Adieu Kindergarten, Ausflüge und der ganz normale Alltag

Nun ist es also vorbei mit dem Kindergarten. Letzten Freitag war der letzte Kindergartentag. Die Zeit von Juni bis jetzt war eine relativ entspannte Kindergartenzeit, auch wenn ich dauerhaft früher abholte und ab und an auch noch früher abholen musste und das meiner Meinung nach nicht mal unbedingt vom Kind immer verschuldet.

Tja, mein einer Sohn und dieser Kindergarten passten einfach nicht zusammen. Das offene Konzept passte nicht zu ihm und er nicht zu den Erziehern. Der Andere lief einfach dort mit und fiel nicht weiter auf. Durch die nicht wirklich gute Personalsituation war es für die Erzieher in den letzten zwei Jahren dort nicht einfach. Die Pandemie Lage machte das Ganze dann nochmal heftiger. Meine Jungs waren mehr daheim als im Kindergarten, aber selbst für die Zeit, wo sie da waren, ist die Kindergartenmappe, die mir ausgehändigt wurde, nun ja…. Drücken wir es so aus…. der selbstgemachte Inhalt der Jungs in der Mappe endet laut Kennzeichnung im November 2019 und danach wurden noch zwei Faschingsfotos aus 2020, zwei Fotos vom 6. Geburtstag und meine zwei zugeschickten Fasching zuhause Fotos aus 2021 eingeheftet. Das war’s dann auch schon. Hinzu kommen lustige Fehler, wie das angebliche Lieblingstier meines Sohnes: SCHARF. Wirklich, da steht Scharf…. Und die Klarsichtfolien von einem der Jungs sind halb rausgerissen und teils komplett ohne Bindung drin rumgelegen. Nein, eine schön geführte Kindergartenmappe sieht anders aus, unabhängig der Pandemie und kurzen Anwesenheit. Dass die Mappe nicht dick sein würde, war mir klar – wie gesagt meine Jungs waren Pandemiebedingt sehr lange daheim, aber der Zustand der Mappe übertraf noch meine schlimmsten Befürchtungen… Ich habe die Klarsichtfolien daheim ersetzt und habe unsere Lock-Down Kindergartenmappe mit hinein geheftet. Keine Ahnung, ob ich das nun einfach so lasse oder noch irgendwas mit hinein hefte.

Manchmal frage ich mich, ob der Kindergarten ein Fehler war. Einerseits sicherlich ja, andererseits auch wieder nicht. Die Jungs hatten durchaus ihren Spaß, wenn sie da waren, und fanden ein paar Freunde. Ich hatte etwas Luft, um Termine wahrzunehmen. Aber im Großen und Ganzen hat sie der Kindergarten nicht voran gebracht. Die Förderung in dem Sinne war nicht so gegeben, dass ich sage: Ja, das hat den Jungs richtig was gebracht. Für sie war es schlicht ein Ort zum Spielen und Abhängen. Was für mich aber auch ok war, denn Fördern kann ich die Jungs auch selbst. Durch die lange Zeit in der wir kindergartenfrei waren, hab ich mich da eh dran gewöhnt. Und da ich auch die Zeit für habe, passte das für uns. Auch wenn es vielleicht anders klingt, ich mochte die Erzieherinnen und vor dem großen Lockdown im Herbst, gab es auch gute Ansätze. Durchaus waren sie bemüht einen Weg zu finden, aber mit dem miesen Personalschlüssel ist es einfach nicht zu wuppen. Da funktioniert der Betrieb nur reibungslos mit sehr anpassungsfähigen, unauffälligen Kindern, die die meiste Zeit allein laufen können. Das ist einfach so.

Vergnügen im Rasti-Land

Am Donnerstag schwänzten wir den Kindergarten und fuhren lieber ins Rastiland und das war eine großartige Entscheidung. Das Wetter war perfekt für einen Freizeitparkbesuch. Die Besucheranzahl war nicht zu groß und Warteschlangen gab es nur wenige. Alle hielten sich an die Maskenpflicht in den Warteschlangen und in den Fahrgeschäften. Einzig auf den Spielplätzen und im Piratenklettertrum war es etwas problematisch. Die meisten Kinder – auch über sechs Jahre – trugen keine Maske. Da es im Freien war, sahen viele Eltern drüber weg. Meine Jungs trugen Masken und das gab mir immerhin eine kleine Sicherheit. Wäre es zu voll gewesen, ich hätte sie da nicht klettern und spielen lassen und wäre woanders hingegangen. Auch wenn ich mittlerweile voll geimpft bin, sind es meine Kids eben nicht und mein Mann ebenfalls noch nicht vollständig.

Wir waren von 11.30 Uhr bis 18 Uhr dort und haben es einfach nur genossen. Irgendwie haben wir mittlerweile einen festen Laufweg uns angeeignet und auch die Kinderaufteilung ist mittlerweile fest. Ich mache das Meiste mit Basti, der es ruhig und entspannt und nicht schnell mag. Mein Mann hingegen darf mit Alex alles machen, was ich nicht kann. Durch mein Gewicht und meine Bandscheibenvorfälle kann ich nicht in jedes Fahrgeschäft klettern. Es geht einfach nicht.

