Color World
Nettes kleines Flashgame. Es geht darum mit Farbbällen bestimmte Klötze einzufärben. Gar nicht so einfach.
Nettes kleines Flashgame. Es geht darum mit Farbbällen bestimmte Klötze einzufärben. Gar nicht so einfach.
Einige werden sich fragen ob ich nicht die Persönlichkeitsrechte meiner Oma verletze oder ob ich meine Oma nicht bloßstelle wenn ich hier so offen über sie und ihr Verhalten und all die Vorfälle ihrer Krankheit berichte.
Dazu möchte ich einmal Stellung beziehen.
Ich antworte da ganz knallhart mit Nein.
Meine Oma wird nie merken, dass ich hier über sie schreibe. Sie hat keinen PC und weiß nicht wirklich was das Internet ist. Die meisten ihrer Freunde leben bereits nicht mehr oder haben keine Ahnung vom Internet. Eine Bloßstellung vor ihren Bekannten oder Freundeskreis ist somit schon mal nicht gegeben. Die Verwandtschaft weiß eh wie es um sie steht.
Meine Oma war immer jemand die ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilte. Man konnte sie immer fragen und sie half immer gern. Somit glaube ich ganz ehrlich daran, dass sie bei klarem Verstand genauso wie ich diese Erfahrungen weitergeben würde.
Für mich ist es ein wenig Ballast abwerfen, wenn ich über die Erlebnisse hier schreibe. Ich schreibe es mir sozusagen von der Seele. Es hilft damit nicht nur mit sondern auch meiner Oma weil ich dadurch wieder freier zu ihr gehen kann und ihr besser helfen kann.
Und vielleicht hilft es auch anderen Betroffenen dass sie nicht allein, mit ihrem Schicksal der dementen Verwandten welche sie pflegen, sind. Ich selbst lese aktuell ein paar Bücher mit Erfahrungsberichten über die Pflege von Demenzerkrankten. Das hilft mir sehr. Auch dass ich darin las, dass ich nicht die Einzige bin die unsicher im Umgang ist und die immer wieder auf neue Probleme stößt. Man hat als pflegende Person doch immer Angst etwas falsch zu machen. Immer der schmale Grad zwischen was sein muss und was grade noch so geht.
Somit kann ich deutlich sagen, dass meine Oma hier nicht verunglimpft wird oder ähnliches. Es ist die Krankheit über welche ich schreibe.
Wer fragt Ihr Euch? Na wer wohl. Meine Oma.
Sie war heute zur Tagespflege. Als erstes ging es damit los, dass sie um 8 Uhr verschwunden war. Sie hat sich in den Kopf gesetzt einen Eierlikörkuchen zu backen. Aber nur weil ich bei ihr 3 Flaschen entdeckt hatte und wegnahm. Sie wollte ihn eigentlich trinken aber bei den Ausreden wieso sie 3 Flaschen hatte kam dann die Kuchenbackidee. Da ist sie sehr einfallsreich….
Nun denn fiel ich heute morgen auf dass ihr Zucker und Mehl fehle. Sie rief ihren Sohn an was sie tun soll und er sagte “Einkaufen”. Klasse. Prompt ging sie einkaufen und wir suchen sie weil sie sonst nicht pünktlich ist zur Tagespflege.
Bei Nerdclub gesehen und mal mitgenommen.
Vorherrschendes Gefühl für 2011?
Hoffnungsvoll und gleichzeitig ängstlich. Hoffnungsvoll im Hinblick auf den Kinderwunsch, ängstlich im Hinblick auf Omas Entwicklung.
2010 zum ersten Mal getan?
Die Verantwortung über ein Menschenleben übernommen.
2010 nach langer Zeit wieder getan?
In den Urlaub gefahren.