<echte Kerle>>, alte Vorurteile und neue Freunde von Collien Ulmen-Fernandes und Carola Sieverding

Das Buch ist einfach nur toll. Es greift so viele Themen in der Geschichte auf, dass es einfach nicht zu glauben ist. So ganz natürlich hineingewoben.

Otto mach ein Blumenshirt, er mag sein Kuscheltier und er backt gern. Und er hat Geburtstag. Er wäre aber auch gern mit den beiden coolen Kids befreundet, aber er glaubt, dass er zu mädchenhaft für die sei und zieht sich so an, wie er glaubt, dass sie ihn mögen. Dann soll auch noch jemand Neues in die Gegend kommen. Eine Familie namens TickTick aus einem weit entfernten Land. Was sind das wohl für komische Tiere? Vielleicht Monster? Doch das Monster ist in Wirklichkeit ein ganz tolles neues Kind. Und die „coolen Kids“ finden backen übrigens mega.

Also wirklich mega gemacht, wie die Thematiken da in die Geschichte eingewoben wurden. Die Message ist mega toll. Die Story gut gemacht. Die Bilder sind sehr hübsch und es gibt viel zu entdecken. So kleine Nebensächlichkeiten haben meine Jungs sehr erfreut, wie die kegelnden Mäuse. Ganz tolles Buch, das ich mir nach dem Ausleihen aus der Bücherei sogar nachkaufte.

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Cowboy Klaus – Die harten Hühner und andere Abenteuer

Hierbei handelt es sich um einen Sammelband. Gleich drei Geschichten um den Cowboy Klaus sind enthalten.

  • Cowboy Klaus und die harten Hühner
  • Cowboy Klaus und Otto der Ochsenfrosch
  • Cowboy Klaus und die Rodeo-Rüpel

Die Geschichten rund um den kleinen Cowboy sind sehr einfach und etwas absurd gehalten. Sie bieten Komik und sind vermutlich für Erstleser einfach zu erarbeiten. Wir nutzten es als Vorlesebuch und ich bin enttäuscht. Die Bilder gefallen mir nicht und das Buch hat zum Teil eine abfällige Art. Mit der Beschreibung „die dicke Chefin“ kann ich leben. Dick ist hier ein beschreibendes Adjektiv ohne weitere Wertung. Vollkommen ok für mich. Aber eine Seite weiter heißt es: „Die Dicke“ und das finde ich herablassend und in heutiger Zeit ist Bodyshaming nicht mehr angebracht.

Mir sind die Geschichten zu absurd. Sie treffen den Humor meiner Sechsjährigen, aber Begeisterung für ein Buch sah auch in ihren Gesichtern anders aus.

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Der Ernst des Lebens von Sabine Jörg und Antje Drescher

Wenn Du in die Schule kommst, beginnt der Ernst des Lebens. Dieser Satz wird zur kleinen Annette gesagt, doch sie kann sich darunter nix vorstellen. Also überlegt sie, was damit wohl gemeint sein kann und kommt auf ziemlich absurde Ideen. Ob es ein Monster ist, das an ihrem 6. Geburtstag ihre Geschenke auffrisst? Oder ob es sich in Zeitungen versteckt und da die Menschen mürrisch macht? Der Geburtstag kommt und es wird ein schöner Tag. Die Schule kommt und alles ist super. Ihr Sitznachbar heißt Ernst und der ist sooooo toll. Das ist also der Ernst des Lebens 😉

Humorvoll und vergnüglich. Schnell zu lesen und ist niedlich als Schulvorbereitung.

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Bald ist mein erster Schultag von Eve Tharlet

Bald hat der kleine Bär Martin seinen ersten Schultag, aber ihm gruselt es davor. Er hat Angst. Seine kleine Schwester hingegen ist traurig, dass nicht sie den ersten Schultag hat. Die Mama wiederholt immer wieder, dass es Martins großer Tag ist. Mit der Zeit versteht Martin, was er in der Schule lernen wird und beginnt sich zu freuen auf die Schule.

Genauso abgehackt, wie ich es beschreibe, ist es im Endeffekt auch im Buch. Mir war das zu wenig Geschichte in sich sondern mehr die Darstellung einzelner Szenen. Die Wandlung in Martin kommt mir viel zu wenig durch, wieso sie stattfindet.