Ich hatte uns eine ordentliche Verpflegung eingepackt und die futterten wir in aller Ruhe – wie immer – am historischen Jahrmarkt. Und am Ende vor der Heimfahrt machten wir eine zweite Futterpause. Die Jungs schliefen auf der Heimfahrt natürlich im Auto direkt ein. Sie waren völlig erledigt. Daheim gabs nur noch ein Müsli zu essen und dann gings direkt schnurstracks ins Bettchen.

Es war einfach ein wunderschöner, entspannter Ausflug.

ABER….

als wir heimkamen – bevor das Müsli serviert werden konnte – blieben wir erstmal noch draußen und betraten lieber nicht unsere Wohnung. Am Eckhaus standen die Menschen und schauten hoch. Als wir näher kamen, erkannten wir den Grund. Aus einer Wohnung drang dichter Qualm. Ich fragte in die Menge, ob schon jemand die Feuerwehr gerufen habe, was bejaht wurde. Wir beschlossen da nicht Maulaffenpfeil zu stehen und begaben uns auf unseren Innenhof. Dort warteten wir ab, was passierte. Da es unser direktes Nachbarhaus ist, beschlossen wir die Kinder im Hof noch spielen zu lassen. Ich konnte sehen wie ein Feuerwehrmann im Treppenhaus alle Fenster schloss und dann wurde eine Maschine angeworfen. Ich vermute, dass sie den giftigen Rauch rauszog aus dem Gebäude. Mein Mann hatte währenddessen von der Straße aus beobachtet und Entwarnung gegeben. Jemand hatte wohl Essen anbrennen lassen und danach habe der Müllbeutel gebrannt. Ich tippe drauf, dass jemand das verkohlte Essen samt Öl in den Mülleimer kippte, der dann natürlich Feuer fing… Nach der Information sind wir dann in unsere Wohnung. War mir so lieber. Man geht einfach nicht nach hause, wenn das Nachbarhaus eventuell in Flammen steht. 😀

Sommerurlaub mal wieder Balkonien

Übrigens befinden wir uns gerade in unserem zweiwöchigen Sommerurlaub. Wegfahren sehen wir als nicht angeraten an und daheim liegt eh genug zu tun an. Von daher verbringen wir ihn wieder auf Balkonien. Die gemeinsame Ausflugszeit ist toll und auch der Hof wird oft genutzt. Wir waren bei einem Kindergeburtstag auf dem Spielplatz, wo die Jungs nach dem Kindergarten noch mehrere Stunden fröhlich spielten. Auch das war ein richtig toller Nachmittag bei dem ich mit netten Müttern quatschen konnte. Mein Mann konnte endlich einmal mit zum Schwimmunterricht und sah voller Stolz zu, wie die Zwerge ihr anfängliches Trauma endlich überwunden haben und richtig fröhlich beim Unterricht mitmachten. Sie waren die ganze Zeit im Wasser und hatten Spaß. Und die typische Sommererkältung haben wir in der ersten Woche auch direkt abgehandelt. Beide Jungs haben kräftig gehustet und geschnieft. Aber sie waren stets gut drauf und nicht schlapp, sodass es uns nix verhagelte. Natürlich habe ich sie auch regelmäßig auf Corona getestet, sonst wären wir brav daheim geblieben. Für die nächste Woche stet nun erstmal der Geburtstag der Jungs an. Heute werde ich also alles vorbereiten und backen. Der Papa wird derweil sicherlich – wenn das Wetter gut bleibt – mit den Jungs auf dem Hof spielen gehen. Morgen ist dann der Geburtstag. Den Tag darauf kommt ein Kindergartenfreund zu Besuch. Und dann? Ja mal sehen was das Wetter sagt und worauf wir Lust haben. Zoo und Dinopark sind mögliche Optionen, die uns vorschweben. Wir lassen uns überraschen, was davon wir nächste Woche wann machen. 🙂

Und der Alltag?

Mein Alltag besteht irgendwie neben den Kids nur noch aus Putzen und Sortieren. Die letzten Tage habe ich mal mein Arbeitszimmer auf Vordermann gebracht. Da fühlt man sich gleich wieder wohler, wenn der Schreibtisch mal sortiert ist. Und wie immer habe ich viel aussortiert und zum Verkauf eingestellt. Die Zeit der Kindergartenrucksäcke ist vorbei, also dürfen sie weiterziehen. Und unser Smart Home habe ich ein wenig erweitert. Nun muss ich nicht in jedem Zimmer das Licht von Hand anmachen. 😀 Vor allem in den Räumen, wo der Lichtschalter ein bissle versteckt ist, ist das sehr praktisch. Anfangs ungewohnt, aber ich mags. Vor allem kann man lustige Späße mit machen. Wer braucht schon eine Lichtorgel, wenn er Farbwechsel-WLAN-Glühbirnen hat? 😀

Nur kaum hatten wie die Erste angebracht…..fiel abends das Internet für 1,5 Tage aus…. haha – schon konnte Alexa die nimmer steuern und ich musste per App ran. xD

So nun sind die Jungs wach…. ich muss dann mal Frühstück machen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.