Am 14. Mai habe ich die Entscheidung gefällt, dass Oma im Heim bleiben wird. Sie wird nicht mehr nach Hause zurückkommen.
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Gestern war ein ereignisreicher Tag. Emotional erlebte ich Höhen und Tiefen.
Als erstes waren morgens die Handwerker da. Mein Wasserschaden im Bad wird nun behoben. Da der gesamte Boden nass war, wurde er komplett rausgenommen und nun läuft da rund um die Uhr ein Trockner. Einzig in der Nacht haben wir ihn abgestellt, denn so kann ja kein Schwein pennen.
Das Badezimmer ist nicht größer als hier auf dem Foto zu sehen.
Nachdem Oma gestürzt ist, wurde sie operiert und hat nun einen Nagel im Bein. Sie darf damit schon wieder laufen. Am Mittwoch sollte sie bereits entlassen werden, nur 2 Tage nach der OP. Wow flott, doch ich war noch in Berlin. Der Anruf erreichte mich vormittags auf der re:publica. Nun hieß es rumtelefonieren und handeln. Es wurde mir nämlich mitgeteilt, dass Oma nicht rehafähig sei, da sie alle Übungen nur passiv über sich ergehen lasse anstatt mitzuarbeiten. Sie weigert sich ihr Bein zu bewegen. Das ist sehr schlecht. Sie wird auf die Toilette gehoben und auf Stühle. Sie läuft null obwohl sie es könnte. So können wir sie hier aber nicht heimnehmen. Also bleibt nur die Kurzzeitpflege. Ich nannte dem Sozialdienst 3 Heime, welche für mich abtelefoniert werden sollten.
Anlässlich der republica befinde ich mich zur Zeit in Berlin und blogge heute mal aus der Hauptstadt heraus.
Mein Mann war am Mittwoch zu seinen Eltern zu Besuch gefahren. Seine Schwester hatte Geburtstag und da wollte er mitfeiern. Ich blieb daheim, denn gestern hieß es nach über einem halben Jahr mal wieder das Steuer in die Hand zu nehmen und mit meinem Autochen nach Berlin zu fahren. Die Fahrt war gut, als wenn ich nie eine Autofahr-Pause gemacht hätte. Ich hatte richtig Spaß am Fahren. Nicht Spaß machte mir jedoch das Navi. Genau als ich in Berlin abfahren musste, hat sich das doofe Teil aufgehängt. ARGH! Bin ich natürlich falsch gefahren. Und egal wie und wo, ich landete dauernd in Sackgassen und in Baustellenabsperrungen. *grummel* Berlin die Stadt der Radfahrer Kolonnen und Baustellen…… Ich fuhr dann zum Büro des Anbieters, um den Schlüssel für die Ferienwohnung abzuholen. Tja nur leider gibt es die Straße doppelt in Berlin. Und prompt war ich bei der falschen Str. in einem vollkommen anderem Stadtteil gelandet. ARGH. Egal was solls. Am Ende bin ich gut angekommen und sogar das Einparken klappte sofort. HA!
Ich habe mir eben ein Video angesehen, welches ich vor 10 Monaten von Oma aufgenommen hatte. Dabei sind mir viele Veränderungen erst wirklich richtig doll aufgefallen. Oma baut immer weiter ab. Die Krankheit ist halt nicht aufzuhalten und man muss zusehen.
Die Veränderungen sind deutlich
Oma wird auch körperlich immer gebrechlicher. Die Treppen sind manchmal kaum noch zu bewerkstelligen. Es kostet sie sehr viel Kraft die Treppen zu laufen. Sie beginnt Menschen nicht immer mehr zu erkennen. Ständig spricht sie davon gerade mit Opa telefoniert zu haben, welcher jedoch schon 9 Jahre tot ist. Es ist nun auch das erste Mal passiert dass sie bei einer Mitteilung, dass jemand tot ist, Trauer empfand. Sie ist schon längere Zeit Urin-Inkontinent aber nun zieht sie sich die benutzten Urineinladen aus den Slips und versteckt sie im Wäscheschrank, hinter Sofa-Kissen und manchmal auch in der Besteckschublade…. Das macht wirklich keinen Spaß.