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Endlich Schule! von – Jutta Richter und Lenard Erlbruch

Dies Buch hat uns als Einschulungsbuch deutlich besser gefallen. Es wird aus Sicht von drei Kuscheltieren von dem kleinen Mädchen Annabella erzählt. Sie sagt dem Spielzeug, dass ab morgen alles anders wird, da sie groß nun ist und zur Schule geht. Die Kuscheltiere und ihre Puppe erleben das anders und sind nicht begeistert. Sie wollen das groß werden verhindern. Schon am 2. Schultag soll Annabella ihre Lieblingsspielzeuge mit in die Schule bringen und so nimmt sie ihre Puppe und den Bären und den Löwen mit. Die Lehrerin macht einen netten Eindruck und sie hat sogar einen Teddy dabei und dieser Teddy ist Onkel Gustav – ein Verwandter von Annabellas Bären. Er berichtet den drei Spielzeugen, wie toll die Lehrerin ist und dass auch Große mit ihren Kuscheltieren kuscheln. Damit sind die drei beruhigt, denn groß werden ist gar nicht so schlimm. Einfach süßes Buch mit toller Bebilderung und einer rundherum stimmigen Geschichte.

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Die neue Geschichte von Carl Mops – der sich fürchterlich verliebte und eine Freundin fand

Wie liebe ich die Bilder von Joelle Tourlonias. Ihre Zeichnungen und ihr Stil sind stets wunderschön mit einer Liebe zum Detail. Der Mops Carl macht mit seiner Freundin Paula einen Spaziergang in der Stadt und dort sieht er eine wunderschöne Hundedame. Daheim kann er nur noch an sie denken. Am nächsten Morgen beobachten Carl und seine Freundin Paula, dass das Herrchen von der Hundedame sie sucht. Carl erfährt, dass sie Coco heißt und macht sich auf den Weg sie zu finden. Sie könnte schließlich in Gefahr sein! Ihre Suche führt sie zu dem Straßenhund Peter und er nimmt als guter Fährtenleser die Verfolgung auf. Sie kommen gerade rechtzeitig um Coco aus den Fängen einer wilden Hundebande zu befreien. Auf dem Markt treffen sie auf Cocos und Carls Frauchen und Herrchen. Alle sind froh, dass sie wieder da sind. Und zuletzt scheinen Paula und Peter sehr eng miteinander zu sein, Coco und Carl genauso wie das Herrchen und Frauchen 😉 Einfach nur süß gemachte Geschichte.

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Der Ostermann von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn

Der Ostermann ist mal ein Buch von Marc-Uwe Kling, das mir gefällt. Zwar finde ich die Bebilderung von wegen Streik und 24 Stunden Woche und Co. von den Wichteln eher Erwachsenenhumor, aber an sich ist das Buch ok. Die Reime sind besser als beim Neinhorn und die Geschichte hat immerhin Hand und Fuß. Der Sohn vom Weihnachtsmann will Osterhase verzeihung Ostermann werden. Der Weihnachtsmann und seine Frau sind dagegen. Doch es gibt die Pflicht den Kindern die Weihnachtswünsche zu erfüllen und so wünscht es sich der schlaue Sohnemann und wird eines Tages Ostermann während der Osterhase Weihnachtshase dann wird.

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Meine liebsten Marvel Geschichten

Meine Kids stehen total auf Superhelden. Daher dachte ich, dass dies Buch doch eine coole Idee zum Vorlesen wäre. Wie sehr ich mich doch täuschte. Das Vorlesen macht NULL Spaß, denn das Niveau der Texte ist inhaltsleer und einfacher als einfach gehalten. Gehaue hier, Gekämpfe dort und Sinn – nun ja…suchen wir später. Einfach nu viele Bilder und bissle Geschichte, damit man ein Buch zusammen hat.

Nein danke…. zurück damit in die Bücherei und nicht zu ende vorlesen…. den Krampf tu ich mir nicht an. Ja meine Kids hörten zu. Ja sie fanden die Bilder nett. Aber nein, sowas muss echt nicht sein. Ich hasse Bücher mit Geschichten, denen man anmerkt, dass sie nur schnell zusammen gezimmert wurden, damit sie irgendwie mit dem Buch und den Figuren zu tun haben.

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Pietje gehört zu uns von Andrea Reitmeyer

Pietje ist ein Goldschopfpinguin und wächst bei einer Kaiserpinguinkolonie auf. Dort lernt er seinen besten Freund Felix kennen. Er sieht anders aus als die anderen Pinguine und kann manche Dinge auch besser als Andere. Da beginnen einige Pinguine ihn auszugrenzen bis er beschließt wegzugehen. Felix macht sich auf die Suche nach ihm und kommt dabei in Gefahr. Doch Pietje kann ihn, gerade weil er anders ist, retten. Die anderen Pinguine sehen ihren Fehler ein und Pietje wird bejubelt.

Ein schönes Buch darum, dass anders aussehen nicht bedeutet, dass man weniger wert ist. Und vor allem, dass man dennoch eine Familie sein kann.

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Die Kuh Rosalinde von Frauke Nahrgang und Iris Hardt

Was ein Buch! Selten so ein lustiges Bilderbuch vorgelesen. Die Kuh Rosalinde ist nur am Verbessern und Kritisieren. Allen und jeden auf dem Bauernhof und vermiest damit allen Tieren das Leben. So setzt der Bauer sie in ein Flugzeug und schickt sie ohne Rückflugticket nach Afrika. Die Zeit ist toll – so voller Ruhe. Doch plötzlich steht jeden Tag ein neues afrikanisches Tier vor seiner Tür und erbittet Unterkunft, denn in Afrika da sei eine Kuh und die vermiese einem das Leben…. der Bauer nimmt alle auf. Doch als der Elefant kommt, weiß er nicht mehr wohin mit ihm. Also steigen alle in das Flugzeug und er bringt sie heim nach Afrika und nimmt die Kuh Rosalinde wieder mit heim. Daheim fragen die Tiere sie nach ihren Abenteuern in Afrika und so erzählt die Kuh und sie erzählt und alle hören gespannt zu und bis tief in die Nacht erzählt sie und alle gehen glücklich schlafen. Am nächsten Tag kritisiert die Kuh niemanden mehr. Sie grüßt alle und ist glücklich und froh – so wie alle Tiere ab da auf dem Bauernhof.

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Als die Arche Noah beinah unterging von Sally Altschuler und Sven Nordqvist

Es fängt an zu regnen und Noah ruft die Tiere zusammen. Das Nashorn hat miese Laune, keiner liebt es und Noah füttert es immer mal mit einer Karotte. Hier und dort machen Tiere Unsinn und Noah muss immer alles richten. Der Specht piekt dann auch noch ein Loch in die Arche und alle drohen abzusaufen. Das sich ungeliebt fühlende Nashorn wird unfreiwillig zum Lebensretter und als es als Held bejubelt wird, steigt seine Laune und es ist glücklich.

Ende gut alles gut

Ein einfaches, aber sehr lustiges Kinderbilderbuch.

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Der Grolltroll … will Erster sein! von Aprilkind

Der Grolltroll lebt mit seinen Freunden zusammen und sie wollen ein Seifenkistenrennen machen. Der Grolltroll hat eine super Idee und gewinnt sogar das Rennen. Er freut sich, aber keiner jubelt für ihn. Da wäre er fast wütend geworden. Doch er dreht sich um und sieht, dass alle seine Freunde verletzt sind und Hilfe brauchen. Also läuft er zu ihnen und hilft ihnen. Am Ende ist sein Sieg gar nicht so wichtig und sie bauen eine gemeinsame Seifenkiste.

Ein einfaches Buch. Ganz nett aber auch kein Muss in meinen Augen. Ich hatte mir anderes von der Story erwartet. Dass Gewinnen nicht alles ist, kommt durch, aber nur weil alle verletzt sind.

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Ein komischer Vogel traut sich was von Michael Engler und Joelle Tourlonias

Vorweg: Ich liebe die Bilder! Der Zeichenstil von Joelle Tourlonias ist unverwechselbar und wunderschön.

Die Geschichte ist gleichfalls toll. Der Drache wächst bei den Amseln auf, aber er fliegt bisher nicht. (Ich finde ja der Drache sieht ein bissle wie ein Schwein mit Flügeln aus….) Die Geschwister Amseln versuchen alles damit ihr Bruder fliegt. Die anderen Tiere zerreißen sich sogar schon ihre Mäuler. Doch Mama Amsel sagt, es ist halt noch nicht seine Zeit. und sie bleibt völlig entspannt. Und am Ende fliegt der Drache, ganz für sich allein. Er traute sich endlich von selbst ohne Druck. Und dann rettet er auch noch dem Hasen das Leben. Woraufhin der Fuchs feststellt, dass der Drache nun einen Grund zum Fliegen hatte und Mama Amsel feststellt, dass seine Zeit nun gekommen war.

Ein durch und durch tolles Buch. Wunderschöne, entspannte Sprache. Unaufgeregt und dennoch fesselnd. Tolle Message noch dazu.

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